American Hustle

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Originaltitel: American Hustle

Regie: David O. Russell
Musik: Danny Elfman
Drehbuch: Eric Waren Singer & David O. Russel
USA / 2013

Hauptdarsteller: Christian Bale, Bradley Cooper, Amy Adams, Jennifer Lawrence...u.a.


HANDLUNG

Gemeinsam mit seiner Geliebten Sydney Prosser (Amy Adams) betreibt Irving Rosenfeld (Christian Bale) eine Waschsalonkette. Diese dient den beiden Trickbetrügern jedoch nur als Tarnung. Hinter den Kulissen werden krumme Geschäfte abgewickelt, wie der Handel mit gefälschter Kunst oder Kreditbetrug. Bei letzterem werden die beiden vom FBI-Agent Richie DiMaso überführt und danach gezwungen, bei einer verdeckten FBI-Operation als Lockvögel mitzumachen. Was als harmlose Überführung anderer Trickbetrüger beginnt, führt bald in einen Sumpf von Korruption und Bestechung, wobei ranghohe Politiker ebenso darin verstrickt sind, wie auch diverse Mafia-Organisationen der Ostküste.
DiMasos grössenwahnsinnige Pläne werden immer gefährlicher und die Lage zunehmend undurchschaubar. Höchste Zeit also für Sydney und Irving, sich aus der Sache auszuklinken. Das ist aber alles andere als einfach und erfordert einen gutdurchdachten Plan...

REZENSION

Ein wirklich geniales Stück Schauspielkunst wird uns in dem rasant inszenierten und abwechslungsreich verfilmten Streifen von David Russell geboten. Wobei der Humor sehr skurril und die Handlung äusserst komplex ist.
Obwohl alle Rollen hervorragend besetzt sind, hat mir Jennifer Lawrence als frustrierte und sitzengelassene Ehefrau am besten gefallen.
Während ich von Minute zu Minute begeisterter dem wilden Treiben folgte und schliesslich beim Auftauchen von Robert De Niro (wer sonst) als Mafia-Boss endgültig sicher war, es mit einem filmischen Meisterwerk zu tun zu haben, wurde ich dann in den letzten Minuten etwas auf den harten Boden der Wirklichkeit zurückgeholt.
Während man der Entwicklung der Geschichte und auch dem Hauptteil sehr viel Zeit einräumte, wurde das Ende leider viel zu überhastet erzählt. Das raubt der Geschichte die Glaubwürdigkeit und macht aus einem Meisterwerk eben „nur“ noch einen sehr guten Film.
Diese fehlende Luft gegen Schluss führt dazu, dass ich jetzt nicht wie beabsichtigt sagen kann: Der Streifen spielt auf Augenhöhe mit Filmen wie „The Big Lebwoski“ oder „Jackie Brown“, sondern lediglich attestiere, dass er diese grösstenteils erfolgreich nachzuahmen versucht.