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© 1954 Twentieth Century Fox – Ethel Merman & Mitzi Gaynor

Rhythmus im Blut

HANDLUNG

Erzählt wird die Geschichte der Varieté-Familie Donahue. Vater Tim und Mutter Molly sind zusammen mit ihren drei Kindern quer durch die USA unterwegs. Ihre humoristischen Gesangsdarbietungen erfreuen sich grosser Beliebtheit, und so erlangen sie einen grossen Bekanntheitsgrad und Erfolg. Dies ändert sich jedoch, als in der Zeit der grossen Depression in den 20er-Jahren die Menschen immer weniger Geld für Unterhaltung übrig haben. Es bedeutet ein hartes Stück Arbeit, an lukrative Engagements zu kommen. Zudem beschliesst ihr ältester Sohn Steve, aus dem Showbusiness auszusteigen, um Priester zu werden, während sein jüngerer Bruder Tim sich unsterblich in den aufstrebenden Nachtclubstar Vicky verliebt, was für allerlei Unruhe in der Familie Donahue sorgt…

REZENSION

Marilyn Monroe war bereits eine bekannte Hollywood-Grösse, als ihr von ihrem Studio 20th Century Fox eine Rolle im Musical „Rhythmus im Blut“ zugedacht wurde. Doch Marilyn war verärgert, sie hatte die immer gleichen Rollen und die ewig gleichen klischeehaften Figuren satt und weigerte sich mitzuspielen. Schliesslich köderte Fox sie mit dem Versprechen, sie dürfe im nächsten Film von Billy Wilder (Das verflixte siebte Jahr) mitspielen – Marilyn willigte ein.

Diese Vorgeschichte ist nicht ganz unwichtig, erklärt sie doch einigermassen, warum wir in «There’s No Business Like Show Business», so der Originaltitel, eine nicht sonderlich motivierte Marilyn Monroe sehen. Überhaupt wirkt ihre Figur wie das fünfte Rad am Wagen. Während Ethel Merman und Donald O’Connor als Donahue-Eltern ihr Bestes geben, wirken die Auftritte von Marilyn zuweilen peinlich berührend. Dass das Musical nicht so richtig in die Gänge kommt, kann jedoch nicht nur ihr angelastet werden, denn das Drehbuch ist derart platt und ideenlos, dass der Film von Anbeginn einen schweren Stand hat.
Warum der Streifen dennoch auch heute noch vielen in guter Erinnerung ist und zuweilen sogar als „hervorragendes Musical“ gelobt wird, liegt schlicht an der genialen Musik, die von keinem Geringeren als dem amerikanischen Songwriter par excellence komponiert wurde: Irving Berlin. Songs wie «Play a Simple Melody», «Puttin’ on the Ritz» oder eben das Titel gebende «There’s No Business Like Show Business», sind selbst heute wohl jedem bekannt und Ohrwürmer, die man nur schwer wieder aus den Gehörgängen bekommt.

Und so bleibt auch mir nichts anderes festzuhalten, als dass die Monroe zwar gelangweilt und die Story lahm wirken mögen, die Musik jedoch genial ist und somit fast alles andere vergessen lässt – fast…

BLU-RAY-BILD

Das Bildseitenverhältnis liegt in 2.55:1 (23:9 Alte CinemaScope-Version von 20th Fox bis 1953 in Verwendung) vor.

Das Bild wirkt im Grossen und Ganzen gut und ohne störende Verschmutzungen oder Defekte. Die Grundschärfe ist jedoch recht tief und kommt nur selten über das Mittelmass hinaus. Die Farben wirken kräftig, und der Schwarzwert ist recht gut ausgefallen. In dunklen Szenen werden Details etwas verschluckt.

BLU-RAY-TON

Das Tonformat liegt in Deutsch DTS 5.1 vor.

Um es gleich vorweg zu nehmen, die Tonumsetzung ist extrem frontlastig und Surround-Atmosphäre kommt zu keiner Zeit auf. Die Dialoge sind meist gut zu verstehen, klingen aber sehr dumpf und dynamiklos. Die fehlende Dynamik ist dann vor allem auch bei den Musikstücken sehr störend. Die Tonbalance ist befriedigend ausgefallen. Richtig störend an der deutschen Synchro sind die zuweilen fehlenden Geräusche - das ist aber ein Problem, welches in den meisten Filmen aus jener Zeit wahrzunehmen ist…

FAZIT

Wahrlich nicht der beste Film mit Marilyn Monroe! Wer jedoch auf die opulenten Hollywood-Musicals der 50er-Jahre steht, wird hier dennoch auf seine Kosten kommen.
Die technische Umsetzung der Blu-ray ist eher dürftig ausgefallen und enttäuscht vor allem beim Ton…
Nur für Genre- oder Monroe-Liebhaber empfehlenswert.
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© 2012 Twentieth Century Fox Home Entertainment

Originaltitel:
There's No Business Like Show Business

Regie:
Walter Lang
Drehbuch:
Phoebe und Henry Ephron
Musik:
Irving Berlin

Produktion:
© 20th Century Fox
Kamera:
Leon Shamroy
Schnitt:
Robert L. Simpson

USA / 1954
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