Im Zeitalter von iTunes & Co haben Musik-Alben leider stark an Bedeutung verloren. Heute kann man sich einfach die als gut befundenen Stücke herunterladen und gut ist.
Ich würde lügen, wenn ich nicht zugeben würde, dass ich das auch schon getan habe. Es hat ja auch durchaus seinen Reiz, ein eigenes Album mit diesen Stücken zusammenzustellen.

Leider passt sich auch die musikalische Zunft diesem Treiben an, so etwas wie ein Konzept-Album mit rotem Faden oder gar durchgehender Thematik wird heute kaum noch produziert.

Nun, ich gehöre tatsächlich zu diesen Dinosauriern, die sich noch immer CDs kaufen, manchmal sogar LPs, weil ich der Ansicht bin, dass zuweilen eben das Album die bessere Wahl darstellt.
Gewisse Alben sind wie Opern konzipiert, da gehört jedes einzelne Stück an seinen Platz und basta.

In der Folge möchte ich Ihnen meine absoluten Lieblings-Alben vorstellen.

Johnny Cash

Bitter Tears (1964)

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Bitter Tears ist sicher eines der aussergewöhnlichsten Alben, das Johnny Cash während seiner langen Karriere aufgenommen hat.
Als reines Konzept-Album hat Cash hier den indigenen Völker Amerikas ein Denkmal gesetzt.
Geschrieben wurden die Songs von Johnny Cash und dem Folkmusiker Peter La Farge. Letzterer brachte die unüberhörbare politische Note mit ein.
Es werden Themen wie Völkermord, Umerziehung oder Diskriminierung besungen und dies mit eindrücklichen Texten sowie nicht weniger unter die Haut gehender Melodik. Wer jemals Songs wie „As Long As The Grass Shall Grow“, “The Ballad of Ira Hayes” oder “The Talking Leaves” gehört hat, wird sie so schnell nicht mehr aus den Gehörgängen bekommen.
Johnny Cash war damit ein Vorreiter, denn bis dato interessierte sich kaum jemand für die amerikanischen Ureinwohner.
Für mich gehört dieses Album mit zum Besten, das Johnny Cash herausgebracht hat!

Veröffentlicht: 1. Oktober 1964

Aufgenommen: März bis Juni 1964
Studio: Columbia Recording Studio, Nashville, Tennessee

Original-Label: Columbia Records
Genre: Country / Folk


Meine Ausgabe:

Label: Columbia / Legacy Records, New York
Tonträger: Standard Audio-CD (CK 66507)
Jahr: 1994

Produzent: Don Law / Frank Jones

Spielzeit: 31:13

Nr. TITEL KOMPONISTEN LÄNGE
01 As Long As The Grass Shall Grow Peter La Farge 06:10
02 Apache Tears Johnny Cash 02:34
03 Custer Peter La Farge 02:20
04 The Talking Leaves Johnny Cash 03:55
05 The Ballad Of Ira Hayes Peter La Farge 04:07
06 Drums Peter La Farge 05:04
07 White Girl Peter La Farge 03:01
08 The Vanishing Race Johnny Cash / Johnny Horton 04:02

26. Februar 1932 in Kingsland, Arkansas, USA

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12. September 2003 in Nashville, Tennessee, USA

Johnny Cash war ein US-amerikanischer Sänger, Songwriter und Schauspieler. Obwohl er vor allem als Country-Musiker bekannt ist, gehörten auch Rockabilly, Blues, Folk und Gospel zu seinem Repertoire.

Markant an Johnny Cash war seine Bass-Bariton-Stimme. Seine meist schwarze Kleidung brachten ihm den Beinamen „Man in Black“ ein.
Cash war in zweiter Ehe mit June Carter verheiratet, mit der er auch Songs aufnahm und in eigenen TV-Shows auftrat.

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© Joel Baldwin 1969

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Wes Montgomery

California Dreaming (1966)

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Ich bin kein Jazz-Fachmann und höre mir auch nicht übermässig viel Jazzmusik an, aber diese Scheibe von Wes Montgomery gehört zu meinen absoluten Lieblingsalben. Die kann ich stundenlang rauf und runter hören, ohne dass sie langweilig oder öde werden würde. Einfach nur schöne Arrangements, geniale Musiker, die zusammen einen unglaublich entspannten aber auch mitreissenden Drive entwickeln, und das Timing ist derart genial, dass man gar nicht fassen kann, was die Jungs da zusammenzaubern.

Ich besitze eine SHM-SACD, die von Universal Japan herausgegeben wurde und auf die ich eher zufällig stiess. Dieser Scheibe gelingt es nun erstmals den Sound der 1966er Jahre in bestmöglicher Klangqualität ins Wohnzimmer zu bringen. Es gibt ja viele miese SACDs, vor allem unter den Stereo-Versionen, aber diese Ausgabe ist grossartig gelungen. Nie klangen die Bässe tiefer und nie Wes' geniales Gitarrenspiel freier und klarer...

Es handelt sich hier übrigens um eine reine Stereo SACD, ohne Mehrkanalspur. Zudem ist es eine Single-Layer-Ausgabe, das heisst, es gibt keine "normale" Audio-CD-Spur, sie ist also ausschliesslich auf SACD-Playern abspielbar. Man kann das als Einschränkung sehen, solange die Tonqualität aber wie im vorliegenden Fall derart überzeugend ausfällt, lässt sich damit leben...

Veröffentlicht: 1966

Aufgenommen: 14. bis 16. September 1966
Studio: Van Gelder Studio, Englewood Cliffs, New Jersey

Original-Label: Verve Records
Genre: Jazz


Meine Ausgabe:

Label: © Universal Music Japan 2011
Tonträger: Single Layer SHM-SACD (UCGU-9024)

Produzent: Creed Taylor

Spielzeit: 38:40

Nr. TITEL KOMPONISTEN LÄNGE
01 California Dreaming John Phillips / Michelle Phillips 03:08
02 Sun Down Wes Montgomery 06:03
03 Oh, You Crazy Moon Jimmy Van Heusen / Johnny Burke 03:44
04 More, More, Amor Sol Lake 02:54
05 Without You Marino / Myers 03:05
06 Winds Of Barcelona Sol Lake 03:07
07 Sunny Bobby Hebb 03:07
08 Green Peppers Sol Lake 02:56
09 Mr. Walker Wes Montgomery 03:39
10 South Of The Border Jimmy Kennedy / Michael Carr 03:13

06. März 1923 in Indianapolis, USA

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15. Juni 1968 in Indianapolis, USA

John Leslie “Wes” Montgomery war ein US-amerikanischer Jazz-Gitarrist und Komponist.

Seine unverwechselbare Spieltechnik machte ihn nicht nur weltberühmt, sondern auch zum Vorbild vieler nachfolgender Gitarristen-Generationen.
Sein Stil wurde anfangs dem Soul-Jazz bzw. Post-Bop zugeordnet. Im Verlauf seiner Karriere spielte er vermehrt auch Fusion- und Smooth-Jazz.

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© Richard Huber via Wikipedia DE

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Bob Dylan

Nashville Skyline (1969)

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Zwei Jahre waren vergangen, seit Bob Dylan sein letztes Album „John Wesley Harding“ 1967 veröffentlicht hatte, viel war geschehen seither… In den USA herrschten, vor allem in den Städten, bürgerkriegsähnliche Zustände. 1968 war Martin Luther King ermordet worden und die Proteste gegen den Vietnam-Krieg wurden immer gewalttätiger.

