Eine Komödie ist laut Definition „ein Drama mit erheiterndem Handlungsverlauf, welches einen glücklichen Ausgang findet“. Womit auch klar wird, dass dies ein sehr weitgefächertes Film-Genre ist. Unzählige Subgenres wie Tragikomödien, Screwball-Komödien, Verwechslungskomödien, Slapstick-Komödien, Liebeskomödien und so weiter finden hier ihre Heimat.

Ich mag Filme mit subtilem Humor, kann aber auch über Laurel und Hardy oder Buster Keaton lachen - und da Lachen gesund ist, schaue ich mir sehr oft Komödien an.

Sie finden hier eine Auswahl meiner liebsten Lachanlässe…

Zwei Himmelhunde auf dem Weg zur Hölle

1972 (Piu forte, ragazzi!)

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„Zwei Himmelhunde auf dem Weg zur Hölle“ war und ist immer einer meiner liebsten Spencer-Hill-Filme gewesen. Wobei es gar nicht so einfach zu beschreiben ist, woran das liegen könnte.
Die Grundzutaten unterscheiden sich kaum von anderen Filmen der beiden. Einzig die sonst obligaten Fressgelage fehlen hier.
Die Landschaft ist dafür wesentlich abwechslungsreicher als in späteren Werken, zudem weist die Handlung trotz allen Klamaukes eine Tiefe auf, wie es in späteren Produktionen kaum noch zu beobachten ist. Die Dialoge sind witzig und zuweilen sogar originell (Rainer Brandt sei Dank!).
Am meisten zur gelungenen Atmosphäre trägt aber ohne Frage der mitreissende Soundtrack bei. Hat man „Flying through the Air“ mal im Ohr, muss man damit leben…, und das ist beileibe nicht das einzige Stück, das man nicht so schnell wieder los wird.
Alles in allem ist das einer meiner Lieblingsfilme von Spencer/Hill und gleichzeitig wohl auch einer der besten Nicht-Western, den die beiden je abgedreht haben…

Die beiden Tagediebe Plata und Salud haben sich darauf spezialisiert, alte Flugzeuge über dem Dschungel Kolumbiens zum Absturz zu bringen, um dann die Versicherungssumme zu kassieren. Das geht so lange gut, bis sie eines Tages tatsächlich abstürzen. Sie landen mitten im Niemandsland und treffen dort auf eine Kolonie von Smaragdschürfern. Diese werden von einem Mr. Ears und seinen Schergen ausgebeutet, die das ganze Schürfareal unter ihrer Kontrolle halten.
Plata und Salud lassen sich aber nicht einschüchtern und beginnen ihre eigenen Geschäfte aufzuziehen. Das gefällt den Leuten von Mr. Ears natürlich gar nicht und sie versuchen die beiden Eindringlinge los zu werden. Da haben sie sich aber mit den falschen zwei angelegt…

Originaltitel: Piu forte, ragazzi!

Produktionsland: Italien
Produktionsfirma: Delta / Tiger Film
Produzenten: Roberto Palaggi / Italo Zingarelli

Jahr: 1972
Länge: 106 Minuten

Sub-Genre: Abenteuerfilm / Aktion-Komödie

Regie: Giuseppe Colizzi
Drehbuch: Barbara Alberti / Giuseppe Colizzi / Amedeo Pagani
Musik: Guido & Maurizio de Angelis

Kamera: Marcello Masciocchi
Schnitt: Antonio Siciliano

Besetzung:

Terence Hill …. Plata
Bud Spencer …. Salud
Reinhard Kolldehoff …. Mr. Ears
Riccardo Pizzuti …. Naso
Cyril Cusack …. Matto…u.a.

