Meine HomeCinema-Anlage ist etwas komplex, da ich damit nicht nur Filme schaue, sondern auch Surround-Musik höre. Es ist also gewissermassen eine Fusion aus Cinema- und HiFi-Anlage. Da beide Richtungen verschiedene Anforderungen an eine Anlage stellen, musste ich gewisse Kompromisse eingehen.

Der Kern der HomeCinema-Anlage besteht aus dem AV-Receiver SR7012 von Marantz, als Zuspieler verwende ich einen UHD-Player von Cambridge Audio (CXUHD) und einen Blu-ray-Player von LG (BP-440).

Als Bildwiedergabegerät verwende ich den OLED65C8 von LG.

Für die Musikwiedergabe habe ich folgende Geräte in die Cinema-Anlage integriert: Den SACD-Player M5 von Nad und den MiniDisc-Player MDS JB 930 von Sony.

Lautsprecherseitig habe ich ein 7.1-System aufgebaut. Die Anlage verfügt somit über Front, Center, Surround und Surround-Back-Lautsprecher:

Gerne stelle ich Ihnen diese Komponenten in der Folge etwas genauer vor.

AV-VERSTÄRKER


AV-Receiver Maranzt SR 7012

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Um ein brauchbares „Heimkino“ zu betreiben, braucht man in erster Linie eine leistungsfähige Schaltzentrale. Nachdem ich jahrelang sehr zufrieden war mit meinem AV-Verstärker Z7 von Yamaha, kam der Moment da ich auf UltraHD umstellen wollte, um meinen UHD-Fernseher bedienen zu können. Mit dieser Devise habe ich mich auf die Suche nach einem guten AV-Receiver-Ersatz gemacht. Meine Anforderungen waren in erster Linie folgende:

- Das Gerät muss nicht nur Surround-Sound von Filmen und SACDs erstklassig beherrschen, sondern auch eine gute Stereowiedergabe besitzen.

- Es müssen 7 Lautsprecher und ein Subwoofer angeschlossen werden können.

- Ich benötige Anschlüsse für einen MD-, SACD-, Blu-ray- und UltraHD-Player.

- Es müssen Online-Updates möglich sein.

- Das Gerät muss über einen WLAN-Empfang verfügen.


Die Suche war nicht einfach und hat schliesslich zum Marantz SR7012 geführt.
Ich habe diesen AV-Receiver seit 2018 in Betrieb und bin zufrieden damit. Nicht nur, dass er sämtliche oben beschriebenen Anforderungen erfüllt, er geht auch tontechnisch weit über das hinaus, was ich mir erhofft hatte. Das ist vor allem bei alten Filmen und Serien immer wieder wertvoll, wo ich dank diversen Tonaufbesserungseinstellungen in der Regel zu einem befriedigenden Ergebnis komme.

Zusätzlich beherrscht der SR7012 noch unzählige Features, die zwar nett sind, die ich jedoch kaum benötige. Dazu gehören Spielereien wie Multiroom-Fähigkeit, Heos und Spottify & Co.…

Einzig beim Bedienkomfort musste ich kleine Einschränkungen hinnehmen: Die Fernbedienung ist nur unzulänglich beleuchtet, das Zuordnen der einzelnen Bedienfelder wie SACD etc. ist wesentlich umständlicher als bei meinem alten Yamaha-Verstärker, und auch die Auswahl der Tonformate ist etwas unglücklich gelöst. Auffällig ist die grosse Wärmeentwicklung - ob diese Einfluss auf die Lebenszeit des Receiver hat, wird die Zukunft zeigen…
Im Grossen und Ganzen bin ich jedoch sehr zufrieden mit meiner Wahl.

  • Abmessungen: 44 x 41,1 x 18,5 cm
  • Anzahl der HDMI-Ausgänge: 2
  • Anzahl der HDMI-Eingänge: 8
  • Audiokanäle: 9.2
  • Ausgänge: Lautsprecher (Schraubklemmen), Composite-Video, Komponente, HDMI, Subwoofer-Vorverstärker, Mehrkanal-Vorverstärker, 12-Volt-Trigger

  • Eingänge: Analog Audio, AUX (Front), Phono, Digital Audio (optisch), Digital Audio (koaxial), Composite-Video, Komponente, HDMI, USB, RS232, IR

  • Empfangsbereich: FM
  • Features: iPod-Direktsteuerung, WLAN integriert, HDR10, Dolby Vision, HLG, 3D-ready, 4K-Upscaling, Video-Konvertierung, Smartphonesteuerung, 3D-Konvertierung, AirPlay, Einmessautomatik, Bluetooth integriert, LipSync, HDCP 2.2, Audio-Rückkanal, Multiroom

  • Gewicht: 14,2 kg
  • Leistung pro Kanal: 110 Watt an 8 Ohm, 150 Watt an 6 Ohm ...

