Hectors Reise oder die Suche nach dem Glück

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Originaltitel: Hector and the Search for Happiness

Regie: Peter Chelsom
Musik: Dan Mangan / Jesse Zubot
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rehbuch: Peter Chelsom / Tinker Lindsay / Maria von Heland

Produktion: © Wild Bunch / Head Gear Films / Erfttal Film…u.a.
Kamera: Kolja Brandt
Schnitt: Claus Wehlisch

Deutschland, Grossbritannien, Kanada, Südafrika, USA / 2014

Hauptdarsteller: Simon Pegg / Rosamund Pike / Toni Collette / Stellan Skarsgard / Jean Reno / Ming Zhao / Christopher Plummer…u.a.

HANDLUNG

Hector hat viel erreicht in seinem Leben. Er arbeitet als erfolgreicher Psychiater und führt eine harmonische Beziehung mit Clara. Trotz allem fühlt er sich zunehmend frustriert durch seine Patienten.
Von einem Tag auf den anderen beschliesst er deshalb, sich auf eine Reise zu begeben. Er will herausfinden, was wahres Glück ist und wie man dazu kommt. Seine abenteuerliche Expedition führt ihn ins Hochgebirge Chinas, in die Steppen Afrikas, um schliesslich in Los Angeles zu enden. Dabei trifft er auf viele Menschen, die ihm bei der Beantwortung seiner Frage weiterhelfen. Es wird aber auch die Frage aufgeworfen, ob es so etwas wie Glück überhaupt gibt - bis er eines Tages erkennt, was das wahre Glück für ihn bedeuten könnte…

REZENSION

„Hectors Reise oder die Suche nach dem Glück“ reiht sich nahtlos in die Riege zahlreicher Selbstfindungs-Filme ein - und leider hebt er sich nur in der Verpackung von seinen Vorgängern ab.
Die Verpackung besteht aus unzähligen wunderschönen Landschaftssequenzen aus fernen Ländern, wodurch der Streifen eine abenteuerliche James-Bond-Note erhält.
Inhaltlich jedoch wird kaum ein Klischee ausgelassen, und die Geschichte dümpelt fröhlich an der Oberfläche der Thematik vor sich hin, ohne jemals Gefahr zu laufen, der Sache zu viel Ernst beizumessen.

Die beiden Hauptfiguren wirken auf mich gekünstelt und unecht. Der männlichen Hauptfigur fehlt es nach meinem Empfinden an Glaubhaftigkeit. Sowohl Simon Pegg als Hector, wie auch Rosamund Pike als dessen Freundin Clara, überspielen ihre Rollen permanent, was zu einer unfreiwilligen Komik führt. Die Handlung aus dem kindlichen Blickwinkel zu beleuchten, wie das im Film immer wieder (erfolglos) versucht wird, kann das beschriebene Manko meines Erachtens ebenfalls nicht ausbügeln. Hätte man Jean Reno in die Hauptrolle gesteckt und Rosamund Pike etwas zurückgebunden, hätte vielleicht etwas daraus werden können…

Kurz: Der Regisseur Peter Chelsom war vermutlich noch zu stark im Hannah-Montana-Modus, um erkennen zu können, dass wirkliche Komik wie auch philosophische Fragen einer gewissen Ernsthaftigkeit bedürfen, um ihre Sprengkraft zu bewahren…

Kein Film, den man gesehen haben muss, der aber durchaus seine netten Momente hat, durch wunderschöne Landschaftsaufnahmen besticht und über einen ausgezeichneten Soundtrack verfügt - man kann halt nicht alles haben…


Avatar - Aufbruch nach Pandora

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Originaltitel: Avatar

Regie: James Cameron
Musik: James Horner
Drehbuch: James Cameron
USA / 2009

Hauptdarsteller: Sam Worthington, Zoë Saldana, Sigourney Weaver, Michelle Rodriguez…u.a.