Drehorte: Cartagena und Umgebung, Kolumbien

Aspect Ratio: 2.35:1 ( 21:9 Techniscope)

Sound Mix: Mono

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BILD ✪✪✪✪✪✪

Das Bildseitenverhältnis liegt in 2.35:1 (21:9 CinemaScop) vor.
Die HD-Umsetzung beim Bild ist leider eine Enttäuschung. Da kein italienisches Originalnegativ zur Verfügung stand, musste man mit einer deutschen Kinokopie vorlieb nehmen. Die Nachteile sind deutlich zu sehen, in Form von deutlich übersteuerten Kontrasten, Bildrauschen und einer äusserst eingeschränkten Schärfe. Wobei die Bildqualität grundsätzlich sehr inkonsistent ausgefallen ist, sie bewegt sich zwischen VHS und schlechtem DVD-Niveau. Vereinzelt sind etwas schärfere Nahaufnahmen zu sehen. Die sind aber derart selten, dass sie richtiggehend herausstechen und den traurigen Rest nur um so blasser aussehen lassen. Apropos blass, die Farben sind sehr ausgewaschen und wirken zuweilen schon fast monochrom.
Kurz, die Bildqualität ist schlecht und kann nicht mal den Level der früheren (gekürzten) DVD-Ausgabe erreichen.

TON ✪✪✪✪✪✪

Das Tonformat liegt in DTS-HD Master 2.0 vor.
Die Umsetzung beim Ton ist etwas besser ausgefallen als beim Bild. Natürlich kann man auch hier nicht die Qualität moderner Produktionen erreichen. Die Dynamik ist recht eingeschränkt, Räumlichkeit gibt es keine, und die Dialoge klingen zuweilen etwas blechern, sind aber jederzeit gut zu verstehen. Die Tonbalance ist gut ausgefallen.
Die Tonumsetzung auf dieser Blu-ray ist so, wie man sie erwarten durfte. Nicht besser, aber zum Glück auch nicht schlechter…

FAZIT

Die HD-Umsetzung, vor allem beim Bild, ist enttäuschend ausgefallen und auch der Ton ist alles andere als überzeugend.

Der Geizkragen

1980 (L‘Avare)

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Louis de Funès hat viele amüsante Filme gemacht, der „Geizkragen“ ist einer meiner absoluten Lieblingsfilme von ihm.
Auf dem berühmten Theaterstück von Molière basierend, hat Louis de Funès zusammen mit Jean Girault ein kongeniales Drehbuch verfasst. Hier kommt alles zusammen, was man aus seinen früheren Filmen kennt und liebt: Eine unglaubliche Mimik und schauspielerische Präsenz, gepaart mit einem einzigartigen Gespür fürs richtige Timing.
Leider gibt es einen kleinen Wermutstropfen: Für die deutsche Kinoversion wurde der Film um 40 Minuten gekürzt. Das ist deshalb bedauerlich, da die deutsche Synchronisation von Rainer Brandt, der es kongenial verstand, moderne Gossensprache mit altertümlichen Redewendungen zu einem einzigartigen Sprachcocktail zu verbinden, sich auf die gekürzte Version bezieht. 2008 wurde schliesslich eine ungekürzte Neusynchronisation erstellt, die kann es aber meiner Meinung nach in keinster Weise mit der Brandtschen aufnehmen.
Wie auch immer. Ein genialer Film und einer der Besten von Funès!

Frankreich im 17. Jahrhundert. Harpagon ist ein stadtbekannter Geizkragen, der mit seinem krankhaften Geiz nicht nur seine Bediensteten an den Rande des Wahnsinns treibt, sondern auch seine beiden erwachsenen Kinder.
Sein Vermögen hat er in einer Kiste im Garten vergraben. Er traut keinem und kontrolliert zwanghaft immer wieder, ob die versteckten Goldtaler auch von niemanden entdeckt worden seien.
Als er eines Tages der Idee verfällt, die wesentlich jüngere und äusserst hübsche Marianne zu heiraten, da sie, wie man ihm zuträgt, äusserst anspruchslos sei, scheint das Mass des Erträglichen für alle Hausbewohner eine kritische Grenze erreicht zu haben. Als dann auch noch die Geldkassette aus dem Garten gestohlen wird, eskaliert das Ganze. Harpagon fordert die Justiz ultimativ auf, sämtliche Stadtbewohner zu verhaften…