Die Erwartungen waren gross, und nicht wenige hofften, dass Dylan, der durch seine sprachgewandten politischen Protestsongs bekannt geworden war, nun aus dem Vollen schöpfen würde… - aber weit gefehlt. Dylan muss wohl gespürt haben, dass solchem Terror nicht mit Aggressivität entgegenzutreten war, sondern mit der stärksten Waffe, die es gibt – der Liebe.

Und so schrieb Bob Dylan ein Country-Album mit harmonischer, eingängiger Melodik, das ausschliesslich aus Liebesliedern bestand: Melancholischen Stücken wie „ Girl from the North Country“, welches er im Duett mit Johnny Cash aufnahm, romantischen Liebesliedern wie „Lay Lady Lay“ oder schlicht wunderschönen Liebesliedern wie „To Be Alone with You“.

Ich persönlich zähle „Nashville Skyline“ mit zu den schönsten Alben, die Bob Dylan bis heute aufgenommen hat. Speziell an diesem Album ist zudem die sehr untypische Singstimme Dylans, die kaum wiederzuerkennen ist.
So ganz nebenbei hat Dylan mit diesem Country-Album die ganze Country-Szene aufgemischt - Nashville war nach diesem Album in einem neuen Zeitalter angekommen…

Ein Protestsänger, der dem Protest eine geballte Ladung Liebe entgegenhält – ein Album zum ganz Durchhören, schwächere oder gar schwache Songs gibt es hier keine…

Veröffentlicht: 09. April 1969

Label: Columbia
Aufgenommen im: 12.02. – 21.02.1969
Studio: Studio A, Nashville, Tennessee
Original-Label: Columbia

Genre: Country

Produzent: Bob Johnston

Laufzeit: 27:14

Meine Ausgabe

Label: © Mobile Fidelity Sound Lab, USA
Tonträger: Stereo SACD (Limmitierte Ausgabe Nr. 000902)
Jahr: 2015

Remastering: Shawn R. Britton

Nr. TITEL KOMPONISTEN LÄNGE
01 Girl from the North Country Bob Dylan 03:41
02 Nashville Skyline Rag Bob Dylan 03:12
03 To Be Alone with You Bob Dylan 02:07
04 I Threw It All Away Bob Dylan 02:23
05 Peggy Day Bob Dylan 02:01
06 Lay Lady Lay Bob Dylan 03:18
07 One More Night Bob Dylan 02:23
08 Tell Me That It Isn't True Bob Dylan 02:41
09 Country Pie Bob Dylan 01:37
10 Tonight I'll Be Staying Here with You Bob Dylan 03:23

24. Mai 1941 in Duluth, Minnesota, USA

Bob Dylan (geboren als Robert Allen Zimmerman) begann seine Musikkarriere in den 1950er-Jahre in verschiedenen Rock’n Roll-Schülerbands, bevor er sich gegen Ende der 50er-Jahre der Folkmusik zuwandte. Stark beeinflusst hat ihn dabei der US-amerikanische Singer-Songwriter Woody Guthrie.
Mitte der 60er-Jahre begann Dylan vermehrt mit Rockmusik zu experimentieren. Stilrichtungen wie Country, Blues oder Gospel haben ihn ebenfalls stark beeinflusst.
Dylans Musik zeichnet sich durch eine eher sparsame Instrumentierung aus, und seine Texte sind poetisch wie auch psychologisch komplex.
Bob Dylan gilt als einer der bedeutendsten Songwriter der Gegenwart. Dies sah offensichtlich auch das Nobelpreiskomitee in Oslo so, welches ihm 2016 folgerichtig den Nobelpreis für Literatur zuerkannte.

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CC 2.0 Mit freundlicher Genehmigung durch Alberto Cabello via Wikipedia

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Rodriguez

Cold Fact (1970)

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Ich weiss nicht mehr genau, welchem glücklichen Umstand ich es verdanke, dass ich auf dieses Album aufmerksam geworden bin – möglicherweise einem Artikel im Rolling Stone Magazin. Wie auch immer, es wurde ziemlich schnell eines meiner liebsten Alben in meiner Sammlung.
Wenn man dann noch die absolut verrückte Geschichte von Sixto Rodriguez und seiner kurzen Musikkarriere hört, kriegt das Album noch mehr Gewicht.

Dieses Album war in den USA ein absoluter Flop, was dazu führte, dass Rodriguez nach einem weiteren Long Player 1971 (Coming From Reality), der ebenfalls floppte, seine Karriere als Musiker an den Nagel hängte. Was er nicht wusste, in Süd-Afrika gehörte sein Album zu den meistverkauften überhaupt. Dort war er ein Star, nur ahnte er das nicht. Falls sie sich für die unglaubliche Geschichte über Rodriguez interessieren, kann ich Ihnen den Dokumentarfilm: „Searching for Sugar Man“ bestens empfehlen. Ein aussergewöhnlicher Film über einen aussergewöhnlichen Künstler.

Die Musik lässt sich nicht einfach in eine Schublade stecken, dazu ist sie zu vielfältig und zu durchsetzt. Folk, Rock, Blues, aber auch Soul-Elemente sind zu hören, und um dem Zeitgeist zu huldigen, gibt es auch einige psychedelische Untertöne. Seine etwas brüchige, markante Stimme, die unverwechselbar ist, ergänzt das Ganze wunderbar. Er schrieb wunderschöne Texte, die zuweilen melancholisch, aber auch immer wieder kämpferisch und kraftvoll daherkommen.

Es fällt mir schwer, einzelne Songs herauszugreifen, da sie alle auf ihre Art perfekt sind, aber wenn ich mich für drei entscheiden müsste, wären es: Nr. 3: Crucify Your Mind, Nr. 8 I Wonder und Nr. 11 Rich Folk Hoax.

Veröffentlicht: März 1970

Aufgenommen: August / September 1969
Studio: Tera-Shirma Studio, Detroit, Michigan

Original-Label: Sussex Records, Los Angeles
Genre: Folk Rock / Soul / Blues


Meine Ausgabe:

Label: Light In The Attic Records, Seattle, Washington
Tonträger: Standard Audio-CD
Jahr:

Produzent: Mike Theodore / Dennis Coffey

Spielzeit: 32:23

Nr. TITEL KOMPONISTEN LÄNGE
01 Sugar Man Sixto Rodriguez 03:45
02 Only Good For Conversation Sixto Rodriguez 02:25
03 Crucify Your Mind Sixto Rodriguez 02:30
04 This Is Not A Song, It's An Outburst Sixto Rodriguez 02:05
05 Hate Street Dialogue G. Harvey / M. Theodore / D. Coffey 02:30
06 Forget It Sixto Rodriguez 01:50
07 Inner City Blues Sixto Rodriguez 03:23
08 I Wonder Sixto Rodriguez 02:30
09 Like Janis Sixto Rodriguez 02:32
10 Gommorah (A Nursery Rhyme) G. Harvey / M. Theodore / D. Coffey 02:20
11 Rich Folks Hoax Sixto Rodriguez 03:05
12 Jane S. Piddy Sixto Rodriguez 02:54

10. Juli 1941 in Detroit, Michigan, USA

Sixto Diaz Rodriguez ist ein US-amerikanischer Sänger, Songwriter, Abbrucharbeiter und Dichter.

Rodriguez veröffentlichte anfangs der 70er-Jahre zwei LPs, die in den USA jedoch kommerziell floppten. Ohne sein Wissen wurde Rodriguez in Südafrika zum Star und verkaufte dort zeitweise mehr Platten als Elvis Presley.
Im Dokumentarfilm „Searching For Sugar Man“ wurde sein aussergewöhnliches Leben nacherzählt.

