Das schwarze Schaf

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Regie: Helmuth Ashley
Drehbuch: István Békeffy, Hans Jacoby
Musik: Martin Böttcher

Deutschland / 1960

Hauptdarsteller: Heinz Rühmann, Lina Carstens, Siegfried Lowitz, Karl Schönböck…u.a.

HANDLUNG

Wieder einmal konnte es der kriminalisierende Pfarrer Brown nicht lassen und klärt, sehr zum Unmut der örtlichen Polizei und seines Bischofs, einen Mordfall praktisch im Alleingang auf.
Sein Bischof hat diesmal aber genug und lässt Pfarrer Brown strafversetzen. Kaum ist Brown zusammen mit seiner murrenden Haushälterin am neuen Wirkungsplatz eingetroffen, kommt es auch schon zu einem Verbrechen. Während die örtliche Polizei ratlos ist, nimmt sich Brown der Sache an und gerät schon bald in Teufels-Küche…

REZENSION

Diese deutsche Adaption der „Father Brown“-Geschichten von G. K. Chesterton versteht es ausgezeichnet, den Schalk und die Pfiffigkeit der Originalfigur zu treffen. Ohne Frage ein Verdienst von Heinz Rühmann, der in dieser Figur eine Paraderolle gefunden hatte.
Diese Mischung aus vergnüglicher Unterhaltung und Kriminalfilm kam beim Publikum in den Sechzigern so gut an, dass man zwei Jahre später unter dem Titel „Er kann’s nicht lassen“ noch einen zweiten Teil nachschob. In der Tat funktioniert das Konzept auch aus heutiger Sicht nach wie vor. Wenngleich die Kriminalgeschichte für gegenwärtige Zuschauer etwas zu behäbig und konstruiert wirkt, trifft der schalkhafte Humor und die Ignoranz der Obrigkeit noch immer den Nerv der Zeit. Zudem kann der Streifen mit einer guten Atmosphäre punkten.
Alles in allem ein Film, der durch viel Liebe zum Detail auffällt und allein schon wegen der ewig murrenden Lina Carstens als Haushälterin Smith sehenswert ist…

Fazit: Egal ob man diesen Film aus nostalgischen Gründen anschaut oder weil man einfach Rühmann-Fan ist, bereuen wird man es nicht!