Ich bin immer für dich da!

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© 2004 Red Chillies Entertainment / Venus Films – Amrita Rao & Sushmita Sen

HANDLUNG

Bei einem Terroranschlag auf einen indischen General während eines TV-Interviews, bleibt der General wie durch ein Wunder unverletzt. Zu verdanken hat er dies vor allem dem beherzten Eingreifen eines seiner besten Untergebenen: Major Ram Prasad Sharma.
Beim Anschlag wird Rams Vater tödlich verletzt. Auf dem Totenbett gesteht er Ram noch, dass dieser einen Stiefbruder habe. Ram will sich augenblicklich auf die Suche nach seinem Stiefbruder machen, erhält jedoch vom General den Auftrag, dessen Tochter Sanju, welche in einem College in Darjiling zur Schule geht, zu beschützen. Als Ram erfährt, dass sein Stiefbruder offenbar ebenfalls in diesem College eingeschrieben ist, bricht er nach Darjiling auf, um die Tochter des Generals vor allfälligen Anschlägen durch Terroristen zu schützen und seinen Stiefbruder zu finden.

Noch ahnt Ram nicht, dass Sanju längst als Ziel für einen Anschlag ausgewählt wurde – und sein Stiefbruder so ganz anders ist, als er sich das ausgemalt hatte.
Als Ram dann auch noch die hübsche Chemielehrerin den Kopf verdreht, hat er alle Hände voll zu tun…

REZENSION

Regisseurin Farah Khan ist eine der bekanntesten Choreografinnen des Hindi-Films und legte 2004 mit «Ich bin immer für dich da!» ihr Debüt vor. Regisseurinnen sind nicht gerade oft anzutreffen im Indischen Kino, weshalb ich sehr gespannt auf diesen Streifen war.

Leider konnte mich die Story nicht überzeugen. Nebst den üblichen Beilagen wie schwierige Familienverhältnisse, Liebesgeschichten und viel Drama, wurde eine politische Komponente hinzugefügt, welche den Indien-Pakistan-Konflikt beinhaltet. Diese Handlungsschienen passen nicht zueinander, da sie im ganzen Film so nebeneinander herlaufen, dass sie sich konstant gegenseitig im Weg stehen.

Zusätzlich wurde versucht, mit sehr aufwändig inszenierten Action-Szenen, welche nicht nur wegen der Musik verdächtig an Mission-Impossible erinnern, Spannung zu erzeugen. Beim Stichwort Musik wären wir bereits bei einem weiteren Kritikpunkt. Für meinen Geschmack war die Musik zu modern und liess bei mir nur ganz selten die typische Bollywood-Stimmung aufkommen.

Dies alles ist sehr bedauerlich, ist die schauspielerische Leistung vor allem von den drei Hauptakteuren Shahrukh Khan, Zayed Khan und Amrita Rao doch ausgezeichnet ausgefallen.

Alles in allem ein Film, den man sich auf jeden Fall ansehen kann, der jedoch sicher nicht zum Besten gehört, was der Hindi-Film zu bieten hat…

BLU-RAY-BILD

Das Bildseitenverhältnis liegt in 2.40:1 ( 12:5 - CinemaScop) vor.

Mit der Bildqualität hatte ich so meine Mühe: Zum einen sind die Nahaufnahmen von beachtlicher Schärfe, zum anderen nimmt bei Totalen der Schärfewert rapid ab. Dazu kommen sehr viele Unschärfen, die vermutlich durch die Fokussierung entstanden sind.In dunklen Szenen gibt es zuweilen leichtes Bildrauschen. Der Schwarzwert bewegt sich im Mittelmass. Die Farbgebung ist gut ausgefallen und besticht durch Natürlichkeit.
Alles in allem ein sehr inkonsistentes HD-Bild, das von sehr gut bis DVD-Qualität alles zu bieten hat.

BLU-RAY-TON

Das Tonformat liegt in Deutsch Dolby Digital 2.0 vor.

Es ist schon äusserst bedauerlich, dass man diesen Streifen nicht mit einer 5.1-Abmischung anbietet. Gerade bei Musikfilmen sind da gewaltige Unterschiede auszumachen.
Die hier vorliegende Stereo-Umsetzung hat zwar eine gute Dialogverständlichkeit, leidet aber unter mangelhafter Räumlichkeit und Dynamik. Die Tonbalance ist gut ausgefallen, kann die Tonumsetzung insgesamt leider auch nicht mehr aus dem Mittelmass herausziehen.

FAZIT

in abwechslungsreicher, actiongeladener Hindi-Film, der bei mir jedoch keine grossen Emotionen wecken konnte.
Die Blu-ray-Umsetzung ist zudem sowohl beim Bild wie auch beim Ton nicht auf der Höhe der Zeit.

Prädikat: Kann man sich ansehen…

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© 2020 BollyLove

Originaltitel:
मैं हूँ ना (Main Hoon Na)

Regie:
Farah Khan
Drehbuch:
Farah Khan / Rajesh Sathi / Abbas Tyrewala
Musik:
Anu Malik

Produktion:
© Red Chillies Entertainment / Venus Films
Kamera:
Manikandan
Schnitt:
Shirish Kunder

Indien / 2004

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