Originaltitel: L‘Avare

Produktionsland: Frankreich
Produktionsfirma: Les Films Christian Fechner
Produzenten: Christian Fechner

Jahr: 1980
Länge: 120 Minuten

Sub-Genre: Literaturverfilmung / Slapstick-Komödien / Historienfilm

Regie: Louis de Funès / Jean Girault
Drehbuch: Louis de Funès / Jean Girault
Literarische Vorlage : «L’Avare ou l’École du mensonge » von Molière
Musik: Jean Bizet

Kamera: Edmond Richard
Schnitt: Michel Lewin

Besetzung:

Louis de Funès …. Harpagon
Frank David …. Cléante
Hervé Bellon …. Valére
Georges Audoubert …. Anselme
Guy Grosso …. Brindavoine
Michel Galabru …. Maître Jacques

Drehorte: Senlis, Oise, Frankreich

Aspect Ratio: 1.66:1 (15:9 - Von Paramount entwickelt 1953)

Sound Mix: Mono

Harry und Sally

1989 (When Harry Met Sally)

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Norah Ephron hat ein geniales und äusserst witziges Drehbuch verfasst, welches Rob Reiner kongenial umgesetzt hat. Wenn dann noch ein Billy Crystal und eine Meg Ryan in Bestform dazu kommen, kann es eigentlich nur ein Meisterwerk werden.

Ich kenne keine andere aktuelle Beziehungskomödie, die es an pointierten Dialogen oder perfektem Timing mit „Harry und Sally“ aufnehmen könnte.
Für mich einer der besten Filme überhaupt in diesem Genre.

Harry und Sally lernen sich nach ihrem College-Abschluss kennen. Sie fahren zusammen von Chicago nach New York. Schon bald stellen sie fest, dass sie äusserst unterschiedliche Ansichten über Leben und Zukunft haben.
Jahre und gescheiterte Beziehungen später, treffen sie wieder aufeinander. Es entwickelt sich eine Freundschaft und schliesslich - eine Beziehung. Sie sind aber immer noch sehr unterschiedlich und müssen sich erst zusammenraufen…

Originaltitel: When Harry Met Sally…

Produktionsland: USA
Produktionsfirma: Castle Rock Entertainment / Nelson Entertainment
Produzenten: Rob Reiner / Andrew Scheinman

Jahr: 1989
Länge: 90 Minuten

Sub-Genre: Liebeskomödie / Gesellschaftskomödie

Regie: Rob Reiner
Drehbuch: Nora Ephron
Musik: Marc Shaiman

Kamera: Barry Sonnenfeld
Schnitt: Robert Leighton

Besetzung:

Billy Cristal …. Harry Burns
Meg Ryan …. Sally Albright
Carrie Fisher …. Marie
Bruno Kirby …. Jess
Steven Ford …. Joe…u.a.

Drehorte:

Chicago, Illinois, USA
New York City, New York, USA
Wilmington, Los Angeles, Kalifornien, USA
Hollywood Center Studios, Los Angeles, Kalifornien, USA
Silvercup Studios Est, New York City, New York, USA

Aspect Ratio: 1.85:1 (13:7 US WideScreen - von Universal 1953 eingeführt)

Sound Mix: Dolby

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BILD ✪✪✪✪✪✪

Das Bildseitenformat liegt in 1.85:1 (13:7 – US und UK WideScreen Kino-Format. Ursprünglich von Universal 1953 eingeführt) vor.
Die Bildschärfe bei Close-Ups ist zuweilen recht gut ausgefallen, leider gibt es aber über den ganzen Film hinweg ein mal stärker, mal schwächer auftretendes Bildrauschen. Ein richtiges HD-Feeling stellt sich so nur bedingt ein. Der Schwarzwert erreicht nur Mittelmass.
Alles in allem eine eher enttäuschende Bildumsetzung…

