Slumdog Millionär

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© 2008 Fox Searchlight Pictures. All Rights Reserved. Freida Pinto

HANDLUNG

Die beiden Brüder Jamal und Salim Malik wachsen in den Slums Mumbais auf. Früh schon verlieren sie ihre Mutter und schlagen sich fortan zusammen mit der ebenfalls zur Waisen gewordenen Latika durchs Leben. Als sie einer brutalen Bande in die Hände fallen, gelingt es ihnen nur durch viel Glück zu entkommen, wobei sie jedoch Latika aus den Augen verlieren. Da Salim zunehmend auf die schiefe Bahn gerät, entfremden sich die beiden Brüder. Jamal kann Latika nicht vergessen und setzt alles daran, sie wieder zu finden, was ihm durch die Jahre hinweg sogar mehrmals gelingt. Jedes Mal verliert er sie jedoch wieder auf schicksalshafte Weise.
Schliesslich sieht Jamal seine einzige Chance darin, in der indischen Ausgabe von «Wer wird Millionär?» mitzumachen, da er weiss, dass Latika diese Sendung gerne sieht.
Als er es endlich in die Sendung schafft und sogar viele Fragen richtig zu beantworten weiss, nimmt das Schicksal nochmals eine dramatische Wendung für Jamal und seine grosse Liebe…

REZENSION

Wer die Filme von Dany Boyle kennt ( Trainspotting etc.), kann sich ungefähr vorstellen, was in «Slumdog Millionär» zu erwarten ist. Boyle ist ein Meister der Darstellung unbeschönigter Fakten. Und so ist auch in diesem mit acht Oscars ausgezeichneten Film Indien von einer Seite zu sehen, die man als Zuschauer erst einmal verkraften muss. Es wird gefoltert, geschlagen und gemordet, als wäre das die normalste Sache der Welt. Inmitten dieser, zuweilen etwas gar plakativ zu Schau gestellten, Gewaltausbrüche, entwickelt sich eine zarte Liebesgeschichte. Eine Liebesgeschichte, die zu Beginn noch sehr filigran mit der Story verwoben ist, gegen Ende des Filmes jedoch leider etwas gar klischeehaft und Hollywood-like daher kommt.

Die schauspielerische Umsetzung aller Beteiligten ist sehr eindrücklich ausgefallen, wobei hier vor allem die Kinderdarsteller nicht hoch genug gelobt werden können.
Kongenial untermalt wurde das Ganze mit einem exzellenten Soundtrack von A. R. Rahman, der es ausgezeichnet verstanden hat, die Stimmungen aus dem Film aufzunehmen und musikalisch umzusetzen - nur sehr selten bilden Film und Musik eine so beeindruckende Einheit, wie in diesem Werk.

Kurz, «Slumdog Millionär» hat mir sehr gut gefallen, einzig Dany Boyles Hang zum Ultrarealismus empfand ich mit zunehmender Laufzeit als etwas zu aufgesetzt - weniger wäre mehr gewesen. Es bleibt jedoch in jedem Fall ein eindrücklicher Film, der ein angenehmer Kontrast zu den allseits bekannten und idealisierenden Hindi-Filmen (Bollywood) bildet…

BLU-RAY-BILD

Das Bildseitenverhältnis liegt in 2.35:1 (21:9 – Neues CinemaScope-Format) vor.

Wir haben es hier mit einer sehr wechselhaften Bildqualität zu tun. Scharfe detailreiche Bilder wechseln ab mit sehr unscharfen, zuweilen gar verschwommenen Shots. In dunklen Szenen ist ein recht starkes Bildrauschen zu sehen, wie ich es bei einer aktuellen Produktion nicht erwartet hätte. Der Schwarzwert bewegt sich im Mittelmass.

BLU-RAY-TON

Das Tonformat liegt in Deutsch DTS-HD Master 5.1 vor.

Die Tonumsetzung kann vor allem durch eine exzellente Räumlichkeit punkten. Die Geräuschkulisse auf den Surround-Lautsprechern ist hervorragend ausgefallen. Die Dialoge sind jederzeit bestens zu verstehen. Die Dynamik ist meistens gut, jedoch etwas wechselhaft ausgefallen. Als knapp genügend würde ich die Tonbalance bezeichnen, da das Verhältnis von Geräuschen, Musik und Dialogen nicht ideal gelungen ist.

FAZIT

Ein mitreissender und actiongeladener Film, dem zum Schluss leider etwas die Luft ausgeht. Die technische Umsetzung der Blu-ray ist vor allem beim Bild nicht auf der Höhe der Zeit.

Prädikat: Empfehlenswert!

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© 2009 Prokino

Originaltitel:
Slumdog Millionaire

Regie:
Dany Boyle
Drehbuch:
Simon Beaufoy
Musik:
A. R. Rahman

Produktion:
© Warner Bros. / Film4 / Celador Films
Kamera:
Anthony Dod Mantle
Schnitt:
Chris Dickens

Grossbritannien / 2008

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