Soul Men

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Originaltitel: Soul Men

Regie: Malcolm D. Lee
Musik: Stanley Clarke
Drehbuch: Robert Ramsey & Matthew Stone

USA / 2008

Hauptdarsteller: Samuel L. Jackson, Bernie Mac, Sharon Leal…u.a.

HANDLUNG

Louis und Floyd hatten vor zwanzig Jahren zusammen in einer Soulband als Background-Sänger gearbeitet.
Nachdem sich der Lead-Sänger entschieden hatte, eine Solokarriere zu starten, blieben Louis und Floyd alleine zurück und traten fortan als „The Real Deal“ auf. Bald schon gerieten sie aber in Streit und trennten sich.
Jahre später stirbt der Lead-Sänger und Floyd hat die Idee, zusammen mit seinem alten Kumpel Louis auf eine Reunion-Tour zu gehen. Es gelingt ihm, Louis zu überreden.
Bald schon haben sie mit ersten Problemen zu kämpfen und stellen fest, dass sie sich noch immer nicht ausstehen können.

REZENSION

Die Grundstory wäre eigentlich vielversprechend, aber mit der Umsetzung hatte ich so meine Mühe. Obwohl es immer wieder gute Sprüche und ganz witzige Szenen gibt, ist der Humor in diesem Film für mich etwas zu derb geraten.
Dazu kommt, dass Bernie Mac seine Rolle völlig überspielt. Man möchte förmlich als Zuschauer in den Film hineinrufen: Bitte etwas dezenter, bitte etwas leiser..! Samuel L. Jackson spielt gewohnt souverän und entschädigt etwas für den Rest. Wären da nicht einige ganz gute musikalische Einlagen, würde der Film kaum aus der Masse herausragen. Die Handlung an sich ist zu banal und vorhersehbar und macht das Ganze zu einem durchschnittlichen 08/15-Streifen.
Anlehnungen an die „Blues-Brothers-Filme“ sind nicht zu übersehen. Das vorliegende Werk kann aber in Sachen Charme, Witz und Timing zu keiner Zeit mit den Blues-Brothers-Streifen mithalten.

Fazit: Irgendwie hat man alles schon mal irgendwo besser und origineller gesehen. Aber als einfacher Feel-Good-Movie für ein verregnetes Wochenende taugt er durchaus...

Cadillac Records

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✮✮✮✮✮✮

Originaltitel: Cadillac Records

Regie: Darnell Martin
Musik: Terence Blanchard
Drehbuch: Darnell Martin
USA / 2008

Hauptdarsteller: Adrien Brody, Jeffrey Wright, Gabrielle Union, Beyoncé Knowles... u.a.


HANDLUNG

Erzählt wird die Geschichte des Plattenlabels Chess Records und ihres Gründers Leonard Chess.
Das kleine Independent-Lable wurde 1950 gegründet und machte so legendäre Musiker wie Muddy Waters, Little Walter, Etta James, Howlin' Wolf oder Chuck Berry bekannt.
Die Rassentrennung in den damaligen USA und der Konflikt zwischen Geld und Kunst bilden die Kernthemen dieses Musikfilmes.

REZENSION

Obwohl die Umsetzung sich herausnimmt, mit den tatsächliche Ereignissen sehr frei umzugehen, so wird zum Beispiel der Bruder und Mitbegründer Phil Chess praktisch weggelassen, ist ein durchaus interessanter und spannender Film entstanden.
Die schauspielerische Umsetzung der verschiedenen Musiker war wirklich überzeugend und kommt zum Teil dem Original unglaublich nah.
Am meisten überrascht hat mich die Umsetzung von Beyoncé Knwoles als Etta James. Sie hat das wirklich grossartig hinbekommen, und die Rolle war alles andere als einfach zu spielen. Bei den performten Songs entsteht dann auch mal Gänsehaut.
Die Darstellung der, damals noch sehr rassistischen, Verhältnisse in den USA wird sehr anschaulich dargestellt, und auch die Entstehung einer neuen musikalischen Ära kommt wirklich gut rüber.
Der Film ist natürlich viel zu kurz, um der wirklichen Bedeutung von Chess Records gerecht zu werden. Zu viel wurde nur angerissen oder sogar ganz weggelassen.