Gesellschaftskomödie

What We Did On Our Holiday

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Originaltitel: What We Did on Our Holiday

Regie: Andy Hamilton & Guy Jenkin
Musik: Alex Heffes
Drehbuch: Andy Hamilton & Guy Jenkin

Produktion: © BBC / Lipsync Productions / Origin Pictures
Kamera: Martin Hawkins
Schnitt: Steve Tempia / Mark Williams

Grossbritannien / 2014

Hauptdarsteller: David Tennant, Rosamund Pike, Billy Connolly, Ben Miller, Emilia Jones, Bobby Smalldridge, Amelia Bullmore…u.a.

HANDLUNG

Es sollte ein harmonischer Familienurlaub beim Grossvater in Schottland werden, doch die Konstellationen sind denkbar ungünstig. Doug und seine Noch-Ehefrau Abi streiten sich schon vor der Abfahrt in London, sehr zum Unwillen ihrer Kinder Jess, Lottie und Michey. Die baldige Scheidung des Ehepaares macht sichtlich allen zu schaffen und Doug und Abi haben beschlossen, Dougs Vater Gordie, der schwer krank ist, nichts davon zu erzählen und eine harmonische Familienidylle vorzugaukeln.
In Schottland eingetroffen, wird aber bald klar, dass das wesentlich einfacher geplant als durchgeführt ist. Und so nimmt das Schicksal seinen Lauf: Die Eltern streiten sich, die Kinder verplappern sich und die unter Depressionen leidende Tante und der snobistische Onkel verkomplizieren die Situation zusätzlich…
Ein dramatisches Ereignis lässt die Familie näher zusammenrücken und macht schliesslich allen klar, auf was es im Leben wirklich ankommt…

REZENSION

Obwohl sich die Geschichte mehr nach Drama denn nach Komödie anhört, haben wir es hier mit einer sehr leichten und mit viel schwarzem Humor durchsetzten Komödie/Tragikkomödie zu tun.
Der rabenschwarze englische Humor ist es denn auch, der aus einer recht konventionellen Geschichte etwas besonders macht. Die Dialoge sind ausgesprochen pointiert und intelligent. Wie die drei Kinder mit einfachen Fragen den pingeligen Onkel komplett aus dem Konzept bringen können, ist grosses Kino und zum Brüllen komisch.

Die Handlung entfernt sich zuweilen weit von realistischen Darstellungen, was interessanterweise zu keiner Zeit stört. Dies kann nicht zuletzt der hervorragenden schauspielerischen Umsetzung zugeschrieben werden – speziell auch die Kinder spielen beeindruckend.
Ebenso beeindruckend sind die wunderschönen Landschaftsaufnahmen, die nicht unwesentlich zur ruhigen Gelassenheit, die der Film ausstrahlt, beitragen.
Der einzige wirkliche Minuspunkt dürfte der völlig unpassende, sogar irreführende deutsche Titel sein…

Eine leichte, lockere Sommer-Komödie, bei der es um nichts weniger als ums Sterben und den Sinn im Leben geht – Sie denken, das geht nicht zusammen? Dann schauen Sie sich diesen Film an und Sie werden eines Besseren belehrt!

Best Exotic Marigold Hotel 2

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Originaltitel: The Second Best Exotic Marigold Hotel

Regie:
John Madden
Musik: Thomas Newman
Drehbuch: Ol Parker

Produktion: © Blueprint Pictures
Kamera: Ben Smithard
Schnitt: Victoria Boydell

USA, Grossbritannien / 2015

Hauptdarsteller: Judi Dench, Maggie Smith, Dev Patel, Tena Desae, Richard Gere…u.a.

