Mel Brooks' Blazing Saddles

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Originaltitel: Blazing Saddles

Regie: Mel Brooks
Musik: Mel Brooks, John Morris
Drehbuch: Mel Brooks..u.a.

Produktion: © Crossbow Productions / Warner Brothers
Kamera: Joseph F. Biroc
Schnitt: Danford B. Greene / John C. Howard

USA / 1974

Hauptdarsteller: Cleavon Little, Gene Wilder, Mel Brooks, Madeline Kahn…u.a.

HANDLUNG

Da der Bau einer Eisenbahnstrecke in der Nähe der Wildweststadt Rock Ridge vorbeiführen wird, steigt der Wert des Bodens ins Unermessliche. Um einfach an den begehrten Boden zu kommen, versucht der geldgierige Vizegouverneuer Hedley Lamarr mit allen Mitteln, den Bewohnern von Rock Ridge das Leben schwer zu machen. Dabei schreckt er auch nicht davor zurück, die übelsten Revolverhelden und Halsabschneider zu engagieren, um die Leute einzuschüchtern. Als schliesslich der Sheriff erschossen wird, entsendet Lamarr den schwarzen Eisenbahnarbeiter Bart als neuen Sheriff nach Rock Ridge, wohlwissend, dass der arme Bart damit zwischen alle Stühle fallen wird und kaum einen Tag am Leben bleiben dürfte.
Er hat die Rechnung aber ohne den gewitzten Bart und seinen neuen Freund Kid the Kid gemacht, die dem hinterhältigen Vizegouverneur bald gehörig die Suppe versalzen…

REZENSION

Mel Brooks Filme sind ja allgemein sehr kontrovers. Die einen halten sie für oberflächlich, albern und überzeichnet. Die anderen, und dazu möchte ich mich auch zählen, sind der Ansicht, dass doch einiges mehr dahintersteckt als der vordergründige Klamauk, der zugegebenermassen natürlich als erstes ins Auge fällt.
Mel Brooks ist einer der wenigen Hollywood-Regisseure, der sich an sehr heikle Themen wagt und den Zuschauer auf provokante Art und Weise damit konfrontiert.

In dem hier vorliegenden Werk hat er sich dem Thema Rassismus angenommen. Der erste schwarze Sheriff, der sich mit der Ignoranz und den Vorurteilen der „anständigen“ Bürgern herumschlagen muss, und erst etwas Anerkennung findet, nachdem es ihm gelingt, dem hinterhältigen Treiben des Vizegouverneurs Einhalt zu gebieten.

Der Streifen hätte ursprünglich eigentlich in den 1970er-Jahren spielen sollen. Brooks bekam aber Ärger mit Warner Bros. über verschiedene Szenen. So entschloss man sich, den Film in der Vergangenheit spielen zu lassen, um die gesellschaftspolitische Brisanz etwas zu entschärfen. Brooks liess es sich allerdings nicht nehmen, seine Protagonisten gegen Ende des Filmes dann doch noch in die Gegenwart stolpern zu lassen…

Das Drehbuch strotzt, wie bei Brooks üblich, vor originellen und unerwarteten Einfällen. Mag er ab und an auch etwas übers Ziel hinausgeschossen sein, ist das Ganze wilde Treiben auch aus heutiger Sicht immer noch witzig und amüsant.
Die Szene mit dem jiddisch sprechenden Häuptling mag als Beispiel für Mel Brooks subversiven Humor herhalten. Man kann das als platten, etwas deplatzierten Witz ansehen. Kennt man sich jedoch etwas aus in der indigenen Geschichte, eröffnet sich eine viel tiefere Dimension; im 19. Jahrhundert fand tatsächlich eine ernsthafte Diskussion darüber statt, ob es sich bei den indianischen Völkern nicht etwa um die Verlorenen Stämme Israels handle…

Wie man es auch dreht und wendet, entweder man mag ihn oder eben nicht. Ich mag ihn…

Der Weg nach Westen

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Originaltitel: The Way West

Regie: Andrew V. McLaglen
Musik: Bronislau Kaper
Drehbuch: A. B. Guthrie Jr., Mitch Lindemann, Ben Maddow

USA / 1967

Hauptdarsteller: Kirk Douglas, Robert Mitchum, Richard Widmark, Sally Field...u.a.