  • Soundsystem: Dolby Digital, DTS, Dolby TrueHD, Dolby Digital Plus, Dolby Pro Logic II, DTS-HD, Dolby Digital EX, Dolby Pro Logic IIx, Dolby Pro Logic IIz, DTS 96/24, DTS Neo:6, DTS-ES, DTS-HD MA, DTS-HD HR, Dolby Atmos, DTS:X, Auro 3D
  • Typ: AV-Receiver
  • Verfügbare Musikdienste: Deezer, Spotify, Tidal
  • Wiedergabeformate: WMA, MP3, AAC, FLAC, WAV, DSD, ALAC

ALTE AV-RECEIVER

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AV-Verstärker Yamaha DSP-Z7

2009 bis 2018

BEWERTUNG

WIEDERGABEGERÄTE


Blu-ray-Player Cambridge CXUHD & LG BP 440

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Nachdem mein alter Oppo BDP-83 nach langen, arbeitsreichen Jahren in Rente gehen durfte, war ich auf der Suche nach einem veritablen Nachfolger. Da Oppo ankündigte, zukünftig keine neuen Player mehr zu produzieren, war klar, dass ich einen neuen Hersteller finden musste.

Gelandet bin ich schliesslich bei der englischen High-End-Schmiede Cambridge Audio. Da ich seit kurzem einen 4K-Fernseher besitze (Oled C8 von LG), war auch klar, dass es ein UHD-fähiger Player sein musste. Auf dem Papier klang die Beschreibung des CXUHD von Cambridge beinahe zu schön, um wahr zu sein.

Wenn man das Gerät vor sich hat, wird schnell klar, die Entwickler bei Cambridge haben sich grundlegende Gedanken über den Sinn und Unsinn eines UHD-Players gemacht und bewusst darauf verzichtet eine weitere Eier legende Wollmilchsau zu entwickeln. Herausgekommen ist ein, in gewisser Weise, spartanisch anmutendes Gerät, das zum Beispiel über keinerlei analoge Anschlüsse mehr verfügt sowie keine Internet-Apps vorzuweisen hat. Ersteres ist mutig und zweiteres erstaunlich, gibt es heute doch kaum noch ein technisches Gerät ohne irgendwelche Streaming-Apps. Bei Licht betrachtet, benötigt jedoch, meiner Meinung nach, ein UHD-Player nun wirklich keine analogen Anschlüsse mehr und Internet-Apps gibt es heute in praktisch jedem Fernseher oder AV-Receiver.

Die Entwickler bei Cambridge haben ihre Arbeitskraft in die Perfektion des Bildes und der digitalen Tonübertragung gesteckt – und was dabei herausgekommen ist, weiss zu beeindrucken!

Die Upscalingqualität ist hervorragend und zaubert sogar aus DVDs noch ein mehr als akzeptables Bild. Die HD-Qualität ist schlicht hervorragend und die UHD-Bildumsetzung atemberaubend. Geschuldet ist dies natürlich auch dem exzellenten Quad-Core-Prozessor MTK8591 von MediaTek.

Surround-SACDs - ja, die kann er auch abspielen – klingen beeindruckend, und ich muss gestehen, dass ich hier nicht mal einen relevanten Unterschied zu meinem SACD-Player M5 von Nad hören konnte. Auch der Filmton klingt druckvoll und präzise – hier ist natürlich die Quellqualität immer mitentscheidend.

Erfreulich ist das sehr geräuscharme Laufwerk. Zudem verfügt der CXUHD über keinen aktiven Lüfter, was selbst bei überlangen Filmen zu keiner zusätzlichen Lärmentwicklung führt. Die Einlesegeschwindigkeit ist äusserst schnell und liegt bei DVDs bei ca. 2-3 Sekunden, bei Blu-rays bei ca. 6-7 Sekunden und bei UHD-BR bei ca. 10 Sekunden.

