Nicht alles, das alt ist, wird automatisch zum Klassiker. Manches ist einfach veraltet und wirkt auf den heutigen Zuschauer irritierend oder schlicht langweilig.

Was einen Film zum Klassiker macht, ist schwer zu sagen - vermutlich eine Mischung aus interessanter Story, Nostalgie und zeitloser Thematik. Gute Zugpferde sind natürlich auch die handelnden Filmstars.

Ich mag die Atmosphäre, die in vielen alten Filmen herrscht und das altertümliche Flair, das einen in eine vergangene Zeit entführt.

Viel Spass beim Entdecken meiner liebsten Klassiker!

Früchte des Zorns

1940 (The Grapes Of Wrath)

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Es gibt nicht viele Filme, die auch nur ansatzweise an ihre jeweilige Buchvorlage heranreichen, dieses Werk ist eine der löblichen Ausnahmen.
John Ford, der ja vor allem als Regisseur von genialen Western bekannt ist, hat hier sein ganzes Können hineingelegt und einen spannenden, differenzierten und mitreissenden Film geschaffen, der dank eines Henry Fonda in Bestform zum Meisterwerk wurde. Da mag man dann auch den, dem Zeitgeist geschuldeten, pathetischen Schluss verzeihen…

Tom Joad kommt, nach Jahren im Gefängnis, zurück in sein Elternhaus, einer Farm in Oklahoma. Diese findet er aber verlassen vor. Von Nachbarn erfährt er, dass die Farmer von Grossgrundbesitzern von ihrem Land vertrieben wurden.
Nachdem er seine Familie wieder gefunden hat, verlassen sie Oklahoma mit dem Ziel Kalifornien. Dort sollen Pflücker gesucht werden.
Auf der Suche nach Arbeit und etwas Glück, macht sich die Familie Joad und viele Tausende andere „Okies“ auf in das gelobte Land, doch der Weg dahin ist weit, und das vermeintliche Paradies entpuppt sich als nicht so friedlich und sicher, wie erhofft…

Originaltitel: The Grapes of Wrath

Produktionsland: USA
Produktionsfirma: Twentieth Century Fox Film Corporation
Produzenten: Darryl F. Zanuck

Jahr: 1940
Länge: 128 Minuten

Sub-Genre: Sozialdrama / Familiengeschichte

Regie: John Ford
Drehbuch: Nunnally Johnson
Romanvorlage: „The Grapes of Wrath“ von John Steinbeck (1939)
Musik: Alfred Newman

Kamera: Gregg Toland
Schnitt: Robert L. Simpson

Besetzung:

Henry Fonda …. Tom Joad
Jane Darwell …. Mutter Joad
Russell Simpson …. Vater Joad
John Carradine …. Jim Casy
Charley Grapewin …. Grossvater Joad…u.a.

Drehorte:

Los Angeles, Kalifornien, USA
Laguna Pueblo, New Mexico, USA
McAlester, Oklahoma, USA
Petrified national Park, Arizona, USA
Santa Rosa, New Mexico, USA
20th Century Fox Studios, Los Angeles, Kalifornien, USA

Aspect Ratio: 1.37:1 (11:8 – Academy Standard-Format für Kino-Filme von 1932-1953)

Sound Mix: Mono

Mein Freund Harvey

1950 (Harvey)

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Es ist äusserst schwer, sich dem Charme dieses Klassikers zu entziehen – aber wer will das auch?
Das Stück lief jahrelang mit grossem Erfolg am Broadway. Es war eine glückliche Fügung, dass viele der in diesem Film auftretenden Schauspieler ihre Figuren schon auf der Theaterbühne verkörpert hatten. Dazu gehörte auch James Stewart, der als Urlaubsvertretung die Rolle des Elwood P. Dowd am Broadway spielte. Diese Bühnenharmonie ist dem Film deutlich anzumerken. Zusätzlich hatte man glücklicherweise das Theaterstück praktisch unverändert verfilmt.
Kosters Inszenierung wirkt trotz der etwas absurden Grundhandlung zu keiner Zeit albern oder unecht. Vielmehr sieht man als Zuschauer mit fortlaufender Spielzeit Harvey immer deutlicher neben Elwood sitzen.
James Stewart spielt grossartig, wird aber noch von seiner Kollegin Josephine Hull, die Elwoods Schwester verkörpert, überflügelt. Hull war eine renommierte Broadway-Schauspielerin und ist in ihrer Rolle als leicht hysterische Veta Louise die perfekte Besetzung. Sie erhielt dafür auch zu Recht den Oscar als beste Nebendarstellerin.
Ein Film, der einfach Spass macht und den ich mir immer wiedermal ansehen kann – ein grosser Klassiker eben…