HANDLUNG

Captain William J. Tadlock organisiert einen Siedlertreck, der von Missouri nach Oregon führen soll. Tadlocks Vision ist der Bau einer neuen Stadt nach seinen Vorstellungen.
Er heuert Dick Summers, einen erfahrenen Pfadfinder an.
Schon bald nach Aufbruch des Trecks, stösst Tadlocks autoritäre Art und sein menschenverachtender Umgang auf Kritik bei seinen Mitreisenden. Als er schliesslich, um Zeit zu sparen, die Abkürzung durch die Wüste wählt, eskaliert das Ganze, und es kommt zur offenen Meuterei gegen Tadlock. Doch der schwierigste Teil der Reise steht erst noch bevor, denn eine tiefe Schlucht stellt alle vor eine beinahe unlösbare Aufgabe. Nun wird sich zeigen, ob die Gruppe es schafft, sich wieder zusammen zu raufen, um ihr Ziel zu erreichen…

REZENSION

„Der Weg Nach Westen“ gehört zu jenen Monumental-Western, die zu einer Zeit entstanden, in der das klassische Western-Genre eigentlich schon zu einer aussterbenden Filmgattung gehörte.
Noch einmal wurde versucht, mit viel Aufwand und Authentizität, die grossen Themen und Tugenden aufleben zu lassen.
Herausgekommen ist ein relativ harmlos inszenierter und wenig mutig umgesetzter Standard-Western. Auch das Indianerbild ist noch stark dem klassischen Klischee verhaftet.
Dennoch hat er auch Bemerkenswertes zu bieten. Wunderschöne Szenenbilder zum Beispiel oder ein ganz gut agierendes Dreierteam in den Hauptrollen mit Kirk Douglas, Richard Widmark und Robert Mitchum.
Das wirkliche Highlight dieses Streifens ist aber eine junge Dame, die hier ihren allerersten Auftritt in einem Spielfilm hat und meiner Meinung nach die drei Herren locker an die Wand spielt: Sally Field. Allein schon deswegen ein sehenswerter Western.

Bandidas

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Originaltitel: Bandidas

Regie: Joachim Ronning & Espen Sandberg
Musik: Eric Serra
Produktionsland: USA, Frankreich, Mexico

Jahr: 2006

Hauptdarsteller: Penélope Cruz, Salma Hayek, Steve Zahn.. u.a.


Ich hatte vier gute Gründe, um mir diesen Film anzusehen. Erstens, Salma Hayek, von der ich bis jetzt nur gute Filme gesehen habe. Zweitens, Penelope Cruz, die ich für eine der schönsten Schauspielerinnen halte, die zur Zeit aktiv sind. Drittens, Luc Besson, dessen originelle Filmideen ich immer wieder bewundere, und viertens liebe ich Westernparodien.

Ich weiss nicht, ob es daran liegt, dass hier „zwei“ Regisseure am Werk waren (die sich vielleicht dauernd widersprochen haben) oder daran, dass „zwei“ Drehbuchautoren schrieben (die sich vielleicht gegenseitig nicht erzählt haben, was sie schrieben). Auf jeden Fall ist ein unsäglicher Blödsinn dabei herausgekommen.

Man wollte sexy sein und war nur peinlich, und man wollte Action reinbringen und hat dabei vergessen, dass man auch noch eine Handlung benötigen würde.
Dabei hätte man aus der Grundgeschichte einen so wunderbaren Film machen können. Penelope Cruz ist schon sexy, wenn sie schaut, die muss man nicht in einen Fluss tauchen dafür. Das Zauberwörtchen wäre Subtilität. Ein Wort, das den beiden Regisseuren komplett unbekannt sein dürfte. Jedes Mal wenn man als Zuschauer wieder eine Peinlichkeit ertragen hatte und sich der Hoffnung hingab, es würde dann schon irgendwann etwas Lustiges geschehen, wurde man durch eine noch grössere Peinlichkeit und/oder nackten Sexismus wieder auf den Boden der Realität geholt.

Mit Selma Hayek und Penelope Cruz in den Hauptrollen einen derart schwachen Film abzuliefern, ist eine reife Leistung, die ich niemals für möglich gehalten hätte.
Das Tragische ist, dass selbst die Szenen, die im Kino-Trailer noch amüsant wirken, im Kontext des Filmes nur noch albern sind. Ich kann mich echt nicht erinnern, wann ich das letzte Mal eine Parodie gesehen habe, bei der ich nicht ein einziges Mal lachen musste.