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© Richard Huber via Wikipedia DE

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Kris Kristofferson

Kristofferson (1970)

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Man muss schon lange suchen, bis man auf ein ähnlich bemerkenswertes Debut-Album stösst, wie das hier vorliegende.
Auf diesem Album befinden sich nicht weniger als sieben Hits, die auch heute noch regelmässig im Radio gespielt werden. Vier davon, „Me and Bobby McGee“, „Help Me Make It Through the Night“, For the Good Times” und “Sunday Mornin’ Comin’ Down”, kann man mit Fug und Recht als Welt-Hits bezeichnen.
Ebenso bemerkenswert ist die Tatsache, dass das Album 1970 kaum breite Beachtung fand. Erst als Johnny Cash (Sunday Mornin‘ Comin‘ Down) und später Janis Joplin (Me And Bobby McGee) Cover-Versionen veröffentlichten, erwachte das Interesse wieder für die Originalversionen.
So wurde die Scheibe 1971, nun unter dem neuen Titel „Me And Bobby McGee“, wiederveröffentlicht und landete diesmal auf dem beachtlichen Platz 10 der US-Country-Charts. Von mir aus gesehen, wird diese Platzierung der Bedeutung des Werkes aber bei weitem nicht gerecht.
Songs wie die oben genannten, kann ich mir immer wieder anhören. Da stimmt einfach alles.
Kris Kristofferson hat es nie wieder geschafft, an diesen Erstling anzuknüpfen, was in Anbetracht der Hit-Dichte wohl auch beinahe unmöglich war.
Meiner Meinung nach ist „Kristofferson“ sowohl textlich wie musikalisch eines der bedeutendsten Country/Folk-Alben des zwanzigsten Jahrhunderts.

Erstveröffentlichung auf: LP - Kristofferson

Aufgenommen: 1969
Veröffentlicht: 1970
Studio: Monument Recording Studio, Hendersonville, Tennessee, USA
Original-Label: Monument Records

Genre: Country / Folk / Songwriter


Meine Ausgabe:

Label: Music On Vinyl
Tonträger: LP (180g)

Produzent: Fred Foster

Spielzeit: 41:29

Nr. TITEL KOMPONISTEN LÄNGE
01 Blame It On The Stones K. Kristofferson / John Wilkin 02:46
02 To Beat The Devil Kris Kristofferson 04:43
03 Me And Bobby McGee K. Kristofferson / Fred Foster 04:23
04 Best Of All Possible Worlds Kris Kristofferson 03:01
05 Help Me Make It Through The Night Kris Kristofferson 02:24
06 The Law Is For Protection Of The People Kris Kristofferson 02:40
07 Casey's Last Ride Kris Kristofferson 03:37
08 Just The Other Side Of Nowhere Kris Kristofferson 03:39
09 Darby's Castle Kris Kristofferson 03:19
10 For The Good Times Kris Kristofferson 03:25
11 Duvalier's Dream Kris Kristofferson 02:58
12 Sunday Mornin' Comin' Down Kris Kristofferson 04:34

22. Juni 1936 in Brownsville, Texas, USA

Kris Kristofferson ist ein US-amerikanischer Sänger, Songwriter, Musiker und Schauspieler.
Seine Musik-Genres umfassen Country, Folk und Rock.
Kristofferson schrieb unzählige Hits und eine Handvoll davon gehören heute zu den Klassikern der Country- und Folk-Musik.
Kris Kristofferson ist zudem einer der wenigen Musiker, der auch als Schauspieler respektable Erfolge erzielen konnte.

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© Richard Huber via Wikipedia DE

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Cat Stevens

Tea For The Tillerman (1970)

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Tea For The Tillerman ist Cat Stevens viertes Studio-Album und verhalf ihm gleichzeitig zum internationalen Durchbruch.
Stevens hat viele geniale Songs geschrieben, allerdings ist die Dichte an Ohrwürmern auf diesem Album schon bemerkenswert.
Nicht ganz unschuldig am Erfolg dürfte auch die Tatsache gewesen sein, dass 1971 vier Songs von diesem Album für den Soundtrack von „Harold and Maude“ Verwendung fanden.
Ich mag die eingängige Melodik und die schönen Harmonien, die seine Songs auszeichnen. Wobei einem als erstes natürlich grossartigen Stücke wie „Where Do The Children Play?“ oder „Father And Son“ ins Ohr springen. Die anderen Songs sind nicht minder gut, erschliessen sich dem Zuhörer zuweilen jedoch erst beim wiederholten Hören.
Das Album ist sehr zurückhaltend instrumentiert und bekommt dadurch einen sehr gleichmässigen, beruhigenden Klang.
Kritiker haben es aus diesem Grund als monoton abgetan. Ich denke aber, dass Cat Stevens, der alle Songs selber schrieb, hier durchaus gewollt einen ausgewogenen Klangcharakter angestrebt hat. Schliesslich und endlich ist es genau dieser Sound, der dieses Album zu etwas Besonderem macht.

Ich besitze dieses Album in verschiedenen Ausführungen und halte die Stereo SACD-Ausgabe, die 2011 von Analogue Productions herausgebracht wurde, als die bis heute klangtechnisch beste Veröffentlichung.

Veröffentlicht: 23. November 1970

Aufgenommen: Mai bis July 1970
Studio: - Morgan Sound Studios, London
- Island Studios, London
- Olympic Studios, London

Original-Label: Island Records (Europa) / A&M Records (USA)
Genre: Folk Rock


Meine Ausgabe:

Label: Analogue Productions, Salina, Kansas
Tonträger: Hybrid Stereo SACD (CAPP 9135 SA)

Produzent: Paul Samwell-Smith

Spielzeit: 36:49

Nr. TITEL KOMPONISTEN LÄNGE
01 Where Do The children Play? Cat Stevens 03:52
02 Hard Headed Woman Cat Stevens 03:47
03 Wild World Cat Stevens 03:20
04 Sad Lisa Cat Stevens 03:45
05 Miles From Nowhere Cat Stevens 03:37
06 But I Might Die Tonight Cat Stevens 01:53
07 Longer Boats Cat Stevens 03:12
08 Into White Cat Stevens 03:24
09 On The Road To Find Out Cat Stevens 05:08
10 Father And Son Cat Stevens 03:41
11 Tea For The Tillerman Cat Stevens 01:01

21. Juli 1948 in London, England

Cat Stevens wurde als Steven Demetre Georgiou geboren und änderte seinen Namen, nachdem er 1977 zum Islam übergetreten war, in Yusuf Islam.

Cat Stevens ist ein britischer Songwriter, Musiker und Sänger, der hauptsächlich durch seine Folk-Musik in den 60er- und 70er-Jahren bekannt wurde.
Stevens hat unzählige Hits geschrieben, die heute noch oft von anderen Sängern oder Bands gecovert werden. Sein Gesangs– und Musikstil beeinflusst Folk-Musiker bis in die Gegenwart hinein.

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Carole King

Tapestry (1971)

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Wenn der erste Song dieses Albums „I Feel the Earth Move“ wie ein Orkan über den Zuhörer hineinbricht, wird schnell klar, dass das beileibe nicht nur eine Phrase ist, die Welt tut das tatsächlich.

