2. Weltkrieg

Indiana Jones: Jäger des verlorenen Schatzes

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Originaltitel: Raiders Of The Lost Ark

Regie: Steven Spielberg
Musik: John Williams
Drehbuch: George Lucas, Philip Kaufman, Lawrence Kasdan
Produktion: © Paramount Pictures / Lucasfilm
Kamera: Douglas Slocombe
Schnitt: Michael Kahn

USA / 1981

Hauptdarsteller: Harrison Ford, Karen Allen, Paul Freeman...u.a.

HANDLUNG

Im Unterschied zum englischen Original, lässt der deutsche Titel den Zuschauer im Dunkeln, um was es hier eigentlich geht.
Wir schreiben das Jahr 1936. Der amerikanische Archäologieprofessor Henry Jones (gennant Indiana Jones) wird vom US-Geheimdienst engagiert, um in Ägypten die Nazis daran zu hindern, die sagenumwobene Bundeslade zu finden. Jones soll verhindern, dass die Nationalsozialisten in deren Besitz gelangen, da man befürchtet, dass Hitlers Armee unbesiegbar würde, sollte sie in den Besitz dieser Lade gelangen.
Indiana Jones gelingt es die Bundeslade zu finden, er verliert sie aber gleich darauf wieder an die Nazis. Eine wilde Jagd und viele Abenteuer später gelingt es Jones mit Unterstützung von Marion Ravenwood und seinem Freund Sallah, den Nazis die Bundeslade wieder abzujagen...

REZENSION

Vorneweg gilt es festzustellen, dass man in der Lage sein muss, seine linke Hirnhälfte weitestgehend auszublenden, um diesen Film geniessen zu können. Diesem ersten Teil der Indiana-Jones Tetralogie ist, was die Story anbelangt, mit Logik und tieferliegendem Sinn kaum beizukommen.
Gelingt einem dies aber, hat man vergnügliche, spannende und sehr actiongeladene zwei Filmstunden vor sich.
Ursprünglich hätte eigentlich Tom Selleck die Rolle des Indiana Jones spielen sollen, er war aber vertraglich bereits an die damals anlaufende Magnum-Serie gebunden. Harrison Ford macht seine Sache aber ausgezeichnet und spielt, sofern es die hanebüchene Story zulässt, glaubhaft und mit dem nötigen Schalk. Überhaupt wird mit viel Ironie und schwarzem Humor versucht, die an sich ernsthafte Geschichte etwas zu brechen, und entstanden ist so etwas wie eine wilde Mischung aus James Bond und Tim und Struppi.
Die gebotenen Action-Szenen sind imposant und eindrücklich umgesetzt. Dem Zuschauer wird kaum eine Minute zum Durchschnaufen gegönnt, da die ganze Dramaturgie vollständig auf Rasanz und äussere Ereignisse getrimmt ist. Reflexion und Analyse ist Indiana Jones Ding nicht...

Fazit: Vergnügliches Popcorn-Kino für Freunde des gepflegten Action- und Abenteuer-Kinos.

The King's Speech - Die Rede des Königs

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Originaltitel: The King’s Speech

Regie: Tom Hooper
Musik: Alexandre Desolat
Drehbuch: David Seidler

Produktion: © Sea-Saw Films / Bedlam Productions
Kamera: Danny Cohen
Schnitt: Tariq Anwar

Grossbritannien, USA, Australien / 2010

Hauptdarsteller: Colin Firth, Geoffrey Rush, Helena Bonham Carter…u.a.


HANDLUNG

Albert, der zweitälteste Sohn des englischen Königs George V., leidet darunter, dass er stottert und kaum einen Satz ohne Unterbruch zustande bringt.
Da er von seinem strengen Vater immer wieder zu öffentlichen Auftritten verdonnert wird, sucht er schliesslich den Sprachtrainer Lionel Logue auf, der ihm dabei helfen soll, endlich ohne zu stottern zu sprechen.
Als sein Vater stirbt und der älteste Sohn abdankt, um eine bürgerliche Amerikanerin zu heiraten, ist für Albert die schlimmstmögliche Wendung eingetreten: Er wird 1937 zum König George VI. ernannt.
Die eigentliche Bewährungsprobe für ihn findet aber im Jahre 1939 statt. Er soll via Radio zu seiner Nation reden, um sie auf den herannahenden Krieg vorzubereiten - mit Lionel an seiner Seite, stellt er sich der Herausforderung…

REZENSION

„The King’s Speech“ wurde 2011 förmlich mit Oscars überhäuft. Dies ist insofern bemerkenswert, da in der Regel so ruhige und zurückhaltend inszenierte Streifen im grossen Oscar-Getümmel eher untergehen. Dazu kommt, dass es sich hier weder um eine umfassende Biopic über König George VI. handelt, noch die politischen oder wenigsten privaten Hintergründe übermässig ausführlich behandelt werden.
Aber vielleicht ist es eben gerade die Tatsache, dass sich das Drehbuch zu keiner Zeit verhaspelt und die Story konsequent dem einen roten Faden der Geschichte folgt. Dies geschieht mit einer derart bemerkenswerten Ruhe und Ernsthaftigkeit in der Inszenierung und einer schauspielerischen Präsenz, dass man sich als Zuschauer dem Geschehen kaum zu entziehen vermag.
„The King’s Speech“ ist ein bemerkenswerter Film, wie es ihn nur alle paar Jahre mal gibt, und bei dem einfach alles wie in einem perfekten Uhrwerk zusammenspielt. Dies betrifft sowohl die schauspielerische Umsetzung, wie auch die Inszenierung, die an Timing und Schlüssigkeit keine Wünsche offen lässt.

Es mag nur ein kleines historisches Versatzstück sein, das die grossen Zusammenhänge ausblendet - und macht gerade deshalb neugierig auf mehr…

Fazit: Wenn Sie etwas mit Historienfilmen am Hut haben oder einfach wieder einmal einen wirklich gut umgesetzten und stimmigen Film sehen möchten, sind sie hier genau richtig. Kann ich weiterempfehlen!