HANDLUNG

Während einige der älteren Besucher aus dem ersten Teil es sich im Best Exotic Marigold Hotel gemütlich gemacht haben, hat der umtriebige Hotelbesitzer Sonny bereits ein neues Grundstück ins Auge gefasst. Er träumt vom Second Best Exotic Hotel. Sonny versucht zusammen mit Muriel Geldgeber für sein neues Projekt zu finden, gleichzeitig steckt Sonny bis über beide Ohren in der Vorbereitung zur Hochzeit mit seiner Freundin Sunaina.
Auch die anderen Bewohner verwickeln sich in verschiedene Beziehungsgeschichten. Als dann zwei neue Bewohner eintreffen, kommt Unruhe in die Gesellschaft, da Sonny den einen von ihnen für einen Hotelinspektor hält…

REZENSION

Nach dem Überraschungserfolg „Best Exotic Marigold Hotel“, gibt es in diesem zweiten Teil ein Wiedersehen mit den agilen Rentnern in Jaipur, Indien.
Es wird allerdings rasch ersichtlich, dass die Macher wohl selber ziemlich überrumpelt worden sind vom Erfolg des ersten Teiles. Das Drehbuch dieser Fortsetzung wirkt recht ideenlos und einfach gestrickt. Gab es im ersten noch einige Überraschungen und interessante Beziehungsgeschichten zu bestaunen, bewegt sich der zweite Teil weitestgehend im bekannten und sicheren Fahrwasser des Erfolges.
Die Neuzugänge wie etwa Richard Gere waren wohl als Überbrückung dieser inhaltlichen Leere vorgesehen, können den Streifen aber auch nicht wirklich weiter bringen…
So bleibt dem Zuschauer nur, sich an der nach wie vor starken schauspielerischen Leistung von Judi Dench, Maggie Smith und Dev Patel zu erfreuen. Auch der indische Charme ist der Verfilmung zum Glück nicht abhanden gekommen, und zusammen mit der schönen Filmmusik kann man dann trotz allem einen angenehmen, wenn auch recht ereignislosen, Filmabend geniessen.
Als Fortsetzung für Leute, die den ersten Teil mochten, ist der Streifen durchaus sehenswert. Kennt man den ersten Film jedoch nicht, dürfte diese Fortsetzung kaum von Interesse sein…


Im Dutzend heiratsfähig

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Originaltitel: Belles on Their Toes

Regie: Henry Levin
Musik: Cyril J. Mockrige
Drehbuch: Phoebe Ephron, Henry Ephron

Produktion: © Twentieth Century Fox Film Corporation

Kamera: Arthur E. Arling
Schnitt: Robert Fritch

USA / 1952

Hauptdarsteller: Myrna Loy, Debra Page, Jeanne Crain, Jeffrey Hunter… u.a.


HANDLUNG

Nach dem Tod des Vaters muss sich die Grossfamilie Gilbreth neu organisieren. Mutter Lillian will nicht, dass ihre elf Kinder auf die ganze Verwandtschaft aufgeteilt werden und versucht deshalb mit allen Mitteln Geld zu verdienen. Als Ingenieurin hat sie früher mit ihrem Mann zusammen junge Ingenieure ausgebildet und Vortragsreisen unternommen. Nun muss sie feststellen, dass es als alleinstehende Frau gar nicht so einfach ist, in die von Männern dominierte Berufswelt einzusteigen. Sie wird mit viel Unverständnis und Vorurteilen konfrontiert.
Gleichzeitig hat sich die älteste Tochter Ann in einen jungen Arzt verliebt, glaubt aber, dass sie in der Familie gebraucht werde und nicht heiraten dürfe…

REZENSION

„Im Dutzend heiratsfähig“ ist der Fortsetzungsfilm des Streifens „Im Dutzend billiger“ von 1950.
Für den heutigen Zuschauer ist es in gewisser Weise eine doppelte Zeitreise: Der Film wurde 1952 gedreht, die Handlung selber ist in den 20er-Jahren angesiedelt. Dieser nostalgische Touch ist es dann auch, der diesem Streifen einen gewissen Reiz verleiht.
Die Story ist nach heutigen Massstäben gemessen etwas dürftig und einfach gestrickt. Auf der einen Seite ist es beachtlich, dass man 1952 das Thema Gleichberechtigung von Mann und Frau in der Arbeitswelt thematisierte. Auf der anderen Seite wird die heile Familienidylle dermassen penetrant in Szene gesetzt, dass es zuweilen schon eher belustigend wirkt.
Die Geschichte selber verzettelt sich immer wieder in erzähltechnischen Einbahnstrassen. Zudem ist der Einfall, das Ganze als Musical vorzutragen, eher suboptimal - auch wenn die Lieder und Tanzeinlagen durchaus gut gemacht sind.

