Der Fall Maurizius

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Jakob Wassermann



Originalausgabe: 1928

© Ausgabe: Langen-Müller Verlag / 2009

Leonhard Maurizius wird in einem aufsehenerregenden Indizienprozess für schuldig befunden, seine Ehefrau ermordet zu haben. Das Urteil: Eine lebenslängliche Zuchthausstrafe. Achtzehn Jahre später trifft Etzel Andergast, der 16-jährige Sohn des Staatsanwaltes, der damals die Anklage vertreten hatte, auf den Vater von Leonhard Maurizius. Der Fall scheint nicht so klar zu sein, wie damals alle glaubten. Etzel entzieht sich dem strengen väterlichen Haushalt und begibt sich nach Berlin, um den Fall auf eigene Faust zu klären und unter anderem einen der zwielichtigen Zeugen des damaligen Prozesses aufzuspüren. Die Suche nach der Wahrheit entwickelt sich zum erschütternden und bedrohlichen Abenteuer, das schlussendlich sein ganzes Leben in Frage stellen wird...

Ein monumentales Werk, das mich sehr beeindruckt hat.
Die zentralen Themen sind Gerechtigkeit, Schuld und eine Vater-Sohn-Beziehung. Dies alles ist in eine spannende und mitreissende, aber auch komplexe Detektivgeschichte verwoben.
Es ist äusserst interessant, der Hauptfigur durch die Geschichte zu folgen und nach und nach Zeuge eines Justizirrtums zu werden. Dass dies noch in einer sehr ansprechenden Sprache verfasst ist, macht das Ganze noch lesenswerter.
Ein etwas in Vergessenheit geratener Roman, den wiederzuentdecken sich absolut lohnt!