Nach der Veröffentlichung dieses genialen Albums von Carole King, war die Musikwelt nicht mehr die selbe. Songwriter-Alben wurden nun nicht mehr belächelt. Ich kenne wenige Alben, bei dem die Hitdichte so gross ist wie bei diesem.
Was die begnadete Songwriterin da zusammengeschrieben hat, muss ihr vermutlich im Nachhinein selber irgendwie unheimlich gewesen sein.
Hier stimmt einfach alles, Arrangement, Harmonien, die Texte und die Musik sowieso. Sie hatte auch tatkräftige Unterstützung durch James Taylor und Joni Mitchell.
Witzig ist, dass vermutlich die meisten all diese Songs kennen, die wenigsten aber wissen, dass die allesamt von Carole King sind.
Hier kann man nichts überspringen, auslassen oder skippen, andächtiges Durchhören ist angesagt.

Unfassbar, dass sie erst von Freunden dazu gedrängt werden musste, dieses Album selber einzuspielen. Unvorstellbar, sie hätte es nicht getan.
Ich möchte hier keine Songempfehlungen abgeben, da das Album einfach als Gesamtkunstwerk steht und ich mich sowieso nicht für zwei, drei davon entscheiden könnte.
Dass ich ein wankelmütiger Geselle bin, merken Sie an der Tatsache, dass Sie in der Rubrik „Lieblingssongs“ einen Song aus diesem Album finden werden...

Ich besitze diesen Longplayer in verschiedenen Ausführungen. Die meiner Meinung nach beste Aufnahme befindet sich auf der SACD von Ode/Epic Records aus dem Jahre 1999. Es handelt sich dabei um eine Single Layer SACD mit Stereo und Multichannelspur.

Veröffentlicht: 1971

Aufgenommen: Januar 1971
Studio: A&M Recording Studios (Studio B)

Original-Label: Ode Records
Genre: Folk / Soft Rock


Meine Ausgabe:

Label : © Ode Records USA 1999
Tonträger : Single Layer Multi-ch SACD

Produzent: Lou Adler

Spielzeit: 44:31

Nr. TITEL KOMPONISTEN LÄNGE
01 I Feel the Earth Move Carole King 03:00
02 So Far Away Carole King 03:55
03 It's To Late Tony Stern / Carole King 03:54
04 Home Again Carole King 02:29
05 Beautiful Carole King 03:08
06 Way Over Yonder Carole King 04:49
07 You've Got a Friend Carole King 05:09
08 Where You Lead Tony Stern / Carole King 03:20
09 Will You Love Me Tomorrow Gerry Goffin / Carole King 04:13
10 Smackwater Jack Gerry Goffin / Carole King 03:42
11 Tapestry Carole King 03:42
12 (You Make Me Feel Like) A Natural Woman G. Goffin / C. King / J. Wexler 03:59
13 Out In The Cold Carole King 03:21
14 Smackwater Jack (Live) Gerry Goffin / Carole King 03:21

09. Februar 1942 in New York City, USA

Carole King ist eine US-amerikanische Komponistin und Sängerin.

King ist eine der erfolgreichsten Songwriterinnen der zweiten Hälfte des 20. Jahrhunderts. Sie hat insgesamt 118 Songs komponiert, die die Top 100 der amerikanischen Billboard-Charts erreichten.
Carole King gewann bis heute vier Grammys und wurde in die Songwriters Hall of Fame aufgenommen.

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Quincy Jones

Smackwater Jack (1971)

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Ich kann mich nicht mehr genau erinnern, wann ich mir dieses Album zugelegt habe. Zwei Dinge weiss ich aber mit Sicherheit: Es war mein allererstes Jazz-Album, und ich hatte keinen blassen Schimmer, wer Quincy Jones war.
Der eigentliche Kaufgrund war der Titel. Da ich schon damals ein grosser Fan von Carole King war, musste ich unbedingt herausfinden, was dieser Quincy Jones aus Smackwater Jack gemacht hatte. Obwohl mir die jazzige Version gefällt, bildet das Titelstück aber definitiv nicht den Höhepunkt dieses Albums. Das hervorragende „Ironside“ oder das noch grandiosere „What’s Goin‘ On?“, mit Valerie Simpson als Sängerin, sind da wesentlich eindrücklicher ausgefallen.
Smackwater Jack besticht durch seine Vielfalt und durchwegs gut, zuweilen originell, arrangierten Stücke.
Ein Konzept-Album ist es aber weiss Gott nicht. Vielmehr wurden allerlei Stile und Genres durcheinandergemischt. So hört man Blues, Soul, Jazz, aber auch Funkmusik. Ein wildes Potpourri, das noch durch Filmmusik ergänzt wird. Trotz dieser vermeintlichen Konzeptlosigkeit, wirkt das Album erstaunlich einheitlich, was definitiv dem unnachahmlichen Quincy-Jones-Sound zugeschrieben werden kann. Ein grossartiges Album!

Veröffentlicht: 1971

Aufgenommen: 1971
Studio: A&R Recording Studios, New York City

Original-Label: A&M Records, Santa Monica, Kalifornien
Genre: Jazz


Meine Ausgabe:

Label: © A&M Records, Santa Monica, Kalifornien
Tonträger: Standard Audio-CD (393 037-2)

Produzent: Phil Ramone

Spielzeit: 42:48

Nr. TITEL KOMPONISTEN LÄNGE
01 Smackwater Jack Gerry Goffin / Carole King 03:31
02 Cast Your Fate To The Wind Vince Guaraldi / Carel Werber 04:26
03 Ironside Quincy Jones 03:53
04 What's Going On R. "Obie" Benson / A. Cleveland / M. Gaye 09:51
05 Theme From " The Anderson Tapes" Quincy Jones 05:16
06 Brown Ballad Ray Brown 04:20
07 Hikky-Burr Bill Cosby / Quincy Jones 04:02
08 Guitar Blues Odyssey Quincy Jones 06:35

14. März 1933 in Chicago, Illinois, USA

Quincy Delight Jones Jr. ist ein US-amerikanischer Musik- und Filmproduzent, Komponist, Musiker und Dirigent.
Am Anfang seiner, nun bereits sechs Jahrzehnte umfassenden, Karriere spielte „Q“ in den Bands von Jazz-Grössen wie Lionel Hampton oder Dizzy Gillespie. Später verlegte er sein Haupttätigkeitsfeld vermehrt aufs Arrangieren und Produzieren.
So war Quincy Jones zum Beispiel der Produzent von Michael Jackson.
Er gewann insgesamt unglaubliche 28 Grammys und gehört damit zu den erfolg- und einflussreichsten Musiker/Produzenten der Gegenwart.

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Marvin Gaye

What's Going On (1971)

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Marvin Gayes What's Going On-Album ist für mich so was wie die Mutter aller Konzeptalben. Ich kenne kein anderes, das dermassen kohärent und stimmig ist, wie dieses wunderbare Werk.
Dabei musste Gaye ganz schön kämpfen, um den Titelsong überhaupt aufnehmen zu dürfen. Der Motown-Boss hielt den Song für zu kritisch bzw. politisch und damit für nicht Motown-tauglich.

Herausgekommen ist, sowohl textlich, wie auch musikalisch, etwas vom Besten, das es in der Soul-Musik bis dahin gegeben hatte.
Die einzelnen Stücke laufen ohne Unterbruch ineinander über, sind aber musikalisch derart gut aufeinander abgestimmt, dass die Übergänge praktisch nicht auffallen.
Inhaltlich ist Marvin Gaye in die Domäne der Folk-Musik eingebrochen, denn die verarbeiteten Themen wie Vietnamkrieg, politische Korruption oder Umweltschutz spielten bis dahin nun wirklich keine Rolle in der Soul-Musik.
Die kongeniale Mischung aus Folk (Text), Klassik (Arrangement) und eben Soul, mit jazzigen Einlagen, machen dieses Werk zum Meilenstein in der Musikgeschichte des 20. Jahrhunderts...

