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© 1992 - New Line Cinema – Tim Robbins

The Player

HANDLUNG

Hollywood-Produzent Griffin Mill hat in letzter Zeit nicht mehr viel zu lachen. Sein Boss hat einen aufstrebenden, neuen Produzenten eingestellt, der sich für Mill zu einem starken Konkurrenten entwickelt - und seit einiger Zeit erhält Mill Drohbriefe von einem Unbekannten.
Da ihn die unheimlichen Botschaften zunehmend belasten, versucht er den geheimnisvollen Absender ausfindig zu machen. Bald vermutet er als Urheber David Kahane, ein Drehbuchschreiber, den er nie zurückgerufen hatte. Als Mill Kahane aufsucht, kommt es zum Streit, wobei er den Drehbuchautor bei einem Zweikampf umbringt. Mill versucht das Ganze wie ein Raubmord aussehen zu lassen und verwischt seine Spuren. Zusätzlich wird die Situation durch die Tatsache verkompliziert, dass sich Mill in Kahanes Freundin verliebt.
Mill erhält weiterhin Drohbriefe, womit schnell klar wird, dass er wohl den falschen umgebracht hat. Je länger die Polizei ermittelt, um so enger wird es für Griffin Mill. Als er bereits mit dem Schlimmsten rechnet, nimmt die Geschichte eine unerwartete Wendung…

REZENSION

«The Player» ist eine bitterböse Satire über die Filmindustrie Hollywoods. Dabei hat es Altmeister Robert Altman verstanden mit leichter Hand zu inszenieren, so dass einem erst nach und nach bewusst wird, wie tief die Abgründe tatsächlich sind, die sich da auftun.
Folgerichtig ist denn die Hauptfigur sowohl moralisch als auch menschlich alles andere als ein Sympathieträger. Nichts kann dem aalglatten Aufsteiger etwas anhaben, Menschen werden von ihm wie Ware behandelt, und er ist es gewohnt, dass ihm alles gelingt.

Altman hat sein Werk als Film im Film angelegt, und so wird auf ganz unterschiedlichen Ebenen operiert. Unzählige Weltstars (und für einmal ist das keine Floskel) haben sich für Altman bereiterklärt, sich selber zu spielen. Daraus ist ein witziges Defilee entstanden, welches sich wie ein Who is who Hollywoods liest: Peter Falk, Julia Roberts, Jack, Lemmon, Bruce Willis, Susan Sarandon, Rod Steiger, Patrick Swayze, Burt Reynolds, Nick Nolte, Cher, John Cusack… um nur einige zu nennen.
Die Selbstverständlichkeit, mit der diese Hollywood-Stars zum Teil nur wenige Sekunden in Szenen eingebaut werden, hat durchaus hohen Reiz und verleiht dem Streifen seinen ganz eigenen Charme.
Richtig gut gefallen hat mir Whoopi Goldberg, die zwar als ermittelnde Polizistin keine grosse Rolle hat, diese jedoch in genialer Weise verkörpert.

Robert Altman ist ein Regisseur alter Schule, und so hat er es sich nicht nehmen lassen, seinen Film über Filme mit vielen Anspielungen, versteckten Hinweisen und Doppeldeutigkeiten zu versehen, was dem Zuschauer eine ganz gehörige Portion Aufmerksamkeit und vor allem Filmwissen abverlangt. Es verhält sich ähnlich wie bei Umberto Eccos Romanen – je mehr Vorkenntnisse man besitzt, umso interessanter wird die Geschichte…

Robert Altman bleibt sich in seiner bitterbösen Hollywood-Persiflage bis zum Schluss treu und beendet sein Werk mit einem „Happy End“, in dem für einmal das Böse ungeschoren davon kommt…

BLU-RAY-BILD

Das Bildseitenformat liegt in 1.78:1 (16:9 – Neuer HD-Video und TV-Standard) vor.

Wir haben es hier grundsätzlich mit einer recht soliden, aber eher unterdurchschnittlichen Bildumsetzung zu tun. Während die Nahaufnahmen eine recht gute Schärfe aufweisen, wirken die Distanzaufnahmen merklich weicher. Zudem ist stetig ein leichtes bis mittleres Filmkorn zu sehen, das zuweilen störend wirkt. Die Farben sind in Ordnung. In dunklen Szenen gibt es Detailverluste. Der Schwarzwert bewegt sich im unteren Mittelmass. Im weiteren wurde der Film nur mit 1080i auf die Blu-ray gebracht und nicht in den üblichen 1080p.

BLU-RAY-TON

Das Tonformat liegt in Deutsch DTS-HD Master Stereo 2.0 vor.

Die Tonumsetzung bewegt sich ebenfalls im Mittelmass. Die Dialoge sind jederzeit verständlich, hören sich mitunter aber etwas künstlich an. Eine Räumlichkeit ist bei diesem Stereo-Ton natürlich nicht gegeben. Die Dynamik ist ansprechend ausgefallen. Die Balance hingegen, kämpft immer wieder mit leichten Problemen, die vor allem in den verschiedenen Dialogszenen auffallen.

FAZIT

Unterhaltsame und intelligente Hollywood-Satire, die unter anderem mit einem grandiosen Staraufgebot zu beeindrucken weiss. Die HD-Umsetzung der Blu-ray ist leider nur mittelmässig ausgefallen. Kann ich weiterempfehlen!
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© 2015 KSM GmbH

Originaltitel:
The Player

Regie:
Robert Altman
Drehbuch:
Michael Tolkin
Musik:
Thomas Newman

Produktion:
© Avenue Pictures
Kamera:
Jean Lépine
Schnitt:
Maysie Hoy / Geraldine Peroni

USA / 1992
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