Elwood P. Dowd ist ein gutmütiger Menschenfreund, der nur ein Problem hat, das ihn für seine Mitmenschen etwas unheimlich macht: Er hat einen Freund namens Harvey. Harvey ist ein über zwei Meter grosser Hase, den aber ausser Elwood niemand sehen kann…
Die im selben Haus lebende Schwester leidet sehr unter Harvey und befürchtet, solange Elwood unter dieser Besessenheit leide, sei es schlicht unmöglich, einen geeigneten Ehemann für ihre Tochter Myrtle Mae zu finden.
Der Plan, Elwood in ein Sanatorium einzuweisen, scheitert, da es zu einer Verwechslung kommt und anstelle von Elwood seine Schwester für eine Nacht eingewiesen wird. Das daraus entstehende Chaos bringen Elwood und Harvey aber keineswegs aus der Ruhe – vielmehr machen sie sich daran, das Durcheinander für alle Beteiligten zu einem guten Ende zu bringen…

Originaltitel: Harvey

Produktionsland: USA
Produktionsfirma: Universal International Pictures
Produzenten: John Beck

Jahr: 1950
Länge: 104 Minuten

Sub-Genre: Tragikkomödie / Fantasy

Regie: Henry Koster
Drehbuch: Mary Chase / Oscar Brodney / Myles Connolly
Musik: Frank Skinner

Kamera: William H. Daniels
Schnitt: Ralph Dawson

Besetzung:

James Stewart …. Elwood P. Dowd
Josephine Hull …. Veta Louise Simmons
Peggy Dow …. Schwester Kelly
Charles Drake …. Dr. Sanderson
Cecil Kellaway …. Dr. Chumley
Victoria Horne …. Myrthle Mae Simmons…u.a.

Drehorte: Universal Studios, Universal City, Kalifornien, USA

Aspect Ratio: 1.37:1 (11:8 – Academy Standard-Format für Kino-Filme von 1932-1953)

Sound Mix: Mono

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© Universal Pictures Home


BILD ✪✪✪✪✪✪

Das Bildseitenverhältnis liegt in 1.37:1 (11:8) vor.
Wir haben es hier mit einer sehr guten Bildumsetzung zu tun. Der Schärfegrad ist mit nur wenigen Ausnahmen auf sehr hohem Level. Es ist ein dezent und nie störendes Filmkorn zu sehen. Der beeindruckend Kontrast sowie der Schwarzwert machen deutlich, dass man hier recht hohen Aufwand in die Bildrestauration gesteckt hat.
Alles in allem eine sehr gute HD-Bildqualität, der man das Alter kaum anmerkt.

TON ✪✪✪✪✪✪

Das Tonformat liegt in DTS 2.0 Mono vor.
Der Tonumsetzung hört man das Alter dann schon deutlicher an. Der etwas dumpf wirkende Mono-Ton lässt natürlich keinerlei Räumlichkeit oder Dynamik aufkommen. Die Dialoge sind aber jederzeit bestens zu verstehen, zudem gibt es so gut wie kein Hintergrundrauschen zu hören.
Beim Ton war nicht viel mehr zu erwarten. So gesehen eine durchschnittliche Umsetzung mit Luft nach oben…


FAZIT

Die technische Umsetzung dieser Blu-ray kann vor allem beim Bild überzeugen. Die Tonumsetzung erreicht immer noch befriedigende Werte.

Hokuspokus

1953

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Hokuspokus ist eine dieser Filmperlen, bei denen man sich immer wieder wundert, wie wenig bekannt der Streifen doch ist.
Dabei beinhaltet das Werk alles, was einen guten Film auszeichnet: Spannung, Wortwitz, Ironie, Atmosphäre, Humor, Dramatik, eine ausgefeilte Handlung und nicht zuletzt eine unglaubliche, schauspielerische Leistung. Die Dialoge gehören zudem zu den besten überhaupt.
Für mich gehört dieses Meisterwerk zu den Top 10 der besten deutschen Filme, die je gedreht wurden.

Agda Kjerulf steht vor Gericht. Sie wird angeschuldigt, ihren Ehemann bei einem gemeinsamen Bootsausflug umgebracht zu haben. Die Beweislage ist derart erdrückend, dass ihr Anwalt sein Mandat niederlegt.
Es taucht der mysteriöse Peer Bille auf, der nun mit viel Pfiff und Witz die Verteidigung aufnimmt. Dieser wird während der Verhandlung allerdings als Geliebter der Angeklagten entlarvt. Alle Indizien scheinen nun ihn als Mörder zu überführen, oder ist doch alles ganz anders gewesen…?

Originaltitel: Hokuspokus

Produktionsland: Bundesrepublik Deutschland
Produktionsfirma: Domnick Filmproduktion (DFP)
Produzenten: Hans Domnick

Jahr: 1953
Länge: 89 Minuten

Sub-Genre: Gerichtsfilm / Kriminalfilm

Regie: Kurt Hoffmann
Drehbuch: Curt Goetz
Musik: Franz Grothe

Kamera: Richard Angst
Schnitt: Fritz Stapenhorst

Besetzung:

Curt Goetz …. Peer Bille
Valerie von Martens …. Agda Kjerulf
Hans Nielsen …. Gerichtspräsident
Ernst Waldow …. Staatsanwalt
Erich Ponto …. Mr. Arthur Graham…u.a.

