Angel-A

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Originaltitel: Angel-A

Regie: Luc Besson
Musik: Anja Garbarek
Drehbuch: Luc Besson
Frankreich / 2005

Hauptdarsteller: Jamel Debbouze, Rie Rasmussen, Gilbert Melki… u.a..


HANDLUNG

Der verschuldete und frustrierte Kleinganove André steht in Paris auf einer Seine-Brücke und will sich das Leben nehmen. Da taucht plötzlich neben ihm eine äusserst attraktive Frau auf, die sich angeblich ebenfalls umbringen will und vor seinen Augen in die Fluten stürzt. André springt hinterher, um sie zu retten, was ihm gelingt.
Das ungleiche Paar macht sich zusammen auf den Weg durch Paris und wie sich herausstellt, erweist sich Angela als sehr nützlich für den etwas linkischen André.
Während er die rätselhafte Angela anfänglich für eine Prostituierte hält, kommen ihm nach und nach Zweifel, die schliesslich in einer unglaublichen Entdeckung gipfeln…

REZENSION

An diesem Film scheiden sich ja die Geister. Die einen halten ihn für einen verworrenen, sinnentleerten Kitschstreifen, die anderen dagegen für ein ästhetisch tiefsinniges Meisterwerk - Die Wahrheit liegt, wie so oft wohl, irgendwo in der Mitte... Es wird sehr viel mit Ästhetik gearbeitet. Die Wahl, den Film in schwarz/weiss zu drehen, oder die zum Teil fotografischen Bildsequenzen von Paris, mögen da als Beispiel herhalten. Das ist schon schön und eindrücklich gemacht. Allerdings gibt es in der Story einige Schwachpunkte und Ungereimtheiten. Auch mit dem Ende war ich alles andere als glücklich. Dennoch hat der Film etwas, das einen packt und emotional kaum mehr loslässt. So oder so, auf jeden Fall ein Film, der in Erinnerung bleibt und einen bewegt - und genau das sollten gute Filme tun...

Ein sehenswerter Streifen für Freunde des ästhetischen, französischen Kinos, die sich nicht von leicht schwächelnden Storyverläufen abschrecken lassen.