20 Feet From Stardom

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Diverse Interpreten



© 2013 Project B. S. LLC / Columbia Records

Format: Standard-CD

Nachdem ich mir den gleichnamigen Dokumentarfilm angesehen hatte und begeistert war, musste ich natürlich den Soundtrack haben.
Solche emotionalen Einkäufe können ins Auge gehen und in Enttäuschung enden… Leider bewahrheitete sich diese Erkenntnis in diesem Fall wieder einmal. Ich möchte Ihnen in Folge erklären, weshalb Sie sich dieses Soundtrack-Album nicht unbedingt zulegen müssen.

Enttäuschung Nummer eins: Während im Film ganze 42 (hervorragende) Songs verwendet wurden, haben leider nur gerade mickrige dreizehn davon ihren Weg auf diese CD gefunden - und es kommt noch schlimmer: Von den dreizehn Songs sind lediglich neun identisch mit der Filmmusik, Track 6, 9, 11 und 12 wurden in abgeänderter Form auf diesen Tonträger gebracht. Ich gehe davon aus, dass das möglicherweise lizenzrechtliche Gründe hat, was aber die Enttäuschung nicht mindern kann.

Enttäuschung Nummer zwei: Die Klangqualität ist alles andere als berauschend. Da man hier Aufnahmen aus den 60/70er-Jahren mit Neuaufnahmen von 2013 gemischt hat, war mir klar, dass die Klanggüte nicht bei allen Songs gleich gut sein kann. Irritierenderweise klingen aber auf dieser CD alle Songs recht ähnlich. Da man alte Aufnahmen schlicht nicht auf das Niveau von aktuellen Veröffentlichungen bringen kann, vermute ich, dass hier bewusst die neuen Aufnahmen den älteren angepasst wurden, um eine einheitliche Klangqualität zu erzielen. Und so haben dann die modernen Produktionen von 2013 eine ähnlich schlechte Dynamik und eingeschränkte Klarheit, wie die Oldies aus den Sechzigerjahren - ein suboptimale Lösung, wie ich finde…

Verstehen Sie mich bitte nicht falsch, jeder Song für sich genommen ist grossartig und hörenswert - als Ergänzung jedoch zum hervorragenden Film ist dieser Soundtrack eine Enttäuschung…

So kann ich zum Abschluss zusammenfassend Folgendes festhalten: Sehen Sie sich diesen Film an, er ist grossartig! Aber lassen Sie ihre Finger von dieser CD-Veröffentlichung, sie ist eine Enttäuschung.

Titelverzeichnis:

01 “Walk On the Wild Side” performed by Lou Reed
02 “Slippery People” performed by Talking Heads
03 “Nobody’s Fault But Mine” performed by Merry Clayton featuring Oren Waters , Judith Hill , Tata Vega and Charlotte Crossley
04 “He’s a Rebel” performed by the Crystals
05 “Space Captain” performed by Joe Cocker from the film “Mad Dogs and Englishmen”
06 “Gimme Shelter” performed by Merry Clayton
07 “Sure On This Shining Night” performed by Lisa Fischer
08 “Let’s Make The World A Better Place” performed by Tata Vega and Judith Hill
09 “Young Americans” performed by Davie Bowie
10 “Southern Man” performed by Merry Clayton
11 “Desperation” performed by Judith Hill
12 “Fine Fine Boy (with intro rehearsal)” performed by Darlene Love
13 “Lean On Me” performed by Darlene Love featuring Lisa Fischer , Jo Lawry , and Judith Hill

I See Stars

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La Honda



© AMS / 2013
Format: Audio CD

Sarah Joyce: Lead Vocals
Malcolm Doherty: Acoustic Guitars, Electric Guitars, Piano, Hammond Organ, Vocals
David Roberts: Drums, Percussion, Vocals
Mark George Brown: Bass Guitar, Violin, Vocals
Daron Robinson: Eletric Guitars
Brian O'Shaugnessy: Guitar solo on „Tokyo Ladyboy“

Wir schreiben das Jahr 2001. Die Londoner Indie-Band La Honda geht ins Tonstudio und nimmt ihr Debut-Album auf.
Soweit so gut, allerdings wurden diese Aufnahmen dann nie ganz fertig gemastert, und veröffentlicht wurden die Songs auch nicht.
Noch im selben Jahr trennt sich die Band.
Die Leadsängerin, die damals unter ihrem bürgerlichen Namen Sarah Joyce aufnahm, ist heute ein Welt-Star, allerdings unter ihrem Künstlernamen Rumer. Was lag also näher, als ihre „Jugendsünde“ auszugraben und endlich zur Veröffentlichung zu bringen...

Wider Erwarten ist es alles andere als ein Verbraten von unausgereiften frühen Versuchen. Rumers wunderschöne Stimme, die mich immer wieder verblüffend an Karen Carpenter erinnert, ist wunderbar auf diesem Album. Überhaupt hören wir hier eigentlich schon den typischen Rumer-Sound, mit dem sie später bekannt werden sollte.
Sie und ihre Bandkollegen nehmen uns mit auf eine Zeitreise. Die 70er-Jahre, zuweilen auch die 60er lassen grüssen. Ein entspannter, leichter Sound weht durch den Raum, der zum Träumen einlädt. Wobei leicht und entspannt nicht mit einfach verwechselt werden darf, um so easy zu klingen, muss man schon einiges drauf haben. Es ist ein bisschen wie beim Film, je einfacher es aussieht, um so mehr Arbeit steckt dahinter.

Für mich ist dieses Album eine wunderbare Entdeckung, und ich kann es jedem, der etwas mit Rumers Musik am Hut hat, nur wärmstens empfehlen.

Meine Lieblingsstücke auf diesem Album sind: Nr. 1 „Take A Look Around You“, Nr. 3 „I See Stars“ und Nr. 5 „Rich Man's World“


Titelverzeichnis

  1. Take a Look Around You
  2. Tokyo Ladyboy
  3. I See Stars
  4. Solid Gold
  5. Rich Man's Wine
  6. Where Does It Go ?
  7. Music For Girls
  8. Maybe Sunshine
  9. Moth In The Incubator
  10. The One That Got Away