Der grosse Trip

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Originaltitel: Wild

Regie: Jean-Marc Vallée
Drehbuch: Nick Hornby
Musik: Yves Bélanger

USA / 2014

Hauptdarsteller: Reese Witherspoon, Laura Dern, Thomas Sadoski...u.a.

HANDLUNG

Charyl Strayed macht sich auf die 1600 Kilometer lange Wanderung entlang des Pacific Crest Trails (PCT). Es sind vor allem persönliche Gründe, die sie dazu treiben, den langen Weg alleine durch brütende Hitze, klirrende Kälte und menschenverlassene Gegenden zu unternehmen. Der gewalttätige Vater, sowie der frühe Tod ihrer Mutter haben sie aus der Spur gebracht und schliesslich auch ihre Ehe zerstört.
Sie kämpft aber nicht nur gegen die Natur, sondern auch mit zu engen Wanderschuhen und einem überladenen Rucksack, der von PCT-Bekanntschaften bald den Spitznamen „Monster“ erhält.
Auf sich alleine gestellt, gelingt es ihr nach und nach mit ihren Schuldgefühlen und den Strapazen fertig zu werden. Ihr Ziel ist die Bridge oft the Gods, die über den Columbia River führt…

REZENSIION

Es ist der Geschichte deutlich anzumerken, dass sie auf einer wahren Begebenheit beruht. Es wird weitgehend auf billige Effekthascherei verzichtet, wie es sonst bei solchen Produktionen üblich ist.
In unzähligen Rückblenden wird die Geschichte von Charyl Strayed aufgerollt und so den Zuschauer nach und nach ins Bild gesetzt. Diese Erzähltechnik bringt zum einen etwas Unruhe in den Storyverlauf, macht die Handlung zum anderen allerdings etwas abwechslungsreicher.
Das Drehbuch ist schlüssig und stimmig verfasst, Nick Hornbys Handschrift ist da deutlich zu erkennen. Dazu kommt die sehr gute schauspielerische Umsetzung durch Reese Witherspoon, die nicht nur die Hauptrolle übernahm, sondern den Streifen auch gleich mitproduzierte.
Es lassen sich aber durchaus auch leichte Schwächen bei der Figurentwicklung feststellen. So richtig fassbar wird die Hauptfigur bis zum Schluss nicht, vielleicht wurde das auch bewusst so angelegt…

Ein wichtiges stilistisches Element bildet die Filmmusik, die omnipräsent und sehr subtil eingesetzt wird. Im Zentrum steht dabei Simon & Garfunkels „El condor pasa“, welches während des ganzen Filmes immer wieder als Leitmotiv Verwendung findet, aber erst gegen Ende der Geschichte über die Anfangstakte hinauskommt.

Alles in allem eine kurzweilige Geschichte mit realistischer Umsetzung und wunderschönen Landschaftsaufnahmen.