Ich, beide & sie

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© 2000 Twentieth Century Fox – Jim Carrey & Renée Zellweger

HANDLUNG

Charlie Baileygates ist Polizist bei der Highway Patrol und vermutlich einer der gutmütigsten und naivsten Zeitgenossen, die es gibt, was von seinen Mitmenschen auch schamlos ausgenutzt wird.
Eines Tages passiert, was passieren muss, er erleidet einen Zusammenbruch. Sein Alter Ego Hank Evans ist das genaue Gegenteil von ihm, ein Draufgänger und unangenehmer Zeitgenosse. Die Psychologen stellen bei Charlie eine gespaltene Persönlichkeit fest und geben ihm Medikamente, um sein böses Ich zu unterdrücken… doch das gelingt nicht wirklich…

REZENSION

Nachdem ich mich nach einer halben Stunde recht gut unterhalten gefühlt habe und gespannt war auf die weitere Entwicklung, kam dann der Schock.
Dabei wäre die Ausgangslage doch durchaus vielversprechend gewesen. Der super nette Durchschnitts-Typ, der von allen verarscht und ausgenutzt wird, entwickelt eine gespaltene Persönlichkeit und zeigt es allen mal so richtig (Die im Film immer wieder erwähnte "Schizophrenie“, ist übrigens eine völlig falsche Bezeichnung, da es sich dabei um eine ganz andere Krankheit handelt. Die korrekte medizinische Bezeichnung hier wäre: Dissoziative Identitätsstörung). Was hätte man daraus für einen tollen Streifen machen können...
Nicht so hier. Der Humor rasselt so richtig tief und immer tiefer in den Keller und bleibt dann so beim vorpubertären Schmuddel-Witz hängen. Ok, wenn man einen Jim Carrey-Film schaut, erwartet man keinen kulturell hochstehenden, psychologisch tiefgreifenden cineastischen Höhenflug. Aber wenn Klamauk nur noch als Selbstzweck dient und die Spässe konstant nur noch unter der Gürtellinie stattfinden, kann man nach meinem Verständnis nicht mehr von einem gelungenen Filmprojekt sprechen.
Der völlig verblödete Hollywood-like Schluss ist dann gewissermassen nur noch die abschliessende Bestätigung, dass man es hier wohl mit einem der schwächsten Carrey-Filme zu tun hat, der gewissermassen nur eine Neuverfilmung von "Die Maske" darstellt, ohne jedoch jemals auch nur entfernt an die Ironie und das perfekte Timing dieses Streifens heranzureichen...

BLU-RAY-BILD

Das Bildseitenverhältnis liegt in 1.85:1 (13:7 – US und UK WideScreen Kino-Format. Ursprünglich von Universal 1953 eingeführt) vor.

Vor allem bei Close-Ups mag die Bildqualität zu überzeugen. Bei Weitwinkel-Aufnahmen ist dann schon einige Unschärfe drin. Der Schwarzwert ist aber gut und auch die Kontraste sind in Ordnung. Die Farben wirken natürlich und ausgewogen. Im Grossen und Ganzen eine gute HD-Umsetzung, die besser als die DVD-Version ist.

BLU-RAY-TON

Das Tonformat liegt in Deutsch DTS 5.1 vor.

Beim Ton wäre deutlisch mehr drin gelegen. Ausser der Musik ist auf den Surround-Lautsprechern eigentlich kaum etwas zu hören. Auch der Subwoofer tritt nur selten in Aktion, dabei gäbe es doch eigentlich durchaus viele Szenen, die sich eignen würden. Die Ton-Dynamik ist allgemein sehr zurückgebunden und wirkt deshalb etwas langweilig. Der Soundtrack hat mir sehr gut gefallen.

FAZIT

Für hartgesottene Jim Carry-Fans mag der Film was taugen, alle anderen sollten darum einen Bogen machen...

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© 2008 Twentieth Century Fox Home Entertainment

Originaltitel:
Me, Myself & Irene

Regie:
Peter und Bobby Farrelly
Drehbuch:
Peter und Bobby Farrelly / Mike Cerrone
Musik:
Pete Yorn / Lee Scott

Produktion:
© Conundrum Entertainment
Kamera:
Mark Irwin
Schnitt:
Christopher Greenbury

USA / 2000

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