Alles in allem eine Zeitreise der besonderen Art, die trotz aller Mängel durchaus Charme aufweist und die, in der rechten Stimmung genossen, durchaus zu gefallen weiss…

Man lernt nie aus

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Originaltitel: The Intern

Regie: Nancy Meyers
Musik: Theodore Shapiro
Drehbuch: Nancy Meyers

USA / 2015

Hauptdarsteller: Robert De Niro, Anne Hathaway, Rene Russo…u.a.


HANDLUNG

Der 70-jährige Witwer Ben Whittaker fühlt sich vereinsamt und unterfordert. Als ein neu gegründetes E-Commerce-Modeunternehmen Senioren-Praktikumsstellen ausschreibt, bewirbt sich Ben kurzentschlossen.
Zu seiner grossen Freude erhält er eine der begehrten Stellen. Die neue Internet-Welt ist ihm aber gänzlich fremd und das hektische Treiben ungewohnt. Nach und nach gelingt es ihm, durch seine grosse Erfahrung und seine charmante Art, sich unentbehrlich zu machen. Und selbst für Jules Ostin, die Chefin und Gründerin der Firma, wird er bald unverzichtbar…

REZENSION

Es lässt sich nicht verleugnen, dass wir es hier mit einem recht einfach gestrickten Film zu tun haben. Dennoch wird der Zuschauer, vor allem zu Beginn, erfreulich gut ins Geschehen hineingezogen. Die Umsetzung ist witzig und die Dialoge für Hollywood-Verhältnisse ansprechend.
Mit fortschreitender Handlung wird das eigentliche Thema etwas verwässert und wandelt sich zu einem Beziehungsdrama. Dass das Ganze dann nicht Schiffbruch erleidet, ist in erster Linie der hervorragenden, nuancierten Spielweise De Niros geschuldet, der dem Film die Glaubwürdigkeit rettet. Dabei ist er Gentlemen genug, auch Anne Hathaway genügend Raum zur Entfaltung zuzugestehen, auch wenn sie dieses Angebot nicht immer ganz befriedigend nutzt.
Im Grossen und Ganzen haben wir schlussendlich, wie wir das von Nancy Meyer gewohnt sind, ein Feelgood-Movie, ohne Ecken und Kanten, aber mit viel Charme. Wie auch immer, Langeweile kommt zu keiner Zeit auf...

Fazit: Gute Unterhaltung für zwischendurch, kann man sich auf jeden Fall ansehen - und für alle Robert de Niro-Fans sowieso ein Muss!

Learning to Drive - Fahrstunden fürs Leben

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Originaltitel: Learning to Drive

Regie: Isabel Coixet
Musik: Dhani Harrison / Paul Hicks
Drehbuch: Sarah Kernochan

USA / 2014

Hauptdarsteller: Ben Kingsley, Patricia Clarkson, Jake Weber, Grace Gummer...u.a

HANDLUNG

Die erfolgreiche Literaturkritikerin Wendy wird nach 21 Ehejahren von ihrem Mann verlassen. Zudem lebt ihre Tochter Tasha vorübergehend weit weg von New York im Hinterland von Vermont. Wendy will aus der Not eine Tugend machen und beschliesst, nun endlich ihren Führerschein zu machen, um ihre Tochter besuchen zu können.
Ihr Fahrlehrer ist in jeder Beziehung ungewöhnlich. Darwan ist ein Sikh und musste sein Heimatland aus politischen Gründen verlassen. Wendy ist schnell durch die bedachte und weise Art Darwans beeindruckt und erlangt ihre gewohnte Sicherheit zurück.
Während die beiden in den Strassenschluchten New Yorks herum kurven, wird bald beiden klar, dass jeder vom anderen etwas lernen kann. Eine aussergewöhnliche Freundschaft nimmt ihren Lauf…

