Science-Fiction

Avatar - Aufbruch nach Pandora

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Originaltitel: Avatar

Regie: James Cameron
Musik: James Horner
Drehbuch: James Cameron
USA / 2009

Hauptdarsteller: Sam Worthington, Zoë Saldana, Sigourney Weaver, Michelle Rodriguez…u.a.


HANDLUNG

Wir schreiben das Jahr 2154. Die Rohstoffe auf der Erde sind aufgebraucht und die Menschheit macht sich auf den Weg nach Pandora, einem erdähnlichen Mond, um dort die Ressourcen auszubeuten. Um mit den Ureinwohnern in Kontakt zu treten, werden sogenannte Avatare geschaffen, die sich durch Gedankenübertragung steuern lassen. Es entbrennt ein Kampf um Pandora…

REZENSION


Was kommt heraus, wenn man James Bond, John Wayne und Pocahontas in einen Film steckt? Genau: Avatar! Nur dass der Bösewicht noch etwas böser, die Indianer blau sind und Pocahontas einen Schwanz bekommt.
Man hat bei diesem Machwerk soviel Zeit und Geld in die "Verpackung" gesteckt, dass man komplett vergessen hat, dass ein guter Film primär eigentlich eine gute Handlung oder wenigstens überhaupt eine Handlung haben sollte.
Kein Klischee ist zu abgedroschen, um in diesem Streifen nicht auch noch verwurstet zu werden. Die Sprache wechselt zwischen Ethno-Öko-Gelaber und Hasta La Vista Baby-Niveau, aber dafür ist alles schön bunt und leuchtet, wenn man es anfasst.
Die beeindruckende 3D-Technik lässt dann auch noch den letzten Zuschauer vergessen, dass die Geschichte weniger zu bieten hat, als so manche Folge von SpongeBob Schwammkopf.
Ich habe mich während des ganzen Filmes gefragt, wie zum Teufel ist da nur Sigourney Weaver hineingeraten, die spielt doch sonst in ganz guten Filmen mit. Vielleicht wurde sie gezwungen, oder sie hat eine Wette verloren, ich weiss es nicht.
Und wie immer, wenn Hollywood es fertig gebracht hat, den Massen Verpackung als Inhalt anzudrehen, ziehen am Horizont bereits dunkle Schatten einer Fortsetzung auf...

Her

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✮✮✮✮✮✮

Originaltitel: Her

Regie: Spike Jonze
Musik: Arcade Fire
Produktionsland: USA
Jahr: 2013
Hauptdarsteller: Joaquin Phoenix, Amy Adams, Rooney Mara.. u.a.

Die Grundidee der Geschichte ist sehr originell und verspricht einen äussert spannenden Ansatz zu einem alten Thema. Es fehlt der Umsetzung aber leider etwas die Luft, um mit aller Konsequenz bis zum Schluss durchzuhalten.

Dabei ist der Anfang sehr vielversprechend. Der psychisch labile Theodore (Joaquin Phoenix) kauft sich eine neues Betriebssystem (OS) mit künstlicher Intelligenz. Es entsteht eine Beziehung zwischen ihm und „Samantha“ der weiblichen Stimme des OS.
Samantha entwickelt sich aber in rasender Geschwindigkeit weiter, will immer mehr, kann immer mehr und „verlässt“ schliesslich Theodore.
Die Menschen, die alle mit einem Knopf im Ohr mit anderen sprechen und kaum noch Bezug haben zu ihrer Umgebung, kommen einem merkwürdig vertraut vor.
So gut die Entstehung der Beziehung beschrieben wird, und man die Unfähigkeit von Theodore mit seiner direkten Umgebung zu kommunizieren erkennt, so wird jedoch mit fortlaufender Spieldauer die Grenze der Glaubwürdigkeit etwas strapaziert.
Dazu kommen störende Details, wie all die chinesischen Schriftzeichen an Bahnhöfen und Hochhäusern, die der Illusion, es wäre LA, etwas im Weg stehen (Der Film wurde in Shanghai gedreht.). So etwas hätte man mit der heutigen Computertechnik problemlos retuschieren können.
Die Dialoge sind aber wirklich grösstenteils sehr gut und haben auch mitunter sogar philosophischen Anspruch.