Last Christmas

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© 2019 Calamity Films / Feigco Entertainment / Universal Pictures u.a. – Emilia Clarke & Henry Golding

HANDLUNG

Kate steckt gerade in einer richtig tiefen Sinnkrise. Nach einer schweren Herzoperation gelingt es ihr nur schwer, ihr Leben wieder in den Griff zu bekommen. Ohne festen Wohnsitz zieht sie von einer Wohngemeinschaft in die nächste.
Kate arbeitet ganzjährig als Elf in einem Weihnachtsshop und ist in Ihrem Job alles andere als glücklich. Eines Tages trifft sie zufällig auf Tom, der Interesse an ihr zeigt und sie unbedingt näher kennenlernen will. Trotz anfänglichem Zweifel, lässt sich Kate auf ihn ein. Nach vielen bedeutungslosen Kurzbeziehungen ist Kate alles andere als offen für eine feste Beziehung, ist jedoch gleichzeitig von Toms etwas mysteriösen Art fasziniert und fühlt sich zu ihm hingezogen.
Obwohl die beiden kaum unterschiedlicher sein könnten, entwickelt sich eine Romanze – und vielleicht gibt es ja doch so etwas wie ein Weihnachtswunder…

REZENSION

Das vorweihnachtliche London sowie die Musik von Wham! (und George Michael) stehen im Zentrum dieser tragischen Liebes-Weihnachts-Romanze.

Ohne Frage hat es Regisseur Paul Feig wunderbar verstanden, Emilia Clarkes komödiantischem Talent seinen Lauf zu lassen, was den Film in den ersten vierzig Minuten am Leben hält. Viel mehr Positives gibt es bedauerlicherweise über den Beginn des Filmes nicht zu berichten. Die recht wirre Geschichte wirkt irritierend und unglaubwürdig. Erst mit der Wandlung der Hauptfigur nimmt die Story langsam Fahrt auf, um schliesslich mit einer herzzerreissenden Liebesgeschichte und einem furiosen Ende die Zuschauer in ihren Bann zu ziehen – wobei der heimliche Höhepunkt des Streifens womöglich die Live-Performance des Wham!-Songs «Last Christmas» durch Kate (Emily Clarke) und Co. sein dürfte.

Der Film zeichnet sich, nebst dem etwas kruden Beginn, vor allem durch ein einigermassen durchzogenes Drehbuch aus. Die Dialoge sind zuweilen unglaublich albern und platt, um gleich darauf wieder durch eine wunderschöne Tiefe und Substanz zu brillieren. Diese Inkonsistenz macht es einem schwer, den Film richtig ernst zu nehmen – was sehr bedauerlich ist, da die Grundidee die Basis für einen richtig guten Weihnachtsfilm geboten hätte.

Ab und an kann man sich des Eindrucks nicht erwehren, dass die Story einfach überladen wurde: Der Mutter-Tochter-Konflikt, die Liebesgeschichte, die Herzoperation, die Selbstfindung der Hauptfigur, die Migrationsthematik… – wie so oft, wäre vermutlich weniger mehr gewesen.

Meine persönliche Toleranzschwelle bei Weihnachtsfilmen ist höher als bei «normalen» Filmen. Das bedeutet, dass ich einem Weihnachtsfilm durchaus verzeihen kann, wenn es der Handlung etwas an Glaubwürdigkeit mangelt. Der geniale Soundtrack und die ausgezeichnete schauspielerische Leistung von Emily Clarke und natürlich auch Emma Thompson, führen dazu, dass ich Ihnen diesen Weihnachtsfilm dennoch empfehlen kann – denn eine schöne Weihnachtsstimmung zu entfachen, versteht er…

BLU-RAY-BILD

Das Bildseitenformat liegt in 2.00:1 (SuperScope-Format seit 1954) vor.

Der Film besticht nicht nur durch ein sehr gutes Bildseitenverhältnis – ich persönlich halte 2.00:1 für das perfekte Ansichtsverhältnis – sondern auch durch eine perfekte Schärfe. Die Plastizität ist hervorragend und erzeugt eine unglaublich gute Tiefenwirkung. Die Farbgebung ist stimmungsvoll, kräftig und natürlich ausgefallen. Im weiteren verfügt die Blu-ray-Ausgabe über einen nahezu perfekten Schwarzwert und ebenso überzeugende Kontrastwerte.
Ein perfektes HD-Bild, an dem es nichts auszusetzen gibt!

BLU-RAY-TON

Das Tonformat liegt in Deutsch DTS-HD High Resolution 7.1 vor.

Trotz der 7.1-Umsetzung verfügt der Film nicht über eine ausgesprochen gute Räumlichkeit – was jedoch auch genrebedingt ist. Der Ton dieses sehr dialoglastigen Films wird grösstenteils über die Frontkanäle verbreitet. Die Surround-Kanäle werden vor allem für den Soundtrack und sehr dezent ausgefallene Umgebungsgeräusche genutzt.
Die Tonbalance ist ausgezeichnet ausgefallen, und auch die Dynamik kann überzeugen, wird jedoch kaum beansprucht.

FAZIT

Wahrlich kein perfekter Weihnachtsfilm. Dank dem originellen Ende und der guten schauspielerischen Umsetzung gibt es von mir trotzdem eine Empfehlung!

Die Blu-ray-Umsetzung ist zudem ausgezeichnet ausgefallen und erreicht beim Bild sogar Referenzwerte!

Prädikat: Sehenswert!

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© 2020 Universal Pictures Home Entertainment

Originaltitel:
Last Christmas

Regie:
Paul Feig
Drehbuch:
Emma Thompson / Bryony Kimmings
Musik:
Theodore Shapiro / George Michael / Wham!

Produktion:
© Calamity Films / Feigco Entertainment / Universal Pictures
Kamera:
John Schwartzman
Schnitt:
Brent White

Grossbritannien - USA / 2019

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