Drehorte: Filmatelier Göttingen, Niedersachsen

Aspect Ratio: 1.37:1 (11:8 – Academy Standard-Format für Kino-Filme von 1932-1953)

Sound Mix: Mono

Die Ferien des Monsieur Hulot

1953 (Les Vacances de M. Hulot)

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Allein für die Eingangssequenz, mit den auf dem Bahnhof umher rennenden Passagieren, hätte sich Jacques Tati einen Oscar verdient. Das ist urkomisch und ausgezeichnet beobachtet!
Überhaupt zeichnet genau diese Fähigkeit der exakten Beobachtung Tatis grosse Stärke aus. Er verstand es wunderbar, die kleinen Macken der Leute zu finden und dann filmisch zu zelebrieren. Diese ganzen Figuren in diesem Film, denen man da am Strand und im Hotel begegnet, wird man so oder ähnlich in jedem x-beliebigen Ferienort wiederfinden. Und genau dieser Wiedererkennungseffekt machen Tatis Werk so charmant und amüsant. Die etwas tölpelhafte Figur des Monsieur Hulot dient dabei lediglich als Bindeglied zwischen den einzelnen Charakteren.
Das Wichtigste in einer solchen Slapstick-Komödie ist, nebst den originellen Einfällen, das punktgenaue Timing - und das beherrscht Jacques Tati wie kaum ein Zweiter. Einzig Charlie Chaplin oder ansatzweise Loriot können hier als Referenzen noch mithalten.
Dass das Ganze dann auch noch in Stummfilmmanier mit minimalstem Dialog verfilmt wurde, erhöht den cineastischen Reiz umso mehr…

Monsieur Hulot ist wie viele andere auf dem Weg in die Sommerferien. Im beschaulichen Örtchen in der Bretagne eingetroffen, findet Monsieur Hulot ein Zimmer unter dem Dach des Hôtel de la Plage.
Schnell wird klar, dass Hulot, mit seiner unkonventionellen, etwas linkischen Art, so gar nicht zu den übrigen biederen Feriengästen passt. Hulot ist aber auch wirklich vom Pech verfolgt und stolpert ohne Unterlass von einem Missgeschick ins nächste!
Nicht nur bringt er die Hotelgäste regelmässig um ihren wohlverdienten Schlaf, er schafft es auch, durch seine Vorliebe für laute Jazz-Musik und seinen extravaganten Tennisstil so manchen zur Verzweiflung zu treiben.
Während die meisten Strandgäste Hulot ignorieren, findet die von allen umschwärmte Strandschönheit Martine jedoch gefallen am liebenswerten Chaoten - und so sieht es aus, als könnten Monsieur Hulots Ferien doch noch interessant werden…

Originaltitel: Les Vacances de Monsieur Hulot

Produktionsland: Frankreich
Produktionsfirma: Discina Film / Cady Films / Specta Films
Produzenten: Fred Orain

Jahr: 1953
Länge: 110 Minuten

Sub-Genre: Slapstick-Komödie / Gesellschaftskomödie

Regie: Jacques Tati
Drehbuch: Jacques Tati / Henri Marquet / Pierre Aubert / Jacques Lagrange
Musik: Alain Romans

Kamera: Jacques Mercaton / Jean Mousselle
Schnitt: Jacques Grassi / Jean Mousselle

Besetzung:

Jacques Tati …. Monsieur Hulot
Nathalie Pascaud …. Martine
Michele Rolla …. Martines Tante
Valentine Camax …. Die Engländerin
Louis Perrault …. Monsieur Fred
Lucien Frégis …. Hotelgastwirt…u.a.

Drehorte:

Saint-Marc-sur-Mer, Loire-Atlantique, Frankreich
Argentan, Orne, Frankreich
Studios de Boulogne-Billancourt, Hauts-de-Seine, Frankreich

Aspect Ratio: 1.37:1 (11:8 – Academy Standard-Format für Kino-Filme von 1932-1953)

Sound Mix: Mono

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BILD ✪✪✪✪✪

Das Bildseitenformat liegt in s/w 1.37:1 (11:8 – Academy Standard-Format für Kino-Filme von 1932-1953) vor.
Es ist ziemlich beeindruckend, was man aus dem über sechzigjährigen Bild noch herausgeholt hat. Der Schärfewert ist auf sehr gutem Level. Nur in ganz seltenen Fällen wird das Bild minimal weicher. Die Kontraste sind ebenfalls hervorragend ausgefallen und auch der Schwarzwert kann überzeugen.
Das schwarz/weiss-Bild sieht sauber und frisch aus, ohne Defekte oder Verschmutzungen.
Wir haben es hier mit einer ausgezeichneten Blu-ray-Umsetzung zu tun, die dem Film voll und ganz gerecht wird!

TON ✪✪✪✪✪

Der Ton liegt in DTS-HD Master 2.0 Mono vor.
Da der Film kaum Dialoge aufweist und der Held der Geschichte exakt ein einziges Wort von sich gibt (seinen Namen: „Hulot“), empfiehlt es sich, den Streifen im französischen Originalton, allenfalls mit deutschem Untertitel, anzusehen.
Der Ton wird in diesem Werk als künstlerisches Stilmittel gehandhabt. Aus diesem Grund funktioniert diese etwas eingeschränkte Mono-Ton-Umsetzung.
Die Tonbalance ist ausgezeichnet. Die Umsetzung hilft der Geschichte, die nötige Atmosphäre aufzubauen, und die kongeniale Filmmusik von Alain Romans trägt das Ihre dazu bei, aus dem Werk ein unvergessenes Filmvergnügen zu machen.