TON ✪✪✪✪✪✪

Das Tonformat liegt in DTS 5.1 vor.
Einmal mehr gibt es für die deutsche Tonspur keinen HD-Ton. Die Tonabmischung ist zudem ausgesprochen frontlastig ausgefallen. Die Surround-Lautsprecher werden so gut wie gar nicht eingesetzt. Die räumliche Abbildung wird dadurch verunmöglicht. Die Tonbalance ist zwar in Ordnung, die Grundlautstärke jedoch äusserst leise abgemischt.
Die Dynamik wird durch die oben beschriebenen Mängel sehr eingeschränkt.
Tontechnisch wirklich nicht auf Blu-ray-Niveau…

FAZIT

Bedauerlicherweise weist diese Blu-ray eine technisch sehr eingeschränkte Qualität auf, die ich ins untere Mittelmass einstufen würde. Schade…

Oscar

1991 (Oscar)

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Ein temporeiches Filmvergnügen, in dem vor allem Sylvester Stallone und Marisa Tomei so richtig zeigen können, was schauspielerisch in ihnen steckt.
Die Umsetzung wurde bewusst der Handlungszeit (30er-Jahre) angepasst. Herausgekommen ist eine geniale Komödie, die vor Witz und Charme nur so sprüht und damit bester Screwball-Tradition entspricht.
Es gibt nicht viele Remakes, die ans Original (Louis de Funès, 1967) heranreichen oder dieses sogar überflügeln - der vorliegende Film gehört zu dieser seltenen Gattung!

Der Mafia-Boss Angelo „Snaps“ Provolone (Sylvester Stallone) verspricht seinem Vater am Sterbebett, dass er seinem Ganovendasein abschwören und von nun an ein ehrliches Leben führen werde.
Das ist aber einfacher gesagt als getan. Umso mehr, wenn man von unfähigen Angestellten, einer zickigen Tochter und einem hinterhältigen Buchhalter in Atem gehalten wird. Eine Verwirr- und Verwechslungsgeschichte nimmt ihren Lauf...

Originaltitel: Oscar

Produktionsland: USA
Produktionsfirma: Joseph S. Vecchio Entertainment / Silver Screen Partners IV / Touchstone Pictures
Produzenten: Leslie Belzberg / Alex Ponti / Joseph S. Vecchio

Jahr: 1991
Länge: 105 Minuten

Sub-Genre: Gangster-Komödie / Gangster-Parodie

Regie: John Landis
Drehbuch: Michael Barrie / Jim Mulholland
Theatervorlage: „Oscar“ von Claude Magnier
Filmvorlage: „Oscar“ mit Louis de Funès
Musik: Elmer Bernstein

Kamera: Mac Ahlberg
Schnitt: Dale Beldin

Besetzung:

Syivester Stallone …. Angelo „Snaps“ Provolone
Ornella Muti …. Sofia Provolone
Marisa Tomei …. Lisa Provolone
Tim Curry …. Dr. Thornton Poole
Kirk Douglas …. Eduardo Provolone
Peter Riegert …. Aldo

Drehorte:

Orlando, Florida, USA
Los Angeles, Kalifornien, USA

Aspect Ratio: 1.85:1 (13:7 US WideScreen Format von Universal ab 1953)

Sound Mix: Dolby

Das Geld anderer Leute

1991 (Other People's Money)

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Einer meiner absoluten Lieblingsfilme. Nie hat Danny DeVito besser gespielt. Und selbst die Story ist heute aktueller denn je: Geldgieriger Grossaktionär versucht das Maximum aus einer Firma herauszupressen und zerstört dadurch Firma und Arbeitsplätze - Der Streifen könnte gestern gedreht worden sein. Der Humor ist ebenfalls alles andere als platt. Viele kleine Wortspielereien und intelligente Rededuelle haben es in sich. Nicht zuletzt kann man noch den grossen Gregory Peck in einer seiner letzten Rollen bewundern. Mehr geht nicht...

