The Magic of Belle Isle - Ein verzauberter Sommer

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Originaltitel: The Magic of Belle Isle

Regie: Rob Reiner
Musik: Marc Shaiman
Drehbuch: Guy Thomas
USA / 2012

Hauptdarsteller: Morgan Freeman, Virginia Madsen, Emma Fuhrmann... u.a.

HANDLUNG

Der Western-Schriftsteller Monte Wildhorn leidet unter einer Schreibblockade. Der Tod seiner geliebten Frau hat aus ihm einen mit seiner Umwelt hadernden Trinker gemacht. Seine Verwanden verfrachten den in einem Rollstuhl sitzenden Schriftsteller in ein Sommerhäuschen aufs Land.
Am beschaulichen Greenwood Lake verwandelt sich der Griesgram Monte nach und nach wieder zu einem liebenswerten und hilfsbereiten Menschen. Dabei sind der Hund Ringo, den er kurzerhand in Spot umtauft, und seine Nachbarin Charlotte O’Neil nicht ganz unschuldig an seiner Verwandlung.
Die wichtigste Bezugsperson wird aber Charlottes 9-jährige Tochter Finnegan, die von Monte unbedingt die Kunst des Geschichtenerzählens erlernen will. Monte wird zu Beginn eher gegen seinen Willen von ihr als Mentor engagiert, findet aber zunehmend gefallen an seinem neuen „Job“…

REZENSION

Ich habe selten einen Film gesehen, auf den die Bezeichnung „Feel-Good-Movie“ treffender gewesen wäre, als bei dem vorliegenden Werk von Rob Reiner.
Morgan Freeman spielt seine Rolle gewohnt souverän und liebenswert. Ohne dass die Figur überzeichnet oder kitschig wirken würde.
Man hat nun nicht gerade das Kino neu erfunden mit der Grundgeschichte, es ist aber eine liebenswerte und sehr unterhaltsame Variation.
Zusammen mit der wunderschönen Landschaft und dem pittoresken Städtchen ist eine emotional packende Komödie entstanden, die durchaus auch Raum für ernste Themen lässt.
Rob Reiner, der schon Filmperlen wie „Harry und Sally“ oder „Stand by Me“ geschaffen hat, ist es einmal mehr gelungen, grosses Kino zu machen oder anders ausgedrückt: Beste Unterhaltung!

Angels' Share - Ein Schluck für die Engel

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Originaltitel: The Angels' Share

Regie: Ken Loach
Musik: George Fenton
Produktionsland: GB / F / B / I

Jahr: 2012

Hauptdarsteller: Paul Brannigan, John Henshaw, Gary Maitland...


Trotz einiger Drehbuchbedingter Mängel habe ich mich sehr gut unterhalten gefühlt bei diesem Streifen. Die Balance zwischen Humor und Drama ist gelungen und geben der Geschichte eine realistische Tiefe.
Auch die Idee der Verknüpfung von Underdogs und Upper Class fand ich gelungen und macht nicht zu Letzt den Reiz dieser Verfilmung aus.
Der Schluss mag etwas zu weit hergeholt sein, führt aber letztlich zu einem Happy-End, wie man ihn sich für eine solche Story wünscht...

Wer „Trainspotting „ mag oder etwas für britische Tragikkomödien übrig hat, wird diesen Film sicher mögen.

Frances Ha

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Originaltitel: Frances Ha

Regie: Noah Baumbach
Musik: George Drakoulias

USA / 2012

Darsteller: Greta Gerwig, Mickey Sumner, Adam Driver,



Frances Ha ist eine sehr ruhig, aber auch mitreissend erzählte Tragikkomödie, die mich von Anfang an in ihren Bann gezogen hat. Die etwas ziellos und leicht chaotisch wirkende Frances und ihre Freundin Sophie leben in einer beinah symbiotischen Beziehung. Beide auf der Suche nach ihrem Glück oder wenigstens dem Weg dorthin.
Die Geschichte ist komisch, zuweilen aber auch tief traurig, und die orientierungslose Frances wächst einem von Minute zu Minute mehr ans Herz.
Frances Ha ist wieder mal einer jener kleinen Low Budget Independent-Filme, die den grossen Brüdern in Hollywood so richtig zeigen, wo der Hammer hängt. Es braucht eben keine bombastischen Kulissen und Millionen schwere Special Effects, um grosses Kino zu machen.
Die Entscheidung, den Film in schwarz/weiss zu drehen, reduziert die Geschichte zusätzlich noch aufs Wesentliche und sorgt für die sehr eindrückliche Grundstimmung.
Ein wenig hat es mich an die Frühwerke von Woody Allen erinnert.