FAZIT

Ein Meisterwerk in nahezu perfekter HD-Umsetzung!

HD-Soldat Läppli

1959

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Die Figur des HD-Soldaten Läppli ist die Schweizer Adaption von Jaroslav Hašeks bravem Soldaten Schwejk und gehört in der Schweiz seit mehr als einem halben Jahrhundert zur Volkskultur. Das hatte sich Alfred Rasser wohl nicht gedacht, als er 1945 Hašeks Figur auf Schweizer Verhältnisse umschrieb.
Der HD-Soldat Läppli war erst eine reine Theater-Figur, bevor sie 1954 mit dem Kurzfilm „Läppli am Zoll“ die Kinoleinwand eroberte und damit dem Massenpublikum direkt ins Herz sprang. Der erfolgreichste Streifen war dann der 1959 erschienene Film, um den es in dieser Rezension geht.

Alfred Rasser war ein sehr politischer Mensch und der Obrigkeit und speziell dem Militär gegenüber sehr kritisch eingestellt. Keine Frage also, dass auch seine Läppli-Figur mit seiner unschuldig-subversiven Art dieser Obrigkeit gekonnt den Spiegel vorhält. Dies geschieht jedoch auf derart liebenswerte und urkomische Weise, dass Alfred Rasser sich, und das ist in der Tat erstaunlich, damit kaum Feinde gemacht hat.
Es gibt so gut wie nichts, über das sich Läppli mit seiner tollpatschigen Art nicht lustig machen würde: Sei es die militärische Hierarchie oder die übertriebene Disziplin.
Erstaunlich ist, dass die Geschichte an sich kaum der Rede wert wäre. Sie lebt einzig und allein durch Rassers pointierte Sprache und der liebenswerten Hauptfigur, die sich als Antiheld durch die Irrungen und Wirrungen des Schweizer Militärs schlägt. Timing und Inszenierung sind perfekt, und so wurde aus einem, auf den ersten Blick, harmlosen Streifen einer der subversivsten und nachhaltigsten Klassiker des Schweizer Films.

Wir schreiben das Jahr 1939. Theophil Läppli sitzt in Untersuchungshaft, da man ihn irrtümlich wegen antimilitärischer Reden inhaftiert hatte.
Als der Irrtum endlich geklärt ist, hat Läppli aber bereits die nationale Kriegsmobilmachung verpasst und rückt zu spät ein. Endlich in der Kaserne angekommen, wird er gleich mal zur psychiatrischen Begutachtung geschickt und landet schliesslich bei der HD-Truppe (Hilfsdienst). Er wird dem Oberleutnant Clermont als Offiziersordonnanz zugeteilt. Es dauert nicht lange, bis Läppli mit seiner schusseligen Art das Leben seines Vorgesetzten gehörig durcheinander bringt. Es folgen Strafversetzungen - und noch mehr Chaos…

Originaltitel: HD-Soldat Läppli

Produktionsland: Schweiz
Produktionsfirma: Gloria Film AG
Produzenten: Pierre Bachmann

Jahr: 1959
Länge: 111 Minuten

Sub-Genre: Klassiker / Komödie / Satire

Regie: Alfred Rasser
Drehbuch: Alfred Rasser / Ferdinand Vaucher
Musik: Hans Moeckel

Kamera: Hans Schneeberger
Schnitt: Walter Kägi

Besetzung:

  • Alfred Rasser .... HD-Soldat Läppli
  • Fraz Matter .... Korporal Mathys
  • Bernard Junod .... Oberleutnant Marc Clermont
  • Otto Wiesely .... Fritz Mislin
  • Immy Schell .... Alice Brodbeck...u.a.


Drehorte:

  • Basel, Schweiz
  • Schaffhausen, Schweiz
  • Laufen, Schweiz

Aspect Ratio: 1.37:1 (11:8 – Academy Standard-Format für Kino-Filme von 1932-1953)

Sound Mix: Mono

Mr. Hobbs macht Ferien

1962 (Mr. Hobbs Takes a Vacation)

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James Stewart war ein äusserst wandelbarer Schauspieler, egal ob in Hitchcock-Thrillern, Western oder in Gesellschaftskomödien, wie der hier vorliegenden, verstand er es ausgezeichnet, seine Figuren glaubhaft und einfühlsam umzusetzen. "Mr. Hobbs macht Ferien" mag auf den ersten Blick als einfach gestrickte Familiengeschichte durchgehen. Betrachtet man es aber etwas genauer und vor allem auch im Kontext der Zeit (1962), wird erst deutlich, wie modern und zuweilen auch provokativ das Familienbild hier hinterfragt wird. Überhaupt vermag der Streifen mit sehr feinem Humor und leichter Ironie zu überzeugen. Und für gute Unterhaltung ist hier allemal bestens gesorgt. Szenen, wie der ewige Kampf mit der Wasserpumpe oder der ornithologische Ausflug, werden sich wohl nie mehr aus meinen Gehirnwindungen entfernen lassen.
Ein wunderbarer Klassiker mit einem gut aufgelegten James Stewart.