Lawrence Garfield (Danny DeVito) ist ein gnadenloser Geschäftsmann, der sich auf feindliche Firmenübernahmen spezialisiert hat. Hat er erst mal ein Unternehmen aufgekauft, wird es liquidiert und möglichst gewinnbringend verscherbelt.
Sein aktuelles Ziel ist die New England Wire and Cable Fabrik.
Der aktuelle Inhaber ist noch ein Patron nach altem Schrot und Korn und ahnt nichts Böses, als er sich mit Garfield einlässt. Die Tochter des Firmenchefs ist Anwältin und versucht Garfield die Stirn zu bieten und die Übernahme zu verhindern… aber wer kann sich schon gegen den unerbittlichen Garfield durchsetzen…?

Originaltitel: Other People’s Money

Produktionsland: USA
Produktionsfirma: Warner Bros. / Yorktown Productions
Produzenten: Norman Jewison / Ric Kidney

Jahr: 1991
Länge: 103 Minuten

Sub-Genre: Tragikkomödie / Romantische Komödie

Regie: Norman Jewison
Drehbuch: Alvin Sargent
Musik: David Newman

Kamera: Haskell Wexler
Schnitt: Lou Lombardo

Besetzung:

Danny DeVito …. Lawrence Garfield
Gregory Peck …. Andrew Jorgenson
Penelope Ann Miller…. Kate Sullivan
Piper Laurie…. Bea Sullivan
Dean Jones…. Bill Coles … u.a.

Drehorte: New York, USA / Connecticut, USA, Los Angeles USA

Aspect Ratio: 1.85:1 (13:7 – US und UK WideScreen Kino-Format. Ursprünglich von Universal 1953 eingeführt )

Sound Mix: Dolby

The Big Lebowski

1998 (The Big Lebowski)

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Man muss sie einfach lieb gewinnen, die skurrilen Figuren, die diesen Streifen bevölkern: Donny (Halt endlich deine bekackte Fresse, Donny) oder Walter (Hält sich denn ausser mir keiner mehr an Regeln?) und nicht zu vergessen, der Dude oder für Leute, die nicht auf Kurzformen stehen: El Duderino... Wenn auch zuweilen die eine oder andere Figur sich als Täter versucht, werden sie schlussendlich, frei nach der Coen-Philosophie, immer wieder zu Opfern und Geschlagenen des Lebens.
In einer sehr kleinen, aber nicht minder beeindruckenden Nebenrolle ist Philip Seymour Hoffman zu bewundern. In diesem Film wird einfach alles vereint, was einen genialen Film ausmacht: Spannung, Witz, gute Dialoge, Sarkasmus und eine herausragende Besetzung. Als Zugabe gibt es dann noch einen kongenialen Soundtrack und voilà, fertig ist der beste Film, den die Coen-Brüder bis heute geschaffen haben.
Kurz: Ein Meisterwerk, das man einfach gesehen haben muss!

Jeffrey Lebowski zelebriert das Nichtstun. Am liebsten hängt der „Dude“, wie er sich selber nennt, mit seinen Freunden Walter und Donny rum. Sein Leben findet zwischen Bowling, White Russians (Wodka-Cocktail) und dem entspannten Rauchen von Joints statt.
Diese Idylle wird jäh durch zwei Schläger zerstört, die beim Dude Schulden eintreiben wollen. Wie sich erst nachträglich herausstellt, haben sie ihn mit dem bekannten Millionär, der ebenfalls Jeffrey Lebowski heisst, verwechselt.
Der Dude versucht nun den entstandenen Schaden bei seinem Namensvetter zurückzuverlangen. Dieser zeigt sich aber erst alles andere als einsichtig. Als dann die Millionärs-Freundin entführt wird, soll der Dude das Lösegeld überbringen. Eine beschissene Idee, wie Walter findet, und er sollte recht behalten…

Originaltitel: The Big Lebowski

Produktionsland: USA / Grossbritannien
Produktionsfirma: Polygram Filmed Entertainment / Working Title Films
Produzenten: Ethan Coen / Joel Coen

Jahr: 1998
Länge: 117 Mintuen

Sub-Genre: Tragikkomödie / Verwechslungskomödie

Regie: Joel Coen & Ethan Coen
Drehbuch: Ethan Coen & Joel Coen
Musik: Carter Bruwell

Kamera: Roger Deakins
Schnitt: Roderick Jaynes / Tricia Cooke

Besetzung:

Jeff Bridges …. Jeffrey Lebowski (The Dude)
John Goodman …. Walter Sobchak
Steve Buscemi …. Thoedore Donald Kerabatsos
Julianne Moore …. Maude Lebowski
David Huddleston …. Jeffrey Lebowski
Philip Seymour Hoffman …. Brandt…u.a.