Es gibt darauf Stücke wie: What's Going On, What's happening Brother oder Mercy Mercy Me. Die sind für sich genommen nur gut, genial werden sie erst im Zusammenspiel mit allen anderen Songs auf diesem wunderbaren Konzeptalbum.

Veröffentlicht: 21. Mai 1971

Aufgenommen: Juni bis September 1970 / März bis Mai 1971
Studio: - Hitsville U.S.A. Studio (Motown), Detroit, Michigan
- Golden World Studios, Detroit, Michigan
- The Sound Factory, Los Angeles, Kalifornien

Original-Label: © Tamla Records (Motown)
Genre: Soul / Rhythm and Blues


Meine Ausgabe:

Label: © Mobile Fidelity Sound Lab.(MoFi), Chicago
Tonträger: Hybrid Stereo-SACD (Limited Edition: Nr. 4236)

Produzent: Marvin Gaye

Spielzeit: 35:38

Nr. TITEL KOMPONISTEN LÄNGE
01 What's Going On A. Cleveland / M. Gaye / R. "Obie" Benson 03:53
02 What's Happening Brother Marvin Gaye / James Nyx Jr. 02:43
03 Flyin' High (In The Friendly Sky) M. Gaye / A. Gordy Gaye / E. Stover 03:49
04 Save The Children A. Cleveland / R. "Obie" Benson / M. Gaye 04:03
05 God is Love M. Gaye / A. Gaye / E. Stover / James Nyx Jr. 01:41
06 Mercy Mercy Me (The Ecology) Marvin Gaye 03:16
07 Right On Earl DeRouen / M. Gaye 07:31
08 Wholy Holy R. "Obie" Benson / A. Cleveland / M. Gaye 03:08
09 Inner City Blues (Make Me Wanna Holler) Marvin Gaye / James Nyx Jr. 05:26

02. April 1939 in Washington D. C., USA

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01. April 1984 in Los Angeles, Kalifornien, USA

Marvin Gaye war ein US-amerikanischer Sänger, Songwriter und Musikproduzent. Seine Musik bestand in der Regel aus einem Genre-Gemisch aus R&B, Soul, Funk und Jazz.
Gaye hat mit unzähligen Welt-Hits zur Entwicklung des heute berühmten Motown-Sound beigetragen.

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Eric Clapton

461 Ocean Boulevard (1974)

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Eric Claptons Blues-Gitarre ist auf diesem Album unglaublich mitreissend, überhaupt strotzt dieses Album vor Vitalität und guter Laune. Das fängt schon mit dem ersten Stück an, dem rockigen Blues „Motherless Children“. Gefolgt von einem sehr ruhigen „Give Me Strength“, ein Blues-Gospel Stück der besonderen Art.

Das Album ist vollgepackt mit einzelnen Highlights, die jedes für sich gesehen schon bemerkenswert wäre, zusammen aber einfach nur genial und einzigartig sind. Clapton hat meiner Meinung nach hier seinen musikalischen Höhepunkt erreicht. Einen Höhepunkt, den er in späteren Jahren ab und an nochmals streifte, aber nie übertroffen hat. So ganz nebenbei ist es natürlich auch witzig, einem Album den Namen seiner Wohnadresse zu geben.

Die coole Mischung aus Blues, Rock, Gospel und Reggae ist einfach nur groovy und lädt zum Mittanzen, Mitsingen und Mitklatschen ein. Wer hier still sitzen bleibt, sollte dringend seinen Arzt oder Apotheker konsultieren...

Ich besitze hier die japanische Stereo SHM-SACD (Single-Layer), die eine wunderbare Abmischung bietet und dem grossartige Album die angemessene technische Referenz erweist.

Meine persönlichen Lieblingssongs darauf sind: Nr. 1 "Motherless Children“, Nr. 3 „Willie and the Hand Jive“, Nr. 5 „I Shot the Sheriff“, und natürlich die Nr. 8 „Let it Grow“.

Veröffentlicht: 1974

Aufgenommen: April / Mai 1974
Studio: Criteria Studios, Miami, Florida

Original-Label: RSO Records
Genre: Rock / Blues Rock / Reggae


Meine Ausgabe:

Label: © Universal Music Japan 2014
Tonträger: Single Layer SHM-SACD (UIGY-9603)

Produzent: Tom Dowd

Spielzeit: 43:21

Nr. TITEL KOMPONISTEN LÄNGE
01 Motherless Child Traditional 04:55
02 Give Me Strength Eric Clapton 02:51
03 Willie And The Hand Jive Johnny Otis 03:31
04 Get Ready Eric Clapton / Yvonne Elliman 03:50
05 I Shot The Sheriff Bob Marley 04:30
06 I Can't Hold Out Elmore James 04:10
07 Please Be With Me Charles Scott Boyer 03:25
08 Let it Grow Eric Clapton 04:47
09 Steady Rollin' Man Robert Johnson 03:14
10 Mainline Florida George Terry 04:05

30. März 1945 in Ripley, England

Eric Patrick Clapton ist ein britischer Rock- und Blues-Gitarrist, Sänger und Songwriter.

Clapton war am Anfang seiner Karriere in diversen Bands wie den Yardbirds, John Mayall & The Bluesbreakers, Cream und Derek and the Dominos engagiert. 1970 nahm er sein erstes Solo-Album auf und spielte gleichzeitig immer wieder bei vielen bekannten Musikern wie George Harrison, John Lennon oder Howlin‘ Wolf bei Studio-Sessions mit.

Eric Claptons unverkennbarer Bluesrock-Stil machte ihn weltbekannt und brachten ihm bis heute sagenhafte 18 Grammys ein, womit er zu einem der erfolgreichsten Musiker überhaupt wurde.

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© Steve Proctor via Wikipedia / Eric Clapton im Madison Square Garden, 01. Mai 2015

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Billy Joel

The Stranger (1977)

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Billy Joel hat ohne Frage unzählige gute Alben abgeliefert, warum ist dieses das Beste für mich?

Vielleicht weil hier einfach alles stimmt; Phil Ramone, der Produzent hat es ausgezeichnet verstanden abzurunden, wenn's zu eckig wurde und laufen zu lassen, wenn's gerade passte. Die Musik ist eine wilde Mischung aus wunderschönen Balladen, Liebesliedern und episch anmutenden Erzählungen. Und nicht zu letzt sieht man, wenn man das Album-Cover wendet, eine gemütliche Männerrunde am gedeckten Tisch sitzen. Der Wein ist schon da, die Spaghetti kommen gleich. Genau so harmonisch, gemütlich und kumpelhaft hört sich auch dieses Album an.
Den Stücken ist zuweilen deutlich anzuhören, dass wir uns im Jahre 1977 befinden, was aber nicht despektierlich, sondern im positiven Sinne gemeint ist. Wir erhalten gewissermassen eine musikalische Postkarte aus der Vergangenheit.
Das Einzige, das man dem Album vorwerfen könnte, ist die Tatsache, dass es nach nur 9 Songs bereits aus ist und uns, wie es so üblich ist, nach einer schönen Reise um so härter wieder in unseren Alltag zurück befördert.

Meine Lieblingsstücke auf diesem Album sind: Nr. 3 Just the Way You Are, Nr. 8 Get It Right the First Time und natürlich meinen absoluten, einzigen und wahren Lieblingssong... aber nein, über den müssen Sie in der Rubrik Lieblingssongs nachlesen.