Wo Licht ist, gibt’s auch Schatten. Leider ist auch der Cambridge nicht perfekt. Ich habe das Gerät mit meinem Haus-WLAN verbunden. Trotz stabiler und schneller WLAN-Verbindung, entwickeln sich Updates zur Geduldsprobe – es ist ratsamer, das LAN-Kabel zur Hilfe zu nehmen. Kleine Mängel weist auch die Fernbedienung auf, welche vor allem in Dunkeln nicht gut zu bedienen ist. Durch die gleichförmige Gestaltung ist hinten und vorn kaum auseinander zu halten, zudem fällt die Beleuchtungsdauer viel zu kurz aus.

Alles in allem bin ich jedoch sehr zufrieden mit dem CXUHD. Bild und Ton sind auf einem Top-Niveau und lassen kaum Wünsche offen.

Man kennt ja allgemein die biblischen Plagen wie Heuschrecken, Hagel oder Finsternis etc… In neuster Zeit müsste man diese noch durch den Kopierschutz, mit dem uns die Filmindustrie das Leben schwer macht, ergänzen.
Dieser hätte eigentlich die hehre Aufgabe, die Filminhalte gegen unrechtmässiges Kopieren zu schützen, ist aber mittlerweile zu einer Geisselung aller geworden, die sich einfach nur gerne einen Film ansehen würden.
Der Grund liegt Blu-ray-seitig zum einen darin, dass es keinen genormten Kopierschutz gibt und jedes Filmstudio selber etwas wurstelt, zum anderen ist auch der offizielle HDMI-Standard (aktuell Version 2.1) und der daran gekoppelte HDCP-Kopierschutz (aktuell Version 2.2) in nicht wenigen Fällen für Probleme bei der Bild und Tonübertragung verantwortlich. Das Resultat: Es kommt immer häufiger vor, dass vor allem ältere Player rechtmässig erworbene Filme nicht mehr lesen können und die Wiedergabe verweigern.

Aus diesem Grund habe ich immer zwei Blu-ray-Player in meiner Kette – sollte der eine streiken…
Mein Zweitplayer ist zur Zeit der PB 440 von LG. Dieser kommt wie erwähnt eigentlich nur zum Zug, wenn der CXUHD streikt.
Obwohl es sich beim PB 440 um einen sehr günstigen Player handelt, verfügt er über eine ausgezeichnete Bildwiedergabe, die locker das Niveau eines Mittelklasseplayers erreicht.
Sein grösstes Manko, und da ist dann der Preis eben doch hörbar, besteht in einem sehr schlechten - sprich geräuschstarken - Laufwerk, welches zuweilen so laut dröhnt, dass es den Filmgenuss einschränkt.
Auch bei der Tonwiedergabe kann der LG-Player nicht mit dem CXUHD mithalten. Geplant ist, den LG mittelfristig durch einen etwas höherwertigen Player zu ersetzen - ich habe das perfekte Gerät jedoch noch nicht gefunden…

Cambridge CXUHD

- DISC-TYPEN: UHD Blu-ray, Blu-ray, Blu-ray 3D, DVD-Video, DVD-Audio, AVCHD, SACD, CD, Kodak Picture CD, CD-R/RW, DVD±R/RW, DVD±R DL, BD-R/RE BD-PROFIL BD-ROM Version 3.1 Profil 6 (ebenfalls kompatibel mit BD-ROM Version 2.5 Profil 5)
- ARCHITEKTUR-DECODER: Mediatek MTK8591
- EXTERNER SPEICHER: 2 x USB 3.0
- VIDEO-FRAMERATEN: 24 Hz / 50 Hz / 60 Hz
- HMDI 1: (EINGANG UND AUSGANG) Video: UHD/1080p 24/1080p/1080i/720p/576p/576i/4 80p/480i, 3D Frame-Packing 720p/1080p24 Audio: bis zu 7.1-Kanal / 192 kHz PCM, bis zu 5.1-Kanal DSD, Bitstream
- HDMI 2: (NUR AUDIOAUSGANG) bis zu 7.1-Kanal / 192 kHz PCM, bis zu 5.1-Kanal DSD, Bitstream
- UNTERSTÜTZTE VIDEODATEIFORMATE: MPEG2, MPEG 2 HD, MPEG4, MPEG4 HD, AVC, VC-1, XVID, AVI, AVC, MKV (4.1), DAT, VOB, WMV, MOV, MP4, MPEG-PS, FLV, MTS, M2TS, M2T, M4V, QuickTime
- UNTERSTÜTZTE AUDIODATEIFORMATE: AAC, WMA, MP3, APE, Ogg Vorbis, FLAC, WAV
- UNTERSTÜTZTE BILDDATEIFORMATE JPG, BMP, GIF, PNG
- ETHERNET 1000 BASE-T
- WI-FI: 802.11B, G, N (2.4GHz), 802.11A, N, AC (5GHz)
- MAX. STROMVERBRAUCH 35 W
- STANDBY-VERBRAUCH (QUICK-START-MODUS AUSGESCHALTET) < 0.5 W
- MASSE (B X H X T) (MIT FÜSSEN) 82 x 430 x 312 mm
- GEWICHT (UNVERPACKT) 5,0 kg