HANDLUNG

Wir schreiben das Jahr 2154. Die Rohstoffe auf der Erde sind aufgebraucht und die Menschheit macht sich auf den Weg nach Pandora, einem erdähnlichen Mond, um dort die Ressourcen auszubeuten. Um mit den Ureinwohnern in Kontakt zu treten, werden sogenannte Avatare geschaffen, die sich durch Gedankenübertragung steuern lassen. Es entbrennt ein Kampf um Pandora…

REZENSION


Was kommt heraus, wenn man James Bond, John Wayne und Pocahontas in einen Film steckt? Genau: Avatar! Nur dass der Bösewicht noch etwas böser, die Indianer blau sind und Pocahontas einen Schwanz bekommt.
Man hat bei diesem Machwerk soviel Zeit und Geld in die "Verpackung" gesteckt, dass man komplett vergessen hat, dass ein guter Film primär eigentlich eine gute Handlung oder wenigstens überhaupt eine Handlung haben sollte.
Kein Klischee ist zu abgedroschen, um in diesem Streifen nicht auch noch verwurstet zu werden. Die Sprache wechselt zwischen Ethno-Öko-Gelaber und Hasta La Vista Baby-Niveau, aber dafür ist alles schön bunt und leuchtet, wenn man es anfasst.
Die beeindruckende 3D-Technik lässt dann auch noch den letzten Zuschauer vergessen, dass die Geschichte weniger zu bieten hat, als so manche Folge von SpongeBob Schwammkopf.
Ich habe mich während des ganzen Filmes gefragt, wie zum Teufel ist da nur Sigourney Weaver hineingeraten, die spielt doch sonst in ganz guten Filmen mit. Vielleicht wurde sie gezwungen, oder sie hat eine Wette verloren, ich weiss es nicht.
Und wie immer, wenn Hollywood es fertig gebracht hat, den Massen Verpackung als Inhalt anzudrehen, ziehen am Horizont bereits dunkle Schatten einer Fortsetzung auf...

Her

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Originaltitel: Her

Regie: Spike Jonze
Musik: Arcade Fire
Produktionsland: USA
Jahr: 2013
Hauptdarsteller: Joaquin Phoenix, Amy Adams, Rooney Mara.. u.a.

Die Grundidee der Geschichte ist sehr originell und verspricht einen äussert spannenden Ansatz zu einem alten Thema. Es fehlt der Umsetzung aber leider etwas die Luft, um mit aller Konsequenz bis zum Schluss durchzuhalten.

Dabei ist der Anfang sehr vielversprechend. Der psychisch labile Theodore (Joaquin Phoenix) kauft sich eine neues Betriebssystem (OS) mit künstlicher Intelligenz. Es entsteht eine Beziehung zwischen ihm und „Samantha“ der weiblichen Stimme des OS.
Samantha entwickelt sich aber in rasender Geschwindigkeit weiter, will immer mehr, kann immer mehr und „verlässt“ schliesslich Theodore.
Die Menschen, die alle mit einem Knopf im Ohr mit anderen sprechen und kaum noch Bezug haben zu ihrer Umgebung, kommen einem merkwürdig vertraut vor.
So gut die Entstehung der Beziehung beschrieben wird, und man die Unfähigkeit von Theodore mit seiner direkten Umgebung zu kommunizieren erkennt, so wird jedoch mit fortlaufender Spieldauer die Grenze der Glaubwürdigkeit etwas strapaziert.
Dazu kommen störende Details, wie all die chinesischen Schriftzeichen an Bahnhöfen und Hochhäusern, die der Illusion, es wäre LA, etwas im Weg stehen (Der Film wurde in Shanghai gedreht.). So etwas hätte man mit der heutigen Computertechnik problemlos retuschieren können.
Die Dialoge sind aber wirklich grösstenteils sehr gut und haben auch mitunter sogar philosophischen Anspruch.