Veröffentlicht: September 1977

Aufgenommen: Juli bis August 1977
Studio: A&R Recording, Inc., New York City

Original-Label: Family Productions / Columbia Records
Genre: Rock / Soft Rock


Meine Ausgabe:

Label: Columbia Records
Tonträger: Single Layer multi-ch SACD (CS 69384)
Remastering für SACD durch Ted Jensen, Sterling Sound, New York City

Produzent: Phil Ramone

Spielzeit: 42:13

Nr. TITEL KOMPONISTEN LÄNGE
01 Movin' Out (Anthony's Song) Billy Joel 03:30
02 The Stranger Billy Joel 05:10
03 Just The Way You Are Billy Joel 04:52
04 Scenes From An Italian Restaurant Billy Joel 07:37
05 Vienna Billy Joel 03:34
06 Only The Good Die Young Billy Joel 03:55
07 She's Always A Woman Billy Joel 03:21
08 Get It Right The First Time Billy Joel 03:57
09 Everybody Has A Dream / The Stranger (Reprise) Billy Joel 06:38

09. Mai 1949 in New York City, USA

Billy Joel ist ein US-amerikanischer Sänger, Songwriter und Pianist. Seine Werke sind den Genres Soft Rock, Rock und Pop zuzuordnen.
Joel begann seine Karriere als Studiomusiker, bevor er 1970 seine erste LP veröffentlichte. Mittlerweile gehört er zu den kommerziell erfolgreichsten Musikern der USA…

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© slgchgc via Wikipedia.org

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Dire Straits

Dire Straits (1978)

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Es war ein Glücksfall für die Musikgeschichte, als sich Mark Knopfler und sein jüngerer Bruder David 1977 entschieden, eine eigene Band zu gründen. Aufgrund ihrer prekären finanziellen Situation, war der Band-Name schnell gefunden: Dire Straits (schwere Zeiten) - und da sie sich nicht lange mit Namensgebung herumschlagen wollten, benannten sie auch gleich ihr Debut-Album danach.

„Dire Straits“ klingt nicht eine Sekunde nach einem Debut-Album. Vielmehr hat man den Eindruck, eine arrivierte und gut eingespielte Band zu hören. Die Songs, allesamt von Mark Knopfler komponiert und getextet, verströmen eine gelassene, leicht ironische Grundstimmung. Die Songs zeichnen sich durch eine ausgezeichnete, beinahe literarische Sprache aus, die Instrumentierung ist sparsam und gleichzeitig rund sowie stilvoll ausgefallen.
Mit dem Song „Sultans of Swing“ beinhaltet dieses bemerkenswerte Werk zudem einen Welthit, der in den US-Billboard-Charts auf Platz 4 landete.
Mir persönlich gefällt der Blues-Rock-Song „Water of Love“ am besten. Er beinhaltet eigentlich schon alles, was die Band auch in späteren Jahren auszeichnen sollte: Schöne Texte und beeindruckende Gitarrensoli. Mark Knopfler spielt in „Water of Love“ seine unverkennbare National-Style-0- Gitarre und verleiht dem Song dadurch einen grossartigen Groove.

Obwohl ich noch viele andere Dire-Straits-Alben mag, ist dieses Debut-Album bis heute mein Lieblingsalbum der Band geblieben - ein harmonisch rundes Album, bei dem einfach alles stimmt.

Veröffentlicht: 07. Oktober 1978

Aufgenommen: 13. Februar bis 05 März 1978
Studio: Basing Street Studios, London

Original-Label: Vertigo Records, England
Genre: Blues Rock / Pub Rock / Roots Rock

Produzent: Muff Winwood

Spielzeit: 41:34

Meine Ausgabe:

Label: Universal Music, Japan
Tonträger: SHM-CD
Jahr: 2011

Remastering: Bob Ludwig

Nr. TITEL KOMPONISTEN LÄNGE
01 Down to the Waterline Mark Knopfler 03:55
02 Water of Love Mark Knopfler 5:23
03 Setting Me Up Mark Knopfler 03:18
04 Six Blade Knife Mark Knopfler 04:10
05 Southbound Again Mark Knopfler 02:58
06 Sultans of Swing Mark Knopfler 05:47
07 In the Gallery Mark Knopfler 06:16
08 Wild West End Mark Knopfler 04:42
09 Lions Mark Knopfler 05:05

1977

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1995

Die Band wurde von Mark Knopfler, seinem jüngeren Bruder David, John Ilsley und Pick Withers gegründet. Bereits auf ihrem Debütalbum befand sich mit „Sultans of Swing“ ein weltweiter Top-Ten-Hit.
Dire Straits wurde durch eine Vielzahl an Musikeinflüssen geprägt, darunter Jazz, Folk-Rock, Country und vor allem Blues-Rock.

Trotz ihrer verhältnismässig kurzen Existenz gehörte Dire Straits zu den erfolgreichsten Rockbands der Welt. Mark Knopfler und seine Band schufen Welthits wie „Money for Nothing“ 1985 oder „Walk of Life“ 1985, die in die Musikgeschichte eingegangen sind. Ihr kommerziell erfolgreichstes Album „Brothers in Arms“ verkaufte sich über 30 Millionen Mal.
1995 löste Mark Knopfler die Band endgültig auf und begann eine erfolgreiche Solokarriere…

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cc 2.0 Mit freundlicher Genehmigung durch Heinrich Klaffs: Die Straits am 28.10.1978 in Hamburg

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Manfred Mann's Earth Band

Somewhere In Afrika (1982)

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Der aus Südafrika stammende Manfred Mann war bereits in den 60er-Jahren ein erfolgreicher Musiker, der sich mit seiner gleichnamige Band mit R&B, Blues und Jazz einen Namen machte. 1971 gründete er eine neue Band, die den Namen Manfred Mann’s Earth Band erhielt. Manfred Mann passte sich mit der neuen Band dem damaligen Zeitgeist an und spielte fortan Progressive Rock.

Ich muss gestehen, dass ich, als ich 1982 „Somewhere in Afrika“ kaufte, einigermassen verwirrt war. Das Plattencover passte so gar nicht zum bekannten Sound der Band. Die Verwirrung steigerte sich noch, als ich die LP zu Hause auf den Plattenteller legte. Ernüchtert musste ich zur Kenntnis nehmen, dass sich Manfred Mann einmal mehr neu erfunden hatte - ich war (und bin) nun wahrlich kein Freund von Synthesizer-Musik. Nachdem ich den ersten Schock überwunden hatte, musste ich eingestehen, dass das Gehörte alles sprengte, was ich bis dahin gekannt hatte.

„Somewhere in Afrika“ ist eine Huldigung an Manfred Manns Heimat und verbindet afrikanisches Flair und Rhythmik, mitreissende Rock-Musik und den Sound der 80er-Jahre miteinander. Dabei ist es der Band gelungen, trotz vielfältiger Veränderung, ihren eigenen Stil weiterzuentwickeln. Gleichzeitig ist dieses Album eines der wenigen Musikwerke der unzähligen „Afrika-Alben“ weisser Musiker, das als gelungenes, eigenständiges Kunstwerk die Zeit überdauert hat - Paul Simons „Graceland“ wäre ein anderes positives Beispiel…

Um eine lange Geschichte kurz zu machen: Ich hatte mich nach kürzester Zeit in dieses Album verliebt. Vor allem die Songs mit den afrikanischen Gesängen habe ich mir in der Dauerschlaufe angehört, wie auch die Cover-Version von Stings „Demolition Man“.
Im Unterschied zu vielen anderen Scheiben aus den 80er-Jahren, kann man sich „Somewhere in Afrika“ durchaus auch heute noch anhören. Zu einer Zeit, in der in Südafrika noch finsterste Apartheid herrschte, war dieses Album so etwas wie ein Lichtstreifen am Horizont - und für mich ganz persönlich ein Lichtstreifen ehrlicher Rockmusik, der es mir ermöglichte, die 80er-Jahre musikalisch zu überleben…