LG PB-440

• Wiedergabemedien: 3D BD-ROM, BD-ROM, BD-R, BD-RE, DVD (NTSC), DVD (PAL), DVD-R(W), DVD+R(W), CD-DA, DTS-CD, CD-R, CD-RW
• Videoformate: DivX HD, WMV, MKV, M4V, MP4, MOV, VOB, FLV, 3GP, AVCHD, AVC Rec, TS, DAT, MPEG1, MPEG2. MPEG4 AVC /H.264, SMPTE VC1 (VC-9)
• Audioformate: MP3, WMA, AAC, FLAC
• Audio-Codecs: DTS-HD Master Audio, DTS, Dolby TrueHD, Dolby Digital (Plus)
• Bildoptimierung: Deep Color (erweiterte Farbtiefe), xvYCC (erweiterter Farbraum), 1080p Upscaler
• Anschlüsse: Ethernet, HDMI 1.4, USB 2.0, Digitaler Audio-Ausgang (koaxial)
• Netzwerk: Ethernet-LAN
• Besonderheiten: Smart-TV-Dienste, Remote-App kompatibel, DLNA, Quick-Booting
• Abmessungen (B x H x T): 360 x 200 x 42 mm
• Gewicht: 1,4 kg

ALTE DVD- & BLU-RAY-PLAYER

Surround-SACD-Player NAD M5

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Wenn man eine Surroundanlage betreibt, bietet es sich natürlich an, dies nicht nur für Film, sondern auch für Mehrkanalmusik, also DVD-Audios und Surround SACDs, einzusetzen.
Die meisten Blu-ray-Player sind heute zwar in der Lage, auch 5.1-SACDs wiederzugeben, können sich aber in der Regel nicht mit reinen SACD-Playern messen.
Der Zufall wollte es, dass ich an ein Gerät gelangt bin, das preistechnisch eigentlich weit ausserhalb meines Budgets angesiedelt ist. Als ich aber in einer Internet-Auktion von einer in London ansässigen HiFi-Firma auf ein Ausstellungsexemplar des Nad M5 gestossen bin, konnte ich nicht widerstehen. Der Preis lag 50% unter dem damals regulären Verkaufspreis - ich hatte also eigentlich gar keine Wahl…

Obwohl mein AV-Verstärker von Yamaha für diesen Boliden etwas schwach auf der Brust ist, bin ich sehr zufrieden mit dem Klang. Ich höre mit diesem Player alle Stereo- und natürlich alle Surround-SACDs. Bei normalen Audio-CDs kann ich auch den Denon 3910 benutzen, der ist in diesem Bereich durchaus ebenbürtig…

• SACD, CD, CD-R, CD-RW,HDCD, MP3 und WMA kompatibel
• Symmetrische Digitalausgänge (AES/EBU)
• Digitale Audioausgänge (Koaxial und TosLink)
• Analoge Audioausgänge (2 Kanäle und 5.1 Kanäle separat)
• Symmetrischer Stereoausgang (600 Ohm)
• Bass-Management für SACD-Wiedergabe
• Burr-Brown 24 Bit 192 kHz DA-Wandler
• Class-A Vorverstärkerstufe
• Zwei Netzteile (getrennt für digitale und analoge Komponenten)
• Schaltbarer Video-Ausgang (Composite)
• RS232-Anschluss
• Infrarot-Eingang
• Abnehmbares Netzkabel
• M5 Fernbedienung
• Digital koaxial - PCM, DTS, MP3, AC3: 1 x Koax
• Digital optisch - PCM, DTS, MP3, AC3: Toslink
• Composite Video 1 x Koax
• Abmessungen (B x H x T): 435 x 104 x 305 mm
• Gewicht: 9,2 kg

