10 Dinge, die ich an Dir hasse

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Originaltitel: 10 Things I Hate About You

Regie: Gil Junger
Musik: Richard Gibbs
Drehbuch: Karen McCullah Lutz / Kristen Smith

USA / 1999

Hauptdarsteller: Heath Ledger, Julia Stiles, Joseph Gordon-Levitt, Larisa Oleynik...u.a.

HANDLUNG

Bianca Stratford ist eine der beliebtesten Schülerinnen an der Padua-High-School. Ihr einziges Problem ist ihre Schwester Kat, die am untersten Ende der Beliebtheitsskala der Schule steht und mit ihrer ruppigen Art bei Lehrern wie Mitschülern aneckt.
Bianca möchte unbedingt mit ihrem Schulschwarm Joey ausgehen, was ihr aber von ihrem gestrengen Vater untersagt wird. Er stellt die Regel auf, dass Bianca erst mit einem männlichen Mitschüler ausgehen darf, wenn auch ihre ältere Schwester Kat ein solche Verabredung hat. Kat kann der Männerwelt allerdings gar nichts abgewinnen und bringt die kleine Schwester mit ihrer widerspenstigen Art auf die Palme.
Um endlich mit Bianca ausgehen zu können, besticht Joey den rebellischen Patrick, damit dieser Kat zu einem Date überredet. Doch der Plan geht gründlich schief, da sich Patrick tatsächlich in Kat verliebt und der schüchterne Cameron Bianca davon zu überzeugen versucht, dass Joey alles andere als der nette Schönling ist, für den ihn Bianca hält. Es kommt wie es kommen muss – die Geschichte gerät gründlich ausser Kontrolle...

REZENSION

In den 80er- und 90er-Jahren wurden unzählige High-School-Teenie-Kömödien produziert. Die meisten sind heute (zu recht) in Vergessenheit geraten. Ganz anders sieht das bei dem hier vorliegenden Werk aus, das sich mit seiner frischen originellen Art deutlich von seinen Genre-Kollegen abhebt.
Das ist zum einen auf die recht komplexe und vielschichtige Grundstory zurückzuführen, die sich im Wesentlichen auf Shakespeares „Die Widerspenstige Zähmung“ abstützt. Mit diesem Shakespeare-Element wird dann auch immer wieder gespielt. Zum anderen haben wir es hier mit einem unglaublich guten Cast zu tun, allen voran der leider viel zu früh verstorbene Heath Ledger, der mit der weiblichen Hauptdarstellerin Julia Stiles hervorragend harmoniert und dadurch eine Tiefe aufkommen lässt, wie sie normalerweise bei solchen High-School-Filmen nicht zu finden ist.
Im Grunde ist es kein High-School-Film, vielmehr ein gut gemachter Coming-of-Age-Film, bei dem die Akteure zufällig High-School-Schüler sind. So stehen dann auch nicht die Schulprobleme oder die Lehrer im Mittelpunkt, sondern die Beziehungen unter den Schülern.
Abschliessend will ich noch auf die kongeniale Filmmusik eingehen, die zum Gelingen des Filmes einen nicht unwesentlichen Beitrag leistet. Verwendet wurde hauptsächlich Independent-Musik aus dem Ska-Bereich. Es entsteht eine ausgezeichnete Atmosphäre, indem einzelne Bands wie beispielsweise die Save Ferris während des Filmes life performen und so den Szenen ein sehr authentisches Flair verleihen.