Erstveröffentlichung auf: Vinyl-LP - 205 077-320

Aufgenommen: 1981/1982
Veröffentlicht: 15. November 1982
Studio: Underhill Studios, London / Mastersounds, Schweden
Original-Label: Bronze Records

Genre: Rock / Progressive Rock


Meine Ausgabe:

Label: Bronze Records, London
Tonträger: Vinyl LP - 205 077-320

Produzent: Manfred Mann

Spielzeit: 39:22

Nr. TITEL KOMPONISTEN LÄNGE
01A Tribal Statistics Qunta 04:16
02A Eyes of Nostradamus Al Stewart 03:28
03A Third World Service Anthony Moore 05:18
04A Demolition Man Sting 03:45
05A Brothers and Sisters of Azania Manfred Mann 02:46
01B Brothers and Sisters of Africa (Africa Suite) Manfred Mann 03:06
02B To Bantustan? Manfred Mann 02:36
03B Koze Kobenini? (How Long Must We Wait?) Mann / Irving 01:26
04B Lalela Mann / Lingwood 01:31
05B Redemption Song (No Kwazulu) Bob Marley 7:35
06B Somewhere in Africa Trad. / Arr. Mann / Lingwood 01:38

21. Oktober 1940 in Johannesburg, Südafrika

Manfred Mann ist ein südafrikanischer Musiker, Band-Leader und Pianist.
Sein bürgerlicher Name lautet Manfred Sepse Lubowitz. Manfred Mann begann seine Karriere als Jazzmusiker, bevor er 1959 Mitbegründer der ersten südafrikanischen Rock’n Roll-Band „The Vikings“ wurde. 1961 reiste Manfred Mann nach England, wo er sich niederliess und verschiedene Bands gründete, mit denen er sich einen Namen machte und mit Songs wie „Do Wah Diddy Diddy“, „Pretty Flamingo“ oder Dylans „Mighty Quinn“ weltweit Platz eins der Charts erreichte.

1971 gründete Mann seine Band Manfred Mann’s Earth Band, mit der er, mit Unterbrüchen, bis heute auf Tour ist.
Manfred Manns Musikstil veränderte sich über die Jahre markant und umfasst Jazz, Rock’n Roll, Jazzrock, Soul, Rhythm and Blues, Psychedelic Pop, Beat, Progressive Rock bis hin zu Synthesizer-Rock und Ethno-Pop…

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Foto zur verfügung gestellt durch: Ralf Schulze (rs-foto.de) cc-by-sa

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Helen Schneider (with The Kick)

Breakout (1983)

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Ich habe ja bereits an anderer Stelle erwähnt, dass ich nicht so ganz kompatibel war mit der Musik der 80er-Jahre. Eine Tatsache, die eigentlich erstaunlich ist, da man während seiner Teenagerzeit am empfänglichsten ist für neue musikalische Einflüsse...
Wie auch immer, meine Messlatte war Elvis, und da kam kaum einer drüber.
Eines Tages hörte ich im Radio einen wirklich genialen Song mit dem Titel „Rock‘n Roll Gypsy“. Den musste ich haben. Im Plattenladen angekommen, musste ich zur Kenntnis nehmen, dass ich zwei Jahre zu spät kam und die LP von Helen Schneider mit diesem Song wohl gerade nicht mehr aktuell war. Ja, liebe Kinder, so war das damals...
Der Verkäufer hielt mir stattdessen die aktuelle LP von Helen Schneider unter die Nase, die ich dann mit einer Mischung aus Verzweiflung und Frust kaufte. Sie ahnen es schon, es handelte sich um „Breakout“.
Ausbrechen ist immer gut, und so legte ich zu Hause die besagte LP auf meinen Plattenteller.
Was soll ich lang erzählen, es war eine der genialsten, depressivsten und interessantesten Scheiben, die ich je gehört hatte.
Songs wie „Mystery“ oder das geniale „Jealousy“, mit seinen coolen Bassläufen, liessen mich sprachlos zurück. Die sehr wandelbare Stimme von Helen Schneider und dieser musikalische Mischmasch aus New Wave, Funk, Punk und schlichtem Rock war einfach genau das, was mir damals gefiel, und was sonst niemand so rüberbrachte.
Die Platte endet mit einem Live-Mitschnitt aus der 82‘-Tour, dem Song „Price of Love“, einer Coverversion eines alten Everly Brothers Hits und zeigte, dass Helen Schneider nicht nur eine gute Studiosängerin war, sondern auch eine begnadete Performerin.
Ich habe diese LP so oft abgespielt, dass mein Plattenspieler die Songs auch noch spielen konnte, wenn die Scheibe gar nicht auflag.
Aus mir unerfindlichen Gründen ist dieses Werk bis zum heutigen Tag nicht auf CD erschienen (Hallo, Warner!), was mich zur Eigeninitiative veranlasste. Das heisst, ich habe sie mit meinem Minidisc-Recorder digitalisiert und höre nun nur noch diese Version an, zwecks Schonung der über dreissigjährigen LP...

Veröffentlicht: 1983

Aufgenommen: 1983
Studio: Surrey Sound Studios, London

Original-Label: © WEA Musik Gmbh
Genre: Rock / New Wave


Meine Ausgabe:

Label: WEA Musik Gmbh
Tonträger: LP (WEA 24-0233-1-Y)

Produzent: Helen Schneider / Thomas Trask

Spielzeit: 40:54

Nr. TITEL KOMPONISTEN LÄNGE
01 A Love H. Schneider / T. Trask / B. Verno 03:37
02 A White Turning Black Thomas Trask / Johnny Rao 04:22
03 A Mystery Helen Schneider / Thomas Trask 03:27
04 A Breackout (Glass Cage) Thomas Trask / Johnny Rao 03:08
05 A Living On The Edge Helen Schneider / Johnny Rao 03:45
06 B Poor Little Rich Girl Helen Schneider / Buz Verno 03:06
07 B Jealousy Helen Schneider / Jon Riveiro 03:15
08 B The Stranger Jon Riveiro 03:48
09 B Altered State Helen Schneider / Thomas Trask 03:29
10 B I'm Losin' Helen Schneider / Thomas Trask 04:53
11 B Price Of Love (Live Tour '82) Don Everly / Phil Everly 04:04

23. Dezember 1952 in New York City, USA

Helen Schneider ist eine US-amerikanische Sängerin und Schauspielerin, die mehrheitlich in Deutschland lebt.

Helen Schneider begann ihre Karriere 1978 als Rockmusikerin. Bis 1984 hatte sie diverse Erfolge, vor allem in Deutschland, zu verzeichnen.
Schneider spielte danach auf verschiedenen Theaterbühnen sowie in bekannten Musicals mit.
Ihr musikalischer Stil veränderte sich über die Jahre vom Rock weg hin zu Jazz und Musical.

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© AngMoKio via Wikipedia DE

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Lauryn Hill

The Miseducation Of Lauryn Hill (1998)

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Lauryn Hill war bereits als Leadsängerin der Hip-Hop-Gruppe „Fugees“ zu Weltruhm gekommen, als sie sich 1997 entschloss ein Solo-Album aufzunehmen. Solche Solo-Projekte gehen nicht selten schief – Lauryn Hill aber schaffte mit diesem Album den Sprung in den Musik-Olymp.