MiniDisc Recorder Sony MDS JB930

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Da ich, wie schon an anderer Stelle erwähnt, ein grosser Fan der MiniDisc bin, war für mich von Anfang an klar, dass auch in meinem HomeCinema-System ein MiniDisc-Recorder eingebunden werden musste.
Meine Suche habe ich gezwungener Massen auf die Weiten des Internets beschränkt, da keine neuen Geräte mehr produziert werden. Die besten Player wurden vom Erfinder der MD selber (Sony) entwickelt.
Nach längerer Suche fand ich dann schliesslich ein noch in gutem Zustand befindliches Exemplar in Form eines MDS JB 930.
Der Player/Recorder ist direkt mit dem AV-Verstärker verbunden und hat so Zugriff auf alle Quellgeräte. Ich nehme allerdings mit diesem Player selten auf, da mein MiniDisc-Recorder in der HiFi-Kette die bessere Wahl für Aufnahmen ist.
Die Wiedergabequalität ist exzellent und ermöglicht mir, meine eigenen MDs nun auch über die Surround-Anlage hören zu können.

• Kanäle: 2 (Stereo/Mono)
• Samplingfrequenzen: 44,1 kHz
• Abtastraten-Wandler: 48/32kHz----->44,1 kHz
• D/A-Wandler: 1 Bit Current Pulse
• A/D-Wandler: 1 Bit Delta Sigma (24 Bit res.)
• Fehlerkorrektursystem: CIRC
• Datenkompression: ATRAC
• Frequenzgang: 5-20000 Hz; + 0,3 dB
• Signal/Rauschabstand: >98 dB
• Gehäuse Material: Aluminum
• ATRAC-Generation: Type-R
• Variables Digitalfilter
• Shock Resistant Memory: 10 Sec.
• Digitale Pegeleintellung in Aufnahme/Wiedergabe
• Aufnahmepegel manuell
• 2 Zeilen Display
• 1 Line-Eingang /1 Line-Ausgang
• 2 Optischer Digital-Eingänge /1 -Ausgang
• 1 Koaxialer Digital-Eingang / 1 -Ausgang
• Abmessungen B x H x T: 43 x 11 x 28,5 cm
• Gewicht: 5,2 kg

FERNSEHER


LG OLED65C8

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Wer heutzutage einen neuen Fernseher kaufen will, ist idealerweise IT-Experte, Multimedia-Fachmann oder Elektronikingenieur – oder noch besser alles zusammen…

Ich bin nichts von alledem und war bei der Suche nach dem idealen Fernseher einfach auf meinen gesunden Menschenverstand angewiesen. Dabei hatte ich grundsätzlich nur wenige Vorbedingungen: Die Grösse – es musste auf jeden Fall ein 65-Zoll Panel sein. Nachdem ich im Internet auf viele Schauergeschichten bezüglich „Einbrennen bei OLED-TVs“ gestossen war, strich ich diese Technik aus meiner Wunschliste und wendete mich der LED-Technik zu - nur um Monate später wieder mit glänzenden Augen zu OLED zurück zu kehren. Technisch sind die organischen LEDs einfach überlegen – und ob das mit diesem „Burn-in-Effekt“ wirklich stimmt, begann ich zu bezweifeln. Zum Schluss entschloss ich mich es zu wagen und habe mir den OLED65C8 von LG gekauft. Das Preis-Leistungs-Verhältnis ist beim C8 meiner Meinung nach am besten. Die OLEDS von Panasonic waren mir zu teuer, und die anderen OLEDS von LG verfügten entweder über einen minderwertigen Prozessor (B8) oder verfügten zwar über ein extravagantes Design (W8 oder E8), ohne jedoch technische Vorteile zu bieten.

Da ich zuvor schon einen LG-Fernseher hatte (LX9500), war ich relativ schnell vertraut mit der Benutzerführung, wobei ich feststellen musste, dass das Anlegen und Anwählen von Favoriten beim C8 deutlich komplizierter geworden ist.

Ansonsten bin ich sehr zufrieden mit meiner Wahl. Die Bildqualität ist vor allem bei entsprechendem Quellmaterial (UHD-Blu-Rays, 4K-Youtube-Filme etc.) überragend, bei herkömmlichen Blu-rays sehr gut und bei minderwertigen Quellen (DVDs oder öffentlich-rechtliche Sendeanstalten) befriedigend. Dank den sehr umfangreichen Möglichkeiten der Bildeinstellungen, ist es möglich, für fast jede Quelle eine geeignete Einstellung zu finden.