Drehorte:

Pasadena, Kalifornien, USA
Venice, Los Angeles, Kalifornien, USA
Hollywood Hills, Los Angeles, Kalifornien, USA
Culver City, Kalifornien, USA
Malibu, Kalifornien, USA …u.a.

Aspect Ratio: 1.85:1 (13:7 – US und UK WideScreen Kino-Format. Ursprünglich von Universal 1953 eingeführt)

Sound Mix: Dolby Digital

Love And Other Disasters

2006 (Love and other disasters)

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Liebeskomödien oder auf Neudeutsch rom coms (romantic comedys) gibt es ja wie Sand am Meer, und nicht wenige überbieten sich geradezu in Einfallslosigkeit und seichten Handlungsverläufen. Nicht so bei dem hier vorliegenden Film, der nicht nur äusserst originell gemacht ist, sondern auch gängige Klischees schonungslos am Nasenring durch die Manege zieht. Die Dialoge sind zudem sehr witzig und pointiert. Überhaupt ist die ganze Umsetzung mit viel Liebe zum Detail, Charme und Esprit durchsetzt. Viel mehr kann man von einer Liebeskomödie wirklich nicht erwarten.

Jacks (Brittany Murphy) lebt in London in einer Wohngemeinschaft mit ihrem schwulen Freund Peter (Matthew Rhys). Sie arbeitet beim britischen Vogue-Magazin. Ihr Privatleben gestaltet sich etwas kompliziert, da sie zum einen Schwierigkeiten hat, sich fest zu binden und zum anderen von ihrem Ex, den sie aber eigentlich gar nicht mehr liebt, nicht loskommt. Anstatt ihre Beziehungsprobleme zu lösen, verbringt sie lieber Zeit damit, ihren Mitbewohner zu verkuppeln und bemerkt nicht einmal, dass sich eines ihrer Kuppelopfer, das alles andere als schwul ist, vielmehr für sie interessiert, als für Peter…

Originaltitel: Love and Other Disasters

Produktionsland: Grossbritannien / Frankreich
Produktionsfirma: EuropaCorp / Ruby Films / Skyline Films
Produzenten: Alek Keshishian / Virginie Silla

Jahr: 2006
Länge: 90 Minuten

Sub-Genre: Liebeskomödie / Parodie

Regie: Alek Keshishian
Drehbuch: Alek Keshishian
Musik: Alexandre Azaria

Kamera: Pierre Morel
Schnitt: Nick Arthurs

Besetzung:

Brittany Murphy …. Emily „Jacks“ Jackson
Matthew Rhys …. Peter Simon
Santiago Cabrera …. Paolo Sarmiento
Catherine Tate …. Talullah Riggs-Wentworth
Jamie Sives …. Finlay McMillan…u.a.

Drehorte:

London, England
Paris, Frankreich

Aspect Ratio: 1.85:1 (13:7 US WideScreen Format von Universal ab 1953)

Sound Mix: Dolby

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BILD ✪✪✪✪✪

Das Bildseitenformat liegt in 1.85:1 (13:7 – US und UK WideScreen Kino-Format. Ursprünglich von Universal 1953 eingeführt) vor.