Roger Hobbs (James Stewart) möchte sich in den kommenden Ferien erholen und plant daher Urlaub zu zweit nur mit seiner Frau. Da hat er die Rechnung aber ohne seine Frau (Maureen O’Hara) gemacht, die organisiert Familienferien für die ganze Familie plus Anhang in einem Ferienhaus am Meer.
Es gibt da nur drei kleine Probleme, erstens die Familie, zweitens entpuppt sich das Ferienhaus als Bruchbude und drittens gibt es da eine Wasserpumpe, die gerade auf Roger Hobbs gewartet hat…

Originaltitel: Mr. Hobbs Takes a Vacation

Produktionsland: USA
Produktionsfirma: 20th Century Fox
Produzenten: Marvin A. Gluck / Jerry Wald

Jahr: 1962
Länge: 116 Minuten

Sub-Genre: Gesellschaftskomödie

Regie: Henry Koster
Drehbuch: Nunnally Johnson
Romanvorlage: Edward Streeter (Mr. Hobbs‘ Vacation)
Musik: Henry Mancini

Kamera: William C. Mellor
Schnitt: Marjorie Fowler

Besetzung:

James Stewart …. RogerHobbs
Maureen O’Hara …. Peggy Hobbs
Fabian …. Joe Carmody
Lauri Peters …. Katey Hobbs
John Saxon …. Byron Grant
Lili Gentle …. Janie Grant…u.a.

Drehorte:

Newport Beach & Laguna Beach, Kalifornien, USA
20th Century Fox Studios, Los Angeles, Kalifornien, USA

Aspect Ratio: 2.35:1 (CinemaScope)

Sound Mix: Mono

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BILD ✪✪✪✪✪✪

Das Bildseitenformat liegt in 2.35:1 (21:9 CinemaScope) vor.
Anders als der mit vielen Verschmutzungen und Bilddefekten behaftete Vorspann vermuten lässt, wird hier eine ausgezeichnete HD-Bildqualität geboten.
Die Grundschärfe ist auf einem sehr beachtlichen Level, die Farben sehr natürlich und kräftig, auch beim Kontrast gibt es nichts zu meckern.
Es ist zwar stetig ein leichtes Filmkorn sichtbar, dies ist aber kaum störend.
Eine ausgezeichnete Bildrestauration hat man diesem schönen Klassiker verpasst. Diese Blu-ray-Ausgabe ist deshalb der DVD-Version klar vorzuziehen.

TON ✪✪✪✪✪✪

Das Tonformat liegt in PCM 2.0 vor.
Dem deutschen Ton hört man das Alter dann schon bedeutend besser an.
Die Dialoge sind zwar jeder Zeit gut zu verstehen, wirken aber etwas dumpf. Der ganzen Tonumsetzung fehlt es an Dynamik und vor allem die Basston-Umsetzung ist mangelhaft.
Räumlichkeit kommt so logischerweise keine auf, aber es gibt wenigstens keine Tonfehler oder Probleme mit der Balance.

FAZIT

Eine, vor allem beim Bild, sehr ansprechend ausgefallene HD-Umsetzung, die dem Klassiker Ehre erweist!

Abenteuer in Rio

1964 (L'Homme de Rio)

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Jean-Paul Belmondo war bereits ein grosser Star des französischen Kinos, als er mit Philippe de Broca diese kurzweilige, rasant inszenierte und atmosphärisch grossartige Abenteuer-Komödie abdrehte.
Philippe de Broca liess sich nach eigenen Aussagen von Hergés „Tim und Struppi-Reihe“ inspirieren und seine Filme wiederum waren ihrerseits Vorbild für unzählige spätere Abenteuerfilme.
Die erfolgreiche Comic-Vorlage wird immer wieder deutlich. Sei es durch Kameraeinstellungen die sehr stark an die Zeichnungen Hergés erinnern oder durch die rasanten Handlungsverläufe. Wer die „Tim und Struppi-Comics“ kennt, wird in der Geschichte eindeutig Werke wie „Der Arumbaya-Fetisch“ oder „Der Schatz Rackhams des Roten“ wiedererkennen.
Eindrücklich sind die perspektivisch interessanten Aufnahmen der damals gerade im Entstehen begriffenen Retorten-Stadt Brasilia ausgefallen, die hervorragend zur etwas surrealen Grundhandlung passen.
Jean-Paul Belmondo kann aus dem Vollen schöpfen, was seine Action-Einlagen anbelangt, und Catherine Deneuves grosse Schwester Françoise Dorléac spielt seine leicht nervige Freundin grossartig!
Alles in allem ein Streifen, der bei mir mit vielen Kindheitserinnerungen verknüpft ist, und den ich mir auch heute immer wieder gerne ansehe!