Überrascht hat mich der Ton, der erstaunlich voll und bassbetont aufspielt. Ebenso gelungen finde ich die Fernbedienung, die nicht nur ausgezeichnet in der Hand liegt, sondern auch durch ihre umfangreiche Funktionalität (Spracherkennung etc.) besticht.

Da der Fernseher über ein Pixelbereinigungsprogramm verfügt, das eben den oben erwähnten Burn-in-Effekt bekämpfen soll, sollte der Fernseher nicht vom Netz genommen werden – das Programm läuft nur im Standbybetrieb. Auf der einen Seite ist es natürlich erfreulich, dass LG das Problem erkannt hat und etwas dagegen tut – auf der anderen Seite aber auch unzeitgemäss und stromverschwendend.

Summa summarum bin ich sehr zufrieden mit dem C8 und würde ihn wieder kaufen. Nun bleibt nur zu hoffen, dass die Content-Industrie dem Umstand Rechnung trägt, dass immer mehr 4K-Fernseher verkauft werden und es entsprechendes Quellmaterial benötigt – das gilt sowohl für Fernsehsender wie für die Filmindustrie, die immer noch verzweifelt an gestriger Technologie festhalten…

  • Bildschirmdiagonale in Zoll: 65 "

  • Seitenverhältnis: 16:9

  • Hintergrundbeleuchtung: OLED

  • Anzeigeformat: 4K / Ultra HD

  • Auflösung: 3840 x 2160

  • Smart TV: Ja

  • WLAN: Ja

  • DLNA: Ja

  • 3D-Technologie: Nein

  • Teletext: Ja

  • VESA-Norm-Wandhalterung: 300 x 200 mm

  • Max. Leistungsaufnahme: 160 W

  • Stromverbrauch Standby/Ruhezustand: 0.5 W

  • Jährlicher Energieverbrauch: 208 kWh/annum

Alte Fernseher

LAUTSPRECHER


Frontlautsprecher KEF XQ 40 & XQ 50

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Nach Lehrbuch dürfte man nur Lautsprecher eines Herstellers, im Idealfall natürlich aus der selben Produktereihe, verwenden. Das macht klangtechnisch natürlich auch Sinn.Bei mir war es nun so, dass ich noch diverse alte Stereolautsprecher rumstehen hatte und ich es einfach nicht übers Herz gebracht habe, diese zu entsorgen. Was im Endeffekt dazu führte, dass ich nun so eine Art Patchwork-Surroundanlage aufgestellt habe, aber der Reihe nach… Als erstes muss man sich bei einer Surroundaufstellung überlegen, ob man ein 5.1- (Fünf Lautsprecher + ein Subwoofer) oder ein 7.1-System (Sieben Lautsprecher + ein Subwoofer) betreiben will. Hat man einen richtigen Kino-Raum, könnte man sich theoretisch auch mit 9.1 oder gar 11.1 auseinandersetzen. Ich denke aber nicht, dass es jemanden gibt, der sich so einen Lautsprechersalat ins Wohnzimmer stellen möchte.Da ich in der glücklichen Lage war, dass unser Wohnzimmer sich räumlich förmlich für eine 7.1-Aufstellung anbot und ich gleichzeitig eine sehr tolerante Ehefrau habe, war die Aufstellungsfrage schnell geklärt.
Danach geht es ans Einteilen der Lautsprecher. Der wichtigste Lautsprecher einer Sourroundanlage ist, und das wird den einen oder anderen vielleicht erstaunen, die Center-Box. Aus dieser kommen bei Filmen sämtliche Dialoge und bei Surround-SACDs die Stimmen der Sänger. Bei sehr alten Mono-Filmen wird gar der komplette Ton über den Center abgewickelt. Dicht gefolgt in der Wichtigkeitsskala wird dieser von den Front-Lautsprechern (rechts + links). Diese drei Lautsprecher werden am meisten eingesetzt und haben auch den grössten Einfluss auf den Grundklang der gesamten Anlage.
Aus diesen Gründen war für mich klar, dass ich hier keine Kompromisse eingehen konnte und alle drei Lautsprecher vom selben Hersteller und aus der selben Baureihe sein mussten.
Nach sehr langem Suchen und Nachforschen habe ich mich schliesslich für Front-Lautsprecher aus der XQ-Reihe der Marke KEF entschieden.