Die bildtechnische Umsetzung dieser Blu-ray ist ausgezeichnet ausgefallen. Das Bild wirkt sehr sauber und frisch, und die Farbgebung ist kräftig, ohne übertrieben zu wirken, ausgefallen. Einzig die Grundschärfe ist etwas schwach und könnte ein bisschen mehr Tiefe ertragen.
Der Schwarzwert ist sehr gut, die Kontraste sind ebenfalls gut ausgefallen.
Wäre nicht die etwas reduzierte Schärfe, könnte man von einer Referenzscheibe sprechen; so reicht es aber immer noch zu einer ausgezeichneten HD-Umsetzung.

TON ✪✪✪✪✪✪

Das Tonformat liegt in DTS-HD Master 5.1 vor.

Die Tonumsetzung ist leider äusserst zurückhaltend. Bei diesem Genre kann natürlich auch kein tontechnisches Feuerwerk erwartet werden, die hier vorliegende Umsetzung ist aber schon ausgesprochen frontlastig. Ausser vereinzelten Soundtrack-Passagen verirrt sich kaum ein Ton auf die Surround-Lautsprecher. Da wäre auf jeden Fall mehr drin gewesen.
Die Dialogverständlichkeit ist jederzeit sehr gut.
Die Tonumsetzung liegt auf DVD-Niveau mit viel Luft nach oben.

FAZIT

Eine technisch (fast) einwandfreie HD-Umsetzung, die lediglich durch die unspektakuläre Tonumsetzung etwas zurückgebunden wird…

Hail, Caesar!

2016 (Hail, Caesar!)

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25 Jahre nach ihrer Hollywood-Satire „Barton Fink“, wollten es die Coen-Brüder nochmals wissen und inszenierten erneut einen bitterbösen, herzerfrischenden und urkomischen Sturm auf die Festung Hollywood.

Hollywood befand sich in den 1950er-Jahren im Umbruch. Das Studiosystem brach zusammen, die grossen Filmstudios mussten aufgrund eines Urteils des obersten Gerichtshofes ihre Kinos verkaufen. Dazu kam die wachsende Konkurrenz durch das Fernsehen. Hollywood reagierte mit opulent choreografierten Tanz- und Wasserspielen sowie monumentalen Epen mit meist biblischen Hintergründen - die berühmten „Sandalenfilme“, wie sie etwas despektierlich genannt werden, stammen grösstenteils aus dieser Periode.

Genau in diese Zeit hinein verpflanzten die Coen-Brüder nun ihren Film. Entstanden ist zum einen eine Persiflage auf den ganzen Film-Zirkus der grossen Hollywood-Studios, zum anderen gleichzeitig eine Huldigung dieser Scheinwelt. Das Spiel zwischen normaler Welt und Film-Irrsinn wird wunderbar durch die Hauptfigur des Studio-Managers Eddie Mannix verkörpert, der zwar die Möglichkeit hätte, dem wilden Treiben zu entfliehen, sich schliesslich jedoch trotzdem für die Traumfabrik entscheidet. Mannix ist eine historische Person und war von 1924 an bei MGM tätig, die Film-Figur hat aber mit dem echten Eddie Mannix nur rudimentär zu tun.

Die Coen-Brüder liessen es sich nicht nehmen, alle grossen Genres jener goldenen Epoche Revue passieren zu lassen. Der Western durfte dabei ebenso wenig fehlen, wie die Stepptanz-Musicals oder die durch Esther Williams bekannt gewordenen Wasserballett-Filme. Im Zentrum der Handlung steht der titelgebende Film „Hail, Caesar!“, der eine wunderbare Anspielung auf „Quo Vadis“ von 1951 bildet.
Die Auswirkungen der finsteren McCarthy-Ära auf Hollywood werden, durch eine in expressionistischer Bildgewalt gedrehter Ruderbootpartie zu einem russischen Unterseeboot, der Lächerlichkeit preisgegeben.
„Hail, Caesar!“ ist gespickt mit unzähligen Anspielungen und Andeutungen und setzt beim Zuschauer ein beträchtliches Wissen über die Filmwelt jener Zeit voraus. Der Film mag auf den ersten Blick etwas oberflächlich und einfach wirken. Wie so oft bei den Coens, gibt es aber beim typischen Ringen zwischen Gott, Kunst, Philosophie und vermeintlichen Kalauern Untiefen von ungeheurem Ausmass…

Die akribische Liebe zum Detail und die hervorragende schauspielerische Umsetzung machen diesen Coen-Film schliesslich zu einem Meilenstein im Schaffen der Coen-Brüder - selten wurde Hollywood so augenzwinkernd und gnadenlos auf den Arm genommen.