REZENSION

Positiv zu vermerken ist, dass Ben Kingsley nach wie vor ein beindruckender Schauspieler ist und auch in diesem Streifen der spanischen Regisseurin Isabel Coixet zeigt, dass er in jede x-beliebige Rolle zu schlüpfen und diese glaubhaft zu verkörpern versteht. Er ist dann auch das Highlight dieser ansonsten eher konservativ umgesetzten Tragikkomödie.
Leider gewährt das Drehbuch keinen tieferen Einblick in die verschiedenen Charaktere. Während der Streifen zu Beginn noch recht flott inszeniert ist, gerät er dann etwas aus der Spur, wirkt allzu harmlos und uninspiriert. Erst im letzten Drittel, wo sich die Geschichte etwas mehr Darwan und seiner Ehefrau zuwendet, gewinnt das Ganze wieder an Fahrt – hinterlässt jedoch durch sein unvermitteltes Ende beim Zuschauer mehr Fragen als Antworten. Ich mag an sich Filme mit Enden, die offen gehalten sind, aber hier wirkt das unfertig und nicht zu Ende erzählt.
Grundsätzlich haben wir es mit einem netten Unterhaltungsfilm zu tun, den man sich durchaus mal ansehen kann - allein schon wegen Ben Kingsley…

Song für Marion

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Originaltitel: Song for Marion

Regie: Paul Andrew Williams
Musik: Laura Rossi
Drehbuch: Paul Andrew Williams

Grossbritannien, Deutschland / 2012

Hauptdarsteller: Terence Stamp, Vanessa Redgrave, Gemma Arterton…u.a.

HANDLUNG

Arthur Harris ist der mürrische Ehemann von Marion, die
unheilbar an Krebs erkrankt ist. Trotzdem engagiert sie sich weiterhin mit viel Freude im örtlichen Seniorenchor. Dies sehr zum Unmut ihres mürrischen Ehemannes Arthur, der befürchtet, dass Sie sich damit zu viel zumutet. Abgesehen davon hält er die Songs, die einstudiert werden, für peinlich.
Als Marion schliesslich stirbt, bricht für Arthur eine Welt zusammen. Er bricht den Kontakt zu seinem Sohn ab und verliert seinen Lebensmut.
Der jungen Chorleiterin Elizabeth gelingt es, Arthur davon zu überzeugen, dass Marion stolz darauf wäre, wenn er ihren Platz im Chor einnehmen würde.
Auch wenn Arthur nicht über seinen Schatten springen kann, begibt er sich doch mit dem Chor auf eine Reise, die alle verändern wird…

REZENSION


Manchmal sind es eben gerade kleine Independent-Filme, die ohne grosses Budget und ohne grossartige Kulissen auskommen, welche es schaffen, einen Zauber auszuströmen, der den Zuschauer in seinen Bann zieht.
Genau so eine Filmperle ist „Song for Marion“. Schauspielerisch absolut überragend gespielt, mit realistischem und packendem Drehbuch versehen, taucht man als Zuschauer völlig in die Geschichte ein.
Die sehr rührende Erzählweise wird zu keiner Zeit rührselig oder gar kitschig. Man kann nicht mal behaupten, dass die Gratwanderung gelungen sei, denn es gibt keine solche.
Die wunderbare Inszenierung überzeugt von Anfang an durch Souveränität und treibt die Story gekonnt voran.
Diese sehr realistische und überlegene Umsetzung hat freilich aber den Nachteil, dass kaum ein Auge trocken bleibt und man den Taschentuchvorrat mit Bedacht schon vorgängig bereitlegen sollte…

Fazit: Eine Liebesgeschichte, verpackt in einer Tragikkomödie mit überzeugendem Drehbuch und hervorragender schauspielerischer Umsetzung. Was will man mehr?

Maria, ihm schmeckt's nicht

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Regie: Neele Vollmar
Musik: Niki Reiser
Drehbuch: Daniel Speck & Jan Weiler

Deutschland, Italien / 2009

Hauptdarsteller: Christian Ulmen, Lino Banfi, Mina Tander, Maren Kroymann…u.a.

HANDLUNG

Jan möchte seine grosse Liebe Sara heiraten. Geplant ist eine ruhige, einfache Hochzeit. Sara hat einen italienischen Vater und eine deutsche Mutter. Ersterer ist gar nicht begeistert von Jans Vorstellungen. Wenn schon Hochzeit, dann richtig. Saras Vater besteht auf einer traditionellen Hochzeit mit der ganzen Familie in seinem italienischen Heimatdorf. Jan, der kein Wort italienisch spricht, ist nicht sonderlich begeistert von dieser Idee, kann sich aber gegen Saras sehr resoluten Vater nicht durchsetzen. So machen sie sich also auf ins apulische Dorf…