Lauryn Hill hat alle Songs auf diesem Album selber geschrieben, und so erstaunt es dann auch nicht, dass es sich mitunter wie ein Tagebuchauszug anhört. Wenn es Lauryn schlecht ging, sie enttäuscht wurde oder ihr sonst etwas widerfuhr, schrieb sie einen Song darüber.
Nicht ganz unwesentlich zum unglaublich guten Groove dieser Scheibe beigetragen haben dürfte die Tatsache, dass sie unter anderem in den legendären Tuff Gong Studios in Kingston, Jamaica arbeiten konnte, in denen schon Bob Marley seine grossen Hits eingespielt hatte.
Trotz aller Tragik, die einigen Songs anhaftet, ist stets eine lockere und mitreissende Rhythmik und Atmosphäre zu spüren, die den Zuhörer mitten in die Songs hineinzieht.
Das Album lässt sich kaum einem bestimmten Genre zuweisen. Es herrscht ein stetiger Wechsel zwischen Soul, R&B, Reggae, Hip Hop und deren Mischformen. Lauryns kraftvolle Stimme klang nie besser und Ihre Texte haben eine Tiefe, wie sie in den 90er-Jahren kaum jemand zu bieten hatte.
Eines der Alben, die ich mir immer ganz durchhöre, weil es keine schwachen Songs darauf gibt.
Ein Werk, wie es einer Künstlerin im Leben wohl in dieser Perfektion nur einmal gelingt. Dies dürfte auch der Grund sein, weshalb Lauryn Hill gar nicht erst versucht hat, noch ein zweites Studioalbum herauszugeben…

Kurz: „The Miseducation of Lauryn Hill“ (der Album-Titel bezieht sich übrigens auf C. G. Woodsons Buch: „The Mis-Education of the Negro) ist eines der besten Alben der 90er-Jahre und eines meiner allerliebsten aus dieser Zeit.

Veröffentlicht: 25. August 1998

Aufgenommen: 1997 - 1998
Studio: RPM Studios / Chung King Studios / Sony Music Studios / Tuff Gong Studios…u.a.
Original-Label: Ruffhouse Records (Columbia), Philadelphia, USA

Genre: Soul / Hip Hop / R&B


Meine Ausgabe

Label: Ruffhouse Records (Columbia), Europa
Tonträger: Audio-CD (489843-2)

Produzent: Lauryn Hill / Vada Nobles / Che Pope

Spielzeit: 69:20

Nr. TITEL KOMPONISTEN LÄNGE
01 Intro Lauryn Hill 00:47
02 Lost Ones Lauryn Hill 05:33
03 Ex-Factor Lauryn Hill 05:26
04 To Zion (featuring Carlos Santana) Lauryn Hill 06:08
05 Doo Wop (That Thing) Lauryn Hill 05:19
06 Superstar L. Hill / J. Newton / J. Poyser 04:56
07 Final Hour Lauryn Hill 04:15
08 When It Hurts So Bad Lauryn Hill 05:42
09 I Used To Love Him (featuring Mary J. Blige) Lauryn Hill 05:39
10 Forgive Them Father Lauryn Hill 05:15
11 Every Ghetto, Every City Lauryn Hill 05:14
12 Nothing Even Matters (featuring D'Angelo) Lauryn Hill 05:49
13 Everything Is Everything Lauryn Hill / Johari Newton 04:58
14 The Miseducation Of Lauryn Hill Lauryn Hill / Tejumold Newton 04:17
15 Can't Take My Eyes Off You (Hidden Track) Bob Crewe / Bob Gaudio 03:41
16 Tell Him (Hidden Track) Lauryn Hill 04:38

26. Mai 1975 in South Orange, New Jersey, USA

Lauryn Hill ist eine US-amerikanische Sängerin, Songwriterin, Musikproduzentin und Schauspielerin.
Bekannt wurde Lauryn Hill als Mitglied der Hip-Hop-Band „Fugees“.
Ihr musikalisches Spektrum ist sehr vielschichtig und umfasst die Genres R&B, Soul, Hip-Hop, Folk und Reggae.

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© Lisa Liang via Wikipedia.org

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Shelby Lynne

Just A Little Lovin' (2008)

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Ich habe keine Ahnung wie das ablief, vielleicht stand die gute Shelby Lynne eines Morgens auf und sagte sich, so, nun mache ich mal was ganz Grosses, begab sich ins Tonstudio und nahm eines der genialsten Alben des neuen Jahrtausends auf.
Entstanden ist ein Konzeptalbum, wie ich es liebe. Der Kern der Songs basiert auf Cover-Versionen alter Dusty Springfield-Hits, und obwohl ich Dusty Springfield mag, was Frau Lynne hier gemacht hat, ist mehr als eine Huldigung. Sie hat es neu interpretiert, Seele und Herz hineingepackt und schlicht aus guten Songs unglaublich gute Songs gemacht.
Es ist über alles gesehen ein eher ruhiges, grooviges, zuweilen auch tieftrauriges Album geworden. Mit Stücken wie „Anyone Who Had A Heart“ oder „You Don't Have To Say You Love Me“.

Shelby Lynne ist hier etwas ganz Grosses gelungen, und obwohl die breite Öffentlichkeit dieses Meisterwerk kaum zur Kenntnis genommen hat, halte ich es für einzigartig und bemerkenswert!
Es läuft bei mir so drei- bis viermal im Monat, eine Nichteinhaltung dieser Kadenz führt zu Entzugserscheinungen...

Meine Lieblingssongs sind: Nr. 1 „Just A Little Lovin'“, Nr. 4 „I Only Want To Be With You“, Nr. 6 „Breakfast in Bed“ und Nr. 7 „Willie And Laura Mae Jones“.

Veröffentlicht: 29. Januar 2008

Aufgenommen: Januar 2007
Studio: Capitol Studio A, Los Angeles, Kalifornien

Original-Label: Lost Highway Records
Genre: Country / Pop / Blues Rock


Meine Ausgabe:

Label: Analogue Productions (CAPP 041 SA)
Tonträger: SACD Hybrid Layer

Produzent: Phil Ramone

Spielzeit: 39:03

Nr. TITEL KOMPONISTEN LÄNGE
01 Just A Little Lovin' Barry Mann / Cynthia Weil 05.19
02 Anyone Who Had A Heart Burt Bacharach / Hal David 03:13
03 You Don't Have To Say You Love Me P. Donaggio / V. Pallavicini / S. Napier-Bell / V. Wickham 04:11
04 I Only Want To Be With You Mike Hawker / Ivor Raymonde 03:50
05 The Look Of Love Burt Bacharach / Hal David 03:21
06 Breakfast In Bed Eddie Hinton / Donnie Fritts 03:21
07 Willie And Laura Mae Jones Tony Joe White 04:08
08 I Don't Want To Hear It Anymore Randy Newman 04:37
09 Pretend Kostas Lazarides / Raul Malo 03:06
10 How Can I Be Sure Felix Cavaliere / Eddie Brigati 03:37

22. Oktober 1968 in Quantico, USA

Shelby Lynne ist eine US-amerikanische Sängerin und Songwriterin. Ihr Stil ist geprägt von Country, Rock und Blues. Markant ist ihre contralto Stimmlage, die sehr selten ist.

Shelby Lynne hat ihre Karriere 1987 begonnen. Im Jahr 2010 gründete sie ihr eigenes Label mit dem Namen Everso Records. Ab und zu ist sie auch in kleineren Filmrollen zu sehen, so spielte sie beispielsweise im Film „Walk the Line“ Johnny Cash’s Mutter.

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© Justin Higuchi via Wikipedia.org

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