Der französische Luftwaffen-Soldat Adrien Dufourquet bekommt Urlaub und freut sich darauf, endlich seine Freundin Agnès wiederzusehen. In Paris angekommen, wird er gerade Zeuge, wie Agnès von dubiosen Gestalten entführt wird. Adrien nimmt die Verfolgung auf, und ehe er sich versieht, sitzt er in einem Flugzeug nach Rio de Janeiro. Dort angekommen, gelingt es ihm auf halsbrecherische Weise, Agnès aus den Fängen der Ganoven zu befreien. Agnès denkt aber nicht im Entferntesten daran, wieder nach Frankreich zurückzukehren, sondern überredet Adrien, mit ihr die Verfolgung der Diebe aufzunehmen, die eine wertvolle Statuette aus dem Pariser Völkerkundemuseum gestohlen haben.
Die Verfolgung führt die beiden nach Brasilia, wo Agnès zum zweiten Mal entführt wird. Die Entführer haben aber nicht mit der Hartnäckigkeit Adriens gerechnet, der die Bande bis in die Tiefen Amazoniens verfolgt…

Originaltitel: L’Homme de Rio

Produktionsland: Frankreich / Italien
Produktionsfirma: Dear Film Produzione / Les Filmes Ariane / Les Productions Artistes Associés
Produzenten: Georges Dancigers / Alexandre Mnouchkine

Jahr: 1964
Länge: 110 Minuten

Sub-Genre: Abenteuer-Komödie

Regie: Philippe de Broca
Drehbuch: Philippe de Broca / Daniel Boulanger / Ariane Mnouchkine / Jean-Paul Rappeneau
Musik: Georges Delerue

Kamera: Edmond Séchan
Schnitt: Françoise Javet

Besetzung:

Jean-Paul Belmondo …. Adrien Dufourquet
Françoise Dorléac … Agnès Villermosa
Jean Servais …. Prof. Norbert Catalan
Adolfo Celi …. De Castro
Ubiracy De Oliveira …. Sir Winston…u.a.

Drehorte:

Paris, Frankreich
Rio de Janeiro, Brasilien
Brasilia, Brasilien
Amazonas, Brasilien

Aspect Ratio: 1.66:1 (15:9 Von Paramount entwickelt 1953)

Sound Mix: Mono

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© Fernsehjuwelen


BILD ✪✪✪✪✪✪

Das Bildseitenverhältnis liegt in 1.66:1 (15:9 - 1953 von Paramount entwickelt) vor.
Die Grundschärfe ist etwas inkonsistent und nicht ganz so gut, wie man das aus vergleichbaren Produktionen kennt. Dennoch kann man aber von einer guten bis sehr guten HD-Umsetzung sprechen. Es ist deutlich zu sehen, dass hier eine Neuabtastung vorgenommen worden ist. Verschmutzungen sind keine zu sehen und auch die Kontraste sind im ansprechenden Bereich.
Die Farben sind etwas blass und leicht verwaschen ausgefallen.

TON ✪✪✪✪✪✪

Das Tonformat liegt in DTS-HD Master 2.0 vor.
Obwohl wir es hier mit einem HD-Ton zu tun haben, konnte mich diese Mono-Umsetzung nicht vom Hocker hauen. Im Gegenteil, die Dynamik ist äusserst eingeschränkt und die Balance zwischen Musik und Dialogen nicht ideal ausgefallen.
Räumlichkeit kommt logischerweise auch keine auf.
Alles in allem eine eher bescheidene Tonumsetzung, die der rasanten Handlung nicht gerecht werden kann…

FAZIT

Eine sehr gute technische Bildumsetzung. Die Tonumsetzung kann leider nicht das selbe Niveau erreichen, ist aber immer noch ansprechend ausgefallen.

Ein seltsames Paar

1968 (The Odd Couple)

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Ein seltsames Paar lief 1965 sehr erfolgreich als Broadwayshow, bevor sie dann 1968 verfilmt wurde.
Matthau und Lemmon in einer ihrer Paraderollen. Selten harmonierten sie besser zusammen (trotz aller Disharmonie) und selten war die Gagdichte so gross. Die Rollen waren ihnen gewissermassen auf den Leib geschrieben und wirkte deshalb auch selbst in Extremsituationen sehr glaubhaft und echt.

Ein seltsames Paar ist eine meiner liebsten Komödien.

Der sehr chaotische und wenig auf Ordentlichkeit bedachte Oscar (Walter Matthau) geniesst sein Single-Dasein mit Pokerrunden und allem, was dazu gehört.
Als sein Freund Felix (Jack Lemmon) von seiner Frau verlassen wird und in einem psychischen Tief steckt, nimmt Oscar ihn aus Mitleid bei sich auf.
Felix ist das pure Gegenteil von Oscar. Er ist ein penibler Ordnungs- und Sauberkeitsfanatiker. Das muss zu Konflikten führen. Die beiden gehen sich gegenseitig so lange auf die Nerven, bis die Geschichte aus dem Ruder zu laufen beginnt…

Originaltitel: The Odd Couple

Produktionsland: USA
Produktionsfirma: Paramount Pictures
Produzenten: Howard W. Koch

Jahr: 1968
Länge: 105 Minuten

Sub-Genre: Gesellschaftskomödie

Regie: Gene Saks
Drehbuch: Neil Simon
Musik: Heal Hefti

Kamera: Robert B. Hauser
Schnitt: Frank Bracht

Besetzung:

Jack Lemmon …. FelixUngar
Walter Matthau …. Oscar Madison
John Fiedler …. Vinnie
Herb Edelman …. Murray
David Sheiner …. Roy

Drehort: New York City

Aspect Ratio: 2.35.1 ( 21:9 - Neues CinemaScope-Format - Panavision)

Sound Mix: Mono

So wie wir waren

1973 (The Way We Were)

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Sidney Pollack hatte gerade den bemerkenswerten Western Jeremiah Johnson mit Robert Redford abgedreht, als er als Regisseur für „So wie wir waren „ gewählt wurde.
Es war ein hartes Stück Arbeit, Redford davon zu überzeugen, in diesem Beziehungsdrama mitzuwirken. Die Rolle als eher oberflächlicher Sonnyboy, wurde von Redford als schwach und etwas platt empfunden. Zweifelsfrei hatte er insofern recht, als dass die weibliche Hauptrolle in diesem Film eindeutig die gehaltvollere war. Barbra Streisand verkörpert die politische Aktivistin und Aussenseitern kongenial. Es musste für Redford eine Herausforderung gewesen sein, dagegen anzuspielen. Redford wäre aber nicht Redford, wenn er das nicht ebenso engagiert wie überzeugend geschafft hätte.

„So wie wir waren“ geht weit über eine einfache Beziehungsgeschichte hinaus. Der historisch/politische Hintergrund mit Weltkrieg und McCarthy-Ära ist allgegenwärtig.
Sidney Pollack ist ein Meister für subversive, mit feiner Klinge inszenierte, zeitgeschichtliche Filme. Und so wurde aus einer auf den ersten Blick einfachen Liebesgeschichte, zusammen mit der eindringlichen Spielweise der beiden Hauptdarsteller und dem Oscar-prämierten Soundtrack, ein subtiles Meisterwerk, das heute ohne zu zögern zu den zeitlosen Klassikern zu zählen ist!

Die Unterschiede könnten grösser kaum sein, zwischen der jüdischen Kommunistin Katie Morosky und dem Sonnyboy Hubbell Gardiner aus reichem Haus. Trotz aller Gegensätze fühlen sich die beiden bereits während ihrer gemeinsamen Studienzeit in der 30er-Jahren zueinander hingezogen.
Nach dem Studium verlieren sie sich aus den Augen, um einige Jahre später zufällig in einer Bar in New York City wieder aufeinander zu treffen. Mittlerweile ist Krieg und Hubbell ist Marineoffizier, während Katie als Radio-Redaktorin arbeitet. Es entwickelt sich eine Liebesbeziehung. Nach dem Krieg arbeitet Hubbell als Drehbuchautor für Hollywood. Sie ziehen zusammen nach Kalifornien, um ein gemeinsames Leben zu beginnen. Trotz aller Liebe, können beide nicht aus ihrer Haut, und die Konflikte lassen nicht lange auf sich warten…

Originaltitel: The Way We Were

Produktionsland: USA
Produktionsfirma: © Columbio Pictures Corporation
Produzenten: Ray Stark

Jahr: 1973
Länge: 118 Minuten

Sub-Genre: Liebesdrama / Klassiker / Beziehungsfilm

Regie: Sydney Pollack
Drehbuch: Arthur Laurents
Musik: Marvin Hamlisch

Kamera: Harry Stradling Jr.
Schnitt: John F. Burnett

Besetzung:

  • Barbra Streisand …. Katie Morosky
  • Robert Redford …. Hubbell Gardiner
  • Bradford Dillman …. J.J.
  • Lois Chiles …. Carol Ann
  • Patrick O’Neal …. George Bissinger
  • Sally Krikland …. Sally Dunbar…u.a.

Drehorte:

  • Manhattan, New York City, USA
  • Schenectady, New York, USA
  • Malibu, Kalifornien, USA
  • Stage 21, Warner Brothers Studios, Burbank, Kalifornien, USA

Aspect Ratio: 2.35:1 (21:9 – Neues CinemaScope)

Sound Mix: Mono

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© Sony Pictures Home


BILD ✪✪✪✪✪

Das Bildseitenverhältnis liegt in 2.40:1 (12:5 CinemaScope) vor.
Wir haben es hier mit einer eindeutig bearbeiteten Bildumsetzung zu tun. Der Schärfewert bewegt sich vor allem bei Close-ups auf beachtlichem Niveau. Leider gibt es auch immer wieder Unschärfen zu sehen, die vermutlich auf schlechte Fokussierung zurückzuführen sind.
Die Farben sind sehr intensiv, und der Schwarzwert ist im guten Bereich. In dunklen Szenen werden zuweilen Inhalte etwas verschluckt.
Alles in allem eine beachtliche Bildumsetzung, die alles bis jetzt Gewesene in den Schatten stellt.

