Die Regulatoren in Arkansas

image
✮✮✮✮✮✮

Friedrich Gerstäcker



Originalausgabe: 1846

© Ausgabe: Friedrich-Gerstäcker-Gesellschaft, Braunschweig / 2004


Eine brutale Verbrecherbande treibt ihr Unwesen im spärlich besiedelten Arkansas des 19. Jahrhunderts. Recht und Gesetz sind fern, in der Hauptstadt Little Rock, und schließlich greifen die Siedler im unwegsamen Gebiet am Fuß des Ozark-Gebirges zur Selbsthilfe. Sie gründen den Regulatoren-Bund und verfolgen die Verbrecher gnadenlos. Assowaum, der Indianer, erweist sich dabei als wertvoller Helfer, auch wenn der zwielichtige Prediger Rowson versucht, die Siedler zu beschwichtigen - langsam zieht sich die Schlinge um die Verbrecher zusammen...

Gerstäcker steht heute sehr zu Unrecht im Schatten von Karl May. Dabei sind seine Geschichten, wie die hier vorliegende eindrücklich beweist, genau so spannend und einfallsreich konzipiert wie die von May. Mehr noch, während Karl May mit Hilfe von Lexiken und Reisebeschreibungen von anderen Autoren seine Werke zusammenschreiben musste, war Gerstäcker in den USA unterwegs und eignete sich viele Kenntnisse über Land und Leute an. Seine Beschreibungen sind genauer und kenntnisreicher, und das macht seine Story glaubhafter.
Natürlich ist die Sprache etwas behäbiger als man sich das heute gewohnt ist und die Handlungen für heutiges Verständnis zuweilen etwas gar romantisiert oder dramatisch überhöht. Das schmälert das Lesevergnügen aber nur unmerklich.
Er hat diese Geschichte übrigens im Jahre 1848 mit dem Roman „Die Flusspiraten des Mississippi“ weitergeführt!