„Hail, Caesar!“ spielt im Hollywood der 1950er-Jahre.
Filmstudio-Manager Eddie Mannix hat alle Hände voll zu tun. Nebst den alltäglichen Katastrophen wie unfähigen Schauspielern, gehässigen Klatschreporterinnen und schwangeren Schauspielerinnen, türmt sich ein ganz neues Problem vor Mannix auf: Der Hauptdarsteller und Star des Filmstudios Baird Whitlock ist spurlos verschwunden. Whitlock spielt in der Grossproduktion „Hail, Caesar!“, einem römischen Monumentalfilm, die Hauptrolle.
Das Verschwinden ist ein Desaster für Mannix. Die Filmproduktion steht still und verschlingt jeden Tag Unsummen von Geld.
Eines Tages erhält Mannix ein Schreiben, in dem ihm mitgeteilt wird, dass Baird Whitlock entführt worden sei und nur gegen eine Lösegeldzahlung von hunderttausend Dollar wieder frei käme. Mannix steht vor der Herausforderung seines Lebens…

Originaltitel: Hail, Caesar!

Produktionsland: USA / Grossbritannien
Produktionsfirma: Working Title Films / Mike Zoss Productions
Produzenten: Joel Coen / Ethan Coen

Jahr: 2016
Länge: 106 Minuten

Sub-Genre: Satire

Regie: Joel Coen / Ethan Coen
Drehbuch: Joel Coen / Ethan Coen
Musik: Carter Burwell

Kamera:
Roger Deakins
Schnitt: Joel Coen / Ethan Coen

Besetzung:

Josh Brolin …. Eddie Mannix
George Clooney …. Baird Whitlock
Ralph Fiennes …. Laurence Laurentz
Alden Ehrenreich …. Hobie Doyle
Scarlett Johansson …. DeeAnna Moran
Frances McDormand …. C. C. Calhoun … u.a.

Drehorte:

- Warner Brothers Studio, Burbank, Kalifornien, USA
- Universal Studios, Universal City, Kalifornien, USA
- Sony Pictures Studios, Culver City, Kalifornien, USA
- Los Angeles, Kalifornien, USA
- Walker Residence, Carmel-by-the-Sea, Kalifornien, USA
- Pelican Cove Park, Rancho Palos Verdes, Kalifornien, USA
- Craven Estate, Pasadena, Kalifornien, USA

Aspect Ratio: 1.85:1 (13:7 – US und UK WideScreen Kino-Format. Ursprünglich von Universal 1953 eingeführt


Sound Mix: Dolby Digital

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© Universal Pictures Home Entertainment


BILD ✪✪✪✪✪

Das Bildseitenverhältnis liegt in 1.85:1 (13:7 – US und UK WideScreen Kino-Format. Ursprünglich von Universal 1953 eingeführt) vor.

Die Bildschärfe ist wie die Detailgenauigkeit auf Referenzniveau. Der Schwarzwert ist sehr satt und die Kontraste überzeugen. Die Farbgebung ist natürlich ausgefallen.
Eine ausgezeichnete HD-Bildumsetzung!

TON ✪✪✪✪

Das Tonformat liegt in DTS 5.1 vor.

Die Surroundseparation ist sehr ansprechend ausgefallen. Leider gibt es keinen deutschen HD-Ton, was unzeitgemäss ist!
Die Dialoge sind jederzeit bestens zu verstehen. Während die Balance sehr gut ausgefallen ist, leidet die Dynamik etwas unter dem fehlenden HD-Ton.

FAZIT

Eine ausgezeichnete Blu-ray-Umsetzung, die vor allem mit einer nahezu perfekten Bildumsetzung punkten kann!

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