TON ✪✪✪✪✪✪

Das Tonformat liegt in Dolby Digital 5.1 vor.
Ein Film aus dem Jahre 1973 mit einer deutschen Surround-Tonspur ist eine wahre Rarität. Und das Sounderlebnis ist dann auch deutlich besser als bei vergleichbaren Produktionen aus dieser Zeit. Allerdings findet der Film mehrheitlich auf den Frontkanälen statt, die Sourroundkanäle werden nur beim Soundtrack eingesetzt.
Die Dialoge sind jederzeit bestens zu verstehen. Die Dynamik ist in Ordnung und die Tonbalance sehr gut ausgefallen.
Die Tonumsetzung erreicht nicht ganz die Klasse der Bildumsetzung.

FAZIT

Die Blu-ray-Umsetzung ist, vor allem beim Bild, sehr gut ausgefallen!

Die Schweizermacher

1978

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Nie zuvor, und auch nicht mehr danach, wurde das Schweizer Spiessbürgertum köstlicher und satirischer aufs Korn genommen, als in diesem wunderbaren Streifen.
Emils erste Kino-Hauptrolle wurde ein voller Erfolg, wobei ehrlichkeitshalber gesagt werden muss, dass der geniale Walo Lüönd an seiner Seite dafür die Hauptverantwortung trägt. Wie Lüönd den biederen und engstirnigen Beamten verkörpert, ist schlicht unerreicht und einzigartig im Schweizer Film.
Das Verblüffendste am Ganzen ist aber zweifellos die Tatsache, dass der Film komplett alterslos wirkt. Er funktioniert heute noch genau so gut wie damals und ist heute ebenso brandaktuell wie einst. Auch ist der Humor sehr niveauvoll, und es wurde zum Glück darauf verzichtet, ein Klamaukstreifen zu machen. Im Gegenteil, die ruhige und sachliche Inszenierung unterstützt die Handlung grossartig und vertieft dadurch die Satire zusätzlich.

Der Einwanderungsbeamte Max Bodmer (Walo Lüönd) und sein Assistent Moritz Fischer (Emil Steinberger) arbeiten bei der Kantonspolizei. Sie nehmen einbürgerungswillige Ausländer unter die Lupe. Nebst offiziellen Befragungen, gehören auch heimliches Beobachten, Belauschen oder Bespitzeln der Einbürgerungswilligen zu ihrer Aufgabe.
Mit kleinbürgerlicher Präzision und buchhalterischer Akribie erfüllen sie ihren Auftrag und sorgen dafür, dass allen Beteiligten klar wird, dass Schweizer nicht einfach so vom Himmel fallen, sondern die Staatsbürgerschaft nur für jene erreichbar wird, die der Norm entsprechen.
Als sich allerdings Assistent Fischer in die hübsche Milena Vakulic (Beatrice Kessler) verliebt, geraten die Grundpfeiler der Schweizer Eidgenossenschaft ins Wanken…

Originaltitel: Die Schweizermacher

Produktionsland: Schweiz
Produktionsfirma: T&C Film AG
Produzenten: Marcel Hoehn

Jahr: 1978
Länge: 104 Minuten

Sub-Genre: Satire / Gesellschaftskomödie

Regie: Rolf Lyssy
Drehbuch: Rolf Lyssy / Christa Maerker
Musik: Jonas C. Haefeli

Kamera: Fritz E. Maeder
Schnitt: Georg Janett

Besetzung:

Emil Steinberger …. Moritz Fischer
Walo Lüönd …. Max Bodmer
Beatrice Kessler …. Milena Vakulic
Claudio Caramaschi …. Francesco Grimolli
Wolfgang Stendar …. Dr. Helmut Starke
Hile Ziegler …. Gertrud Starke… u.a.

Drehorte: Zürich, Kanton Zürich, Schweiz

Aspect Ratio: 1.66:1 (15:9 Von Paramount 1953 entwickeltes Film-Format)

Sound Mix: Dolby

Image

© Frenetic Films


BILD ✪✪✪✪✪✪

Das Bildseitenformat liegt in 1.66:1 (15:9 - 1953 von Paramount entwickelt) vor.
Im Vergleich zur alten DVD-Version haben wir es hier mit einem wahren Quantensprung zu tun. Der Schärfewert ist beachtlich und Verschmutzungen sind keine zu sehen. Auch wenn die Schärfe natürlich nicht ganz an aktuelle Produktionen heranreicht, haben wir es hier mit einer ausgezeichneten Blu-ray-Umsetzung zu tun.
Die Farben wirken zuweilen etwas blass, aber ansonsten gibt es nichts zu beanstanden.

TON ✪✪✪✪✪✪

Das Tonformat liegt in Dolby Digital 2.0 vor.
Auch beim Ton ist eine klare Verbesserung zur alten DVD festzustellen, auch wenn hier der Unterschied nicht so gravierend ausfällt wie beim Bild.
Die Dynamik ist wie bei 2.0 zu erwarten recht eingeschränkt und die Dialoge leicht dumpf, sie sind aber jederzeit gut zu verstehen.
Es gibt zusätzlich noch eine hochdeutsche Synchronisation, die aber qualitativ deutlich hinter der originalen schweizerdeutschen Version zurückbleibt.

FAZIT

Schweizer Film-Klassiker gibt es so gut wie keine auf Blu-ray. Schön, dass es wenigstens einer geschafft hat. Die technische Umsetzung ist vor allem beim Bild sehr gut ausgefallen.

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