Ich habe die Investition bis heute noch keinen Tag bereut. Klangtechnisch sind die Standboxen XQ40 von Kef etwas vom besten, das es in diesem Preis-Leistungs-Verhältnis zu kaufen gab. Der Tiefton ist satt und sehr rein und der Hochtonbereich grossartig aufgelöst, mit exzellenter Räumlichkeit.
Der Center-Lautsprecher XQ 50 ist perfekt auf seine grossen Brüder abgestimmt und hat eine hervorragende Stimmwiedergabe. Obwohl er recht kompakt ist, verfügt auch er über eine beachtliche Basswiedergabe.
Dass es diese Reihe auch noch in Mahagoni-Ausführung gab, nahm ich als Zeichen, dem ich mich nicht verschliessen konnte - oder wollte…

XQ 40

• Design: Drei-Wege-Bassreflex, Standlautsprecher
• Chassis: 2 x 165 mm LF, 165 mm Uni-Q mit 19 mm Aluminium HF
• Übergangsfrequenzen: 400 Hz, 2,5 kHz
• Empfindlichkeit: 90dB
• Frequenzbereich: 45Hz - 55kHz
• Max. Schalldruck: 112dB
• Verstärkeranforderungen: 15 – 200 W
• Impedanz: 8 Ohms (min 3,2)
• Gewicht: 24,3 kg
• Abmessungen (H x B x T): 102,6 x 23,1 x 34,5 cm
• Oberflächen: Khaya Mahogany

XQ 50

Design: Drei-Wege, geschlossene Box, Center-Lautsprecher
Chassis: 2 x 130 mm LF, 1 x 130 mm Uni-Q mit 19 mm Aluminium HF
Übergangsfrequenzen: 475Hz, 2,4kHz
Empfindlichkeit: 86dB
Frequenzbereich: 65Hz - 55kHz
Max. Schalldruck: 108dB
Magnetisch abgeschirmt: Ja
Impedanz : 8 Ohms (min 3,2)
Gewicht: 10.3kg
Abmessungen (H x B x T): 20,5 x 50 x 29,3 cm
Oberflächen: Khaya Mahogany

Surround-Lautsprecher Teufel FR 520

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Wir kommen nun zu den Effekt- oder eigentlichen Surround-Lautsprechern. Diese werden bei Filmen vorwiegend für Geräusche und Musik eingesetzt. Der Aufstellungsort ist bei diesen sehr wichtig und sollte sich in etwa auf der Höhe der Zuschauer, eventuell leicht dahinter befinden.
Ich habe dafür die idealen Standlautsprecher, die eine äusserst kompakte Bauweise aufweisen, zudem schwarz sind, und deshalb im Raum kaum weiter auffallen.
Aufgrund der kompakten Bauweise ist die Basswiedergabe natürlich recht eingeschränkt, was jedoch bei Surround-Lautsprechern nicht weiter schlimm ist, dafür gibt es ja dann den Subwoofer, aber dazu später…
Die Klarheit im Hochtonbereich und die Detailauflösung bei der Musikwiedergabe sind ausgezeichnet.

• Belastbarkeit nach IEC-Norm Long Term: 140 Watt
• Belastbarkeit nach IEC-Norm Short Term: 190 Watt
• Impedanz: 4-8 Ohm
• Tieftöner: 2 x 130 mm ø, Zellulose
• Tiefmitteltöner: 80 mm ø, Zellulose
• Hochtöner: 25 mm ø Gewebekalotte
• Mindestverstärkerleistung: 50 Watt
• Übertragungsbereich: 90-20.000 Hz
• Gehäuseaufbau: geschlossen
• magnetisch abgeschirmt: ja

Surround-Back-Lautsprecher Electro Voice Swing 1

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Wir kommen bereits zu den Surround-Back-Lautsprechern, und wie der Name schon verrät, befinden sich diese hinter dem Zuschauerplatz.
Hier habe ich zwei weitere alte Stereo-Lautsprecher aufgestellt. Um der Wahrheit Genüge zu tun, sind es meine allerersten Lautsprecher, die ich irgendwann in den 80ern erworben habe, und von denen ich mich einfach nicht trennen kann und will.

Klangtechnisch sind die Swing 1 von Electro Voice unglaublich gut. Eigentlich viel zu gut für den schnöden Surround-Back-Bereich.
Gerade bei Filmen werden sie selten eingesetzt, da es schlicht in den Genres, die ich mir ansehe, kaum 7.1-Abmischungen gibt.
Allerdings kann ich mit meiner Anlage natürlich auch Musik hören, und da kommen sie dann richtig gut zur Geltung.

Technische Daten konnte ich leider keine mehr ausfindig machen. Wie gesagt, die Teile sind um die 30 Jahre alt, und vermutlich bin ich der letzte Mensch auf diesem Planeten, der die überhaupt noch besitzt...

Subwoofer JBL ES150P

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Der heimliche Star unter den Surround-Lautsprechern ist, mal abgesehen von den Front-Boxen, der Subwoofer! Denn erst er ermöglicht einen Klang, der eben ein gewisses Kino-Feeling aufkommen lässt.
Beim Subwoofer handelt es sich, einfach erklärt, um einen Tiefton-Lautsprecher, der in der Regel aktiv ist, das heisst, über einen eingebauten Verstärker verfügt. Angeschlossen wird dieser im Idealfall am SUB-Ausgang des AV-Verstärkers. So ist auch gleich sichergestellt, dass das Bassmanagement via AV-Verstärker gesteuert werden kann.
Ich habe mich nach längerer Suche für das Modell vom JBL entschieden.
Beim Subwoofer gilt, nicht nur den richtigen Aufstellungsplatz zu finden, sondern auch eine perfekte Einstellung.
Beides ist nicht immer einfach. Beim Aufstellungsort habe ich ziemlich lange herumprobiert. Heute ist er vorne links neben der Front-Box platziert. Der Subwoofer ist der einzige Lautsprecher, der keinen fest vorgegebenen Platz hat. Tieftöne können vom menschlichen Ohr in der Regel nicht gut geortet werden, was eine Aufstellung theoretisch vereinfacht, praktisch schränken aber räumliche Gegebenheiten wie Wände, Glasfenster und Bodenbeschaffenheit den Aufstellungsort wieder beträchtlich ein.

Die Aufgabe des Subwoofers ist einfach: Er unterstützt die Lautsprecher, die selber nicht in der Lage sind, einen satten Tiefton zu erzeugen, mit einem solchen. Wobei in der Regel das Einmesssystem des AV-Verstärkers die Lautsprecher bestimmt, welche diesen Support nötig haben. Bei mir sind es nebst den zwei Surround-Lautsprecher von Teufel noch der Center-Lautsprecher von KEF. Alle anderen verfügen über genügend Volumen, um den Tiefton selber zu erzeugen.
Der Subwoofer wird übrigens, da er ja aktiv ist, nicht über ein Lautsprecherkabel mit dem Verstärker verbunden, sondern mit einem speziellen auf Tieftöne spezialisierten Cinch-Kabel (RCA).

⁃ Frequenzbereich: 27 Hz – 150 Hz
⁃ Verstärkerleistung: 300 Watt (RMS)
⁃ Übergabe-Frequenzen: 50Hz – 150 Hz (24dB/Oktave)
⁃ Bass-Chassis: 250 mm PolyPlas™-Membran
⁃ Maße: 457 x 387 x 368 mm (H x B x T)
⁃ Gewicht: 17,7 kg
⁃ Farbe: Schwarz

Obwohl meine Lautsprecher bunt zusammengewürfelt sind, harmonieren sie erstaunlich gut. Ich bin zur Zeit sehr zufrieden mit meinen Lautsprechern und habe feststellen müssen, dass das eigentliche Problem vielmehr bei den deutschen Blu-rays liegt. Diese weisen zum Teil eine mangelhafte Tonumsetzung auf. Mit einem guten AV-Verstärker und harmonisch abgestimmten Lautsprechern kann man diesen Mangel zuweilen etwas ausgleichen. Allein diese Tatsache rechtfertigt meiner Meinung nach den Aufwand, der mit einer Surroundanlage betrieben wird.

Bei der Surroundmusik, also den Multi-CH SACDs, wird eine ausgezeichnete Räumlichkeit erzielt. Surround-SACDs weisen aber immer eine 5.1 Abmischung auf, was bedeutet, dass die Surround-Back-Lautsprecher nicht angespielt werden.

So, das waren nun alle Komponenten meiner Heimkino-Anlage. Ich hoffe, dass ich sie nicht allzu sehr mit meinen Ausführungen gelangweilt habe.
Wenn Sie irgendwelche Fragen haben oder auf einen Fehler gestossen sind, können Sie mich jederzeit via Kontaktformular erreichen.

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