REZENSION

Nette, aber harmlose Komödie, die leider kaum mit überraschenden Momenten aufwarten kann. Die Geschichte ist schnell durchschaut und wird dann auch dementsprechend abgespult. Ein Lichtblick ist für mich Christian Ulmen, der durch seine zurückhaltende Spielweise das Ganze auf einem einigermassen annehmbaren Niveau hält. Für eine Fehlbesetzung halte ich den Schwiegervater (Lino Banfi). Es ist unglaubwürdig, dass ein italienischer Gastarbeiter, der seit 38 Jahren in Deutschland lebt und fast ebenso lang mit einer deutschen Frau verheiratet ist, kaum Deutsch spricht. Da hätte man entweder synchronisieren oder besser einen anderen Schauspieler engagieren sollen. Wirklich lachen musste ich während dieses Filmes eigentlich nie. Ab und an ein Schmunzeln, mehr war mir leider nicht vergönnt...

Fazit: Wer sich nicht von der an sich banalen Handlung abschrecken lässt, sieht einen netten Unterhaltungsfilm, den man sich an einem verregneten Nachmittag durchaus mal ansehen kann - für mehrmaliges Ansehen ist er jedoch kaum geeignet...

Die Tochter meines besten Freundes

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Originaltitel: The Oranges

Regie: Julian Farino
Drehbuch: Ian Helfer & Dean Vanech
Musik: Klaus Badelt & Andrew Raiher

USA / 2011

Hauptdarsteller: Hugh Laurie, Oliver Platt, Leighton Meester…u.a.


HANDLUNG

Im Zentrum der Geschichte stehen zwei Familien, die seit Jahren eng befreundet sind. Die Väter gehen zusammen joggen, die Familien grillieren zusammen usw..
Das idyllische Vorstadtleben wird aber auf eine harte Probe gestellt, als sich David Walings in die Tochter seines Freundes und Nachbarn verliebt…

REZENSION

Nein, ein "Feel-Good-Movie" mit kitschigem Happy End ist das nicht, was man in "The Oranges" (ich weigere mich, den schwachsinnigen deutschen Synchro-Titel zu nennen) geboten kriegt, deshalb wohl auch die vielen kritischen Meinungen zu diesem Streifen… Mir hat er ausserordentlich gut gefallen. Sehr realistisch, mit Humor und ruhigen Bildern wird hier eine richtig gute Geschichte erzählt. Vieles bleibt unausgesprochen oder unvollendet, und genau diese Feinheiten sind es, die diesen kleinen Film zu einem bemerkenswerten Werk machen. Hugh Laurie und auch Leighton Meester spielen richtig stark und harmonieren erstaunlich gut zusammen. Wer sich gerne interessante Geschichten ansieht und kein hoffnungsloser Hollywood-Junkie ist, dürfte an diesem Film Gefallen finden. Fazit: Eine originelle und in vielerlei Hinsicht bemerkenswerte Tragikkomödie, die auch etwas zum Nachdenken anregen kann. Von mir eine klare Empfehlung!


Die Waffen der Frauen

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Originaltitel: Working Girl

Regie: Mike Nichols
Musik: Carly Simon
Produktionsland: USA

USA / 1988

Hauptdarsteller: Melanie Griffith, Harrison Ford, Sigourney Weaver

HANDLUNG

Es ist schon spannend zu sehen wie anders das Frauenbild vor knapp 30 Jahren so aussah. Dieser Streifen ist gewissermassen eine Reise in die Soziologiegeschichte und zeigt uns neben dem Paarungsverhalten auch interessante Einblicke in die weibliche Frisurgestaltung sowie das Zusammenspiel von Männchen und Weibchen im ganz normalen Büroalltag.

REZENSION

Wie alles, was man mal überlebt hat, erscheinen einem im Rückblick auch die 80er-Jahre als coole Zeit, in der es tolle Musik und gigantische Föhnfrisuren gab.

Damit man mich recht versteht, ich finde den Film wirklich gut. Er unterhält mich, er ist amüsant. Ich bin mir zwar nicht sicher, ob alles so ironisch gemeint ist, wie ich es verstehe, aber das ist ja im Grunde egal.
Das Zusammenspiel von Griffith und Ford holpert ein wenig, aber dafür reisst die fulminant aufspielende Sigourney Weaver alle beide wieder raus.