Der kleine Nick macht Ferien

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Originaltitel: Les vacances du petit Nicolas

Regie : Laurent Tirard
Musik : Éric Neveux
Drehbuch : Laurent Tirard, Jaco Van Dormael, Grégoire Vigneron

Produktion: © Fidélité Films

Kamera: Denis Rouden
Schnitt: Valérie Deseine

Frankreich / 2014

Hauptdarsteller : Kad Merad, Valérie Lemercier, Mathéo Boisselier…u.a.


HANDLUNG

Endlich sind die Sommerferien angebrochen. Nick fährt mit seiner Familie ans Meer. Im schönen Strandhotel angekommen, findet Nick schnell Freunde. Nur eines bereitet im Sorge: Es gibt da ein Mädchen, Isabelle, das ihn stets mit ihren grossen unheimlichen Augen ansieht und die Nick überhaupt nicht geheuer ist. Als er dann auch noch den Verdacht hegt, dass seine Eltern ihn mit Isabelle verheiraten möchten, setzt er zusammen mit seinen neuen Freunden alles daran, damit Isabelles Familie schnellst möglich abreist.
Es kommt aber natürlich alles ganz anders als geplant. Isabelle entpuppt sich als unerwartet nett und bringt Nicks Pläne gehörig ins Schleudern. Von seinen Eltern ist kaum Hilfe zu erwarten, die sind derweil mit einem italienischen Filmregisseur beschäftigt, der Nicks Mutter zur Schauspielkarriere überreden will…

REZENSION

Der zweite Teil der „Kleine-Nick-Reihe“ steht, was Atmosphäre und Humor anbelangt, dem ersten Teil in nichts nach. Es ist immer wieder erstaunlich, wie es die Franzosen hinbekommen, so leichte und unterhaltsame, familientaugliche Komödien abzudrehen ohne dabei die Intelligenz zu beleidigen. Die Dialoge sind amüsant und der feine Humor von Sempés Zeichnungen wurden filmisch wunderbar eingefangen.
So weit so gut. Etwas schade finde ich, dass in diesem zweiten Teil die Geschichte nicht konsequent fortgesetzt wurde, so fehlt zum Beispiel die im ersten Teil geborene kleine Schwester Nicks.
Schauspielerisch kann der Film, wie meist bei französischen Produktionen, überzeugen. Selbst die überdrehtesten Szenen wirken glaubhaft und charmant zugleich.

Alles in allem haben wir es hier mit einem familientauglichen Unterhaltungsstreifen zu tun, der mit seinem Blick aus der kindlichen Perspektive kaum jemanden unberührt lassen wird. Gleichzeitig ist der Film auch eine Hommage an grosse französische Klassiker wie „Monsieur Hulot macht Ferien“ oder an den unerreichten Mimen Louis de Funès…