Unser Vater Charles Dickens – Mary & Charlie Dickens u.a.

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HANDLUNG

Charles Dickens Kinder erinnern sich an ihren berühmten Vater. In verschiedenen kurzen, thematisch geordneten Kapiteln beschreiben Mamie, Kate, Henry und Charlie Dickens ihre ganz persönlichen Erinnerungen.

Dickens lebte mit seiner Familie in einem Landhaus namens Gads Hill Place in Higham, in der Grafschaft Kent. Das 1780 erbaute Haus hatte bereits eine bewegte Geschichte hinter sich, als Charles Dickens, gerade einmal 9-jährig, es 1821 zum ersten Mal erblickte. Von da an war es sein Traum, dereinst dieses Haus zu besitzen. Als 35 Jahre später das Haus tatsächlich zum Verkauf stand, erwarb es Charles Dickens, der mittlerweile zu einem der berühmtesten Autoren seiner Zeit geworden war.

Dickens Kindern erinnern sich an wunderschöne Weihnachtsfeiern, Kricket-Turniere oder an die unzähligen Hunde und den Raben Grip – und natürlich steht immer ihr Vater Charles im Zentrum des Geschehens. Sowohl als passionierter Theaterschauspieler, begnadeter Schriftsteller, unterhaltsamer Gesellschafter oder eben einfach als liebevoller Vater…

REZENSION

Charles Dickens war Vater von zehn Kindern (!). In Anbetracht der Tatsache, dass er einer der produktivsten Autoren seiner Zeit war, erstaunt es, wie gut er seinen Beruf mit seinem Familienleben zu verbinden verstand. Zumindest lassen dies die Beschreibungen seiner Kinder, welche in diesem kleinen Buch zu Wort kommen, vermuten. Allenthalben wird Dickens als liebender, verständnisvoller und kreativer Vater geschildert, der mit seinen Kindern Kricket spielte, aufwändige Theateraufführungen für das halbe Dorf organisierte und gleich selbst die Hauptrolle spielte…
Als Leser ist man erst einmal beeindruckt und auch gerührt ob all der gegenseitigen Zuneigung, die einem hier aus diesem Buch entgegenströmt – und, zumindest ging es mir so, gleichzeitig auch etwas skeptisch ob all dieser Perfektion…

Zum Glück gibt es ein interessantes Vorwort und ein aufschlussreiches Nachwort des Herausgebers, in welchen die Tatsachen dann in ein etwas anderes Licht gerückt werden und Themen wie Dickens Scheidung von seiner Frau beschrieben sowie weitere Zusammenhänge erklärt werden.

Trotz der etwas beschönigenden Sicht der Originaltexte, haben wir es hier mit hochinteressanten und lesenswerten Beschreibungen zu tun, die einen sehr guten Blick auf den Schriftsteller und Familienmenschen Charles Dickens ermöglichen.
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BUCHVERARBEITUNG

Das Buch wurde mit einem roten Leineneinband versehen und mit Leimbindung gebunden. Das Kapitalband ist goldfarben gehalten. Zudem verfügt das Werk über ein Frontispiz und weitere zeitgenössische Zeichnungen von verschiedenen Künstlern. Der Satzspiegel ist angenehm und die Schrift gut gewählt.
Negativ fallen jedoch der viel zu dünne Einband auf, welcher trotz des Leinenüberzuges einen sehr billigen Eindruck hinterlässt, sowie die minderwertige Leimbindung…

FAZIT

Natürlich wurden diese Originaltexte von Dickens Kindern schon in vielen Biografien zitiert. Schön ist es deshalb, sie einmal gesammelt in einem Werk zu finden. Das Büchlein ist sehr lesenswert und die Texte sind äusserst humorvoll und eloquent verfasst.

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© 2011 Aufbau Verlag GmbH & Co. KG, Berlin

Autor/Autorin:
Mamie, Kate, Henry und Charlie Dickens

Herausgeber:
Alexander Pechmann

Originaltitel:
Unser Vater Charles Dickens
Erstausgabe der einzelnen Originaltexte:
© 1885 / 1897 / 1906 und 1936
Originalsprache:
Englisch

Diese Ausgabe:

© © 2011 Aufbau Verlag GmbH & Co. KG, Berlin
ISBN:
978-3-351-03366-8
Übersetzung:
Alexander Pechmann
Vorwort & Nachwort:
Alexander Pechmann
Einband:
Hissmann, Heilmann – Hamburg
Seiten
204
BUCH:
VERARBEITUNG:

© 2019 Blog-